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Volks-Astronomie mal ganz anders: das Astronomy Café von Rhodos

Annäherung an eine populärastronomische Einrichtung, die es auf der ganzen Welt so kein zweites Mal geben dürfte: das Astronomy Café des griechisch-österreichischen Gastro- und (Amateur-)astronomen Stergos Manolakas auf der griechischen Ägäisinsel Rhodos, südlich von Faliraki auf einer felsigen Anhöhe an der Steilküste mit perfekter Sicht zum Horizont (unten) gelegen. Dieser Blogger genoss diesen Monat das Privileg, den hochprofessionellen Betrieb fast zwei Wochen lang gewissermaßen ‚eingebettet‘ verfolgen zu können.

Das relativ isolierte Grundstück mit Sternwarte, Astro-Garten und Gastronomie ist leicht zu finden, wenn man konsequent den vielen in Faliraki verstreuten Hinweistafeln folgt – auch von manch anderem Berg in Nordost-Rhodos sind die Bauten gut zu sehen, hier vom Hügel mit dem Ex-Kloster Profitis Ammós (Mitte) etwas westlich der Anlage.

So wird der Besucher begrüßt, wenn er das letzte steile Straßenstück und eine kurze Schotterpiste passiert hat (das Loch rechts gehört zu einer langen Visierlinie zum Sonnenuntergang am 21. Juni) – und auch von vielen Stellen der nahen Anthony-Quinn-Bucht aus sind die beiden größten astronomischen Bauten gut zu sehen.

Sie stehen in einem didaktischen astronomischen Garten, der in diesem Blog schon vor drei Jahren vorgestellt wurde: Betreten kann ihn – in der Sommer-Saison ab 17:00 Uhr – jeder, der auch nur ein Getränk konsummiert. Womit man sich auch gleich einen Discount für das Herzstück der vielfältigen astronomischen Aktivitäten erkauft: Für 4 (statt sonst 6; Kinder günstiger) Euro gibt es in der Kuppel (Mitte) oder bei besonders großer Hitze mit einem frei stehenden Teleskop eine 15-minütige Live-Tour durch das Universum vom Mond bis zu Galaxien. Der Oberkellner sorgt dafür, dass die Café-Gäste in der Reihenfolge ihres Eintreffens zum Zuge kommen, wobei die Erläuterungen wahlweise in Griechich, Deutsch oder Englisch erfolgen.

Beobachtungen mit dem C 11 in der Kuppel (unten): Nach einem ausgeklügelten Plan werden in der Viertelstunde rund ein halbes Dutzend günstig stehende Himmelsobjekte angefahren, und zwar meist in ihrer azimuthalen Anordnung – so muss die computergesteuerte Montierung weniger schwenken und der Kuppelspalt immer nur in einer Richtung gedreht werden. Wobei er nie in Richtung des Café-Bereichs im Nordwesten zeigt, der meist beleuchtet ist, damit die Wartenden noch ihre Drinks finden – außer wenn Manolakas open air mit einem Laser-Pointer Sternbilder zeigt oder bei einem ISS-Überflug (unten) alle gemeinsam gucken.

Einen ideal dunklen Himmel – wie er in entlegenen Teilen der Insel durchaus zu finden ist – hat das Astronomy Café auch dann nicht zu bieten, wenn nach dem Ende des täglichen Betriebs nach Mitternacht alle Lichter gelöscht sind: Die nahen Städte Rhodos und Faliraki aber auch das südlich gelegene Lindos sorgen für einige Lichtverschmutzung (gegen die sich die Sommer-Milchstraße aber schon noch durchsetzen kann). Der notwenige Komproiss aus Ereichbarkeit und Himmelsqualität, den jede populärastronomische Einrichtung finden muss.

Während das typische Publikum jeden Abend aus Einzelreisenden und v.a. Familien besteht (die durchweg von der ungewöhnlichen Attraktion begeistert sind, wie dieser Blogger auch direkt zu hören bekam), gibt es an vielen Sommer-Sonntagen davor auch ein Sonderprogramm für Kinder aus der Region auf Griechisch, das mit einem Spiel noch im Hellen beginnt und mit Beobachtungen an einem Dobson bei einbrechender Dunkelheit endet: Die schnelle Dämmerung auf 36° Nord macht’s möglich. Und auf besondere Bestellung wird die Anlage auch vormittags geöffnet: Für 35 Euro pauschal gibt es dann eine außergewöhnliche Sonnen- und Licht-Show. Dabei wird das Sonnenlicht über einen zweistufigen Heliostaten auf zwei parallelen Kanälen in eine dunkle Kammer hinter der Aussichtsplattform geleitet:

In dem immerhin anderthalbstündigen Programm – besser als jeder Physikunterricht, so ein deutscher Schüler – wird zunächst die Sonne im weißen Licht projiziert und in H-Alpha per TV-Monitor und in direkter Sicht betrachtet:

Und dann folgen mit dem eingespiegelten Sonnenlicht immer überraschendere Demonstrationen von Spektraleffekten und Strahlengängen, visualiert mit einer Nebelmaschine, raumgreifend und dreidimensional zum Hindurchlaufen – wenn das keine Reise nach Rhodos wert ist, wo es in den Sommermonaten so gut wie nie Wolken gibt, was eine Einrichtung wie das Astronomy Café überhaupt erst möglich gemacht hat:

[Daniel Fischer]

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Krepuskularstrahlen über Rhodos

Nach einem überraschenden – und für August auch ziemlich ungewöhnlichen – Gewitter blieb die Atmosphäre heute über der griechischen Insel Rhodos recht feucht, was endlich mal zu einem optisch interessanten Sonnenuntergang führte. Hier gesehen von Faliraki aus; das 4. Bild ist mal völlig roh belassen, die anderen sind – unterschiedlich stark – im Kontrast angehoben. [Daniel Fischer. NACHTRAG: das erste Bild größer]

Der Mond geht auf, einen Tag vor neu

Pittoreskes Nebenprodukt einer Perseiden-Maximums-Nacht auf Rhodos: Der Mondaufgang heute morgen, einen Tag vor Neumond, mit dem Trabanten noch zu 2.2% beleuchtet. Es dauerte eine Weile, bis er sich aus dem sommerlichen Dunst über der Ägäis heraus geschält hatte, aber dann war der Anblick – von 36° Nord – auch für das bloße Auge eine Pracht, so wie es auch am Morgen davor der Fall gewesen war. Schauplatz beider Beobachtungen das Astronomy Café in Faliraki (mehr Bilder), über dessen Bau hier vor drei Jahren berichtet worden war: Später wird diese außergewöhnliche volksastronomische Einrichtung hier noch im Detail vorgestellt. [Daniel Fischer. NACHTRAG: was nunmehr hier geschehen ist]

Rhodos-Expedition fast vorbei: Was sonst noch so alles geschah

an den letzten drei Tagen seit dem aufregenden Transit-Tag gibt es in einem Album mit 99 (meist) unastronomischen Bildern zu sehen, von denen hier ein paar als ‚Teaser‘ folgen.

7. Juni, Altstadt von Rhodos: Blick die Ritterstraße hinab.

Am Uhrenturm „Roloi“ ein Aussichtsfernrohr mit überraschender Aufforderung an den Benutzer …

… und vom Turm hinunter ein Blick auf die Süleyman-Moschee.

Typische Altstadt-Impressionen abseits der Touristen-Fluten, die sich u.a. gerade aus einem Aida-Schiff in die Stadt ergossen hatten, oder wie es ein Passagier ausrief: „Endlich mal Freigang!“

Auf der Platia Ippokratous ein Brunnen mit semi-astronomischem Motiv, der den Beginn des ehemaligen jüdischen Viertels markiert …

… wo es im Museum der Synagoge zu der packenden Begegnung mit dem Sohn einer Auschwitz-Überlebenden kam (er zeigt hier den Namen seiner Mutter in der Liste der aus Rhodos deportierten Juden; nur die wenigen mit einem Asterisk überlebten), den eine wahre Odyssee durch mehrere Länder bis nach Südafrika geführt hatte und der jetzt drei Monate lang Museumsbesucher betreut.

Blick aus einem der vielen Stadttore in den Hafen und eine weitere von unzähligen Katzen-Begegnungen auf Rhodos.

Eine Schwalbe im Nest mitten in einem Restaurant am Strand von Gennadi.

8. Juni, Epta Piges: Hier machten die namensgebenden sieben Quellen weniger her als die Vogelwelt (unten eine Türkentaube, und das in Griechenland …) – und natürlich der berühmte 180-Meter-Tunnel, den es in völliger Dunkelheit zu durchqueren gilt, während unten knöcheltief Wasser durch schießt.

Public Viewing vor einer Bar in Gennadi beim turbulenten Auftaktspiel der Euro 2012 Polen vs. Griechenland, das 1:1 enden sollte, …

… und der unvermeidliche Merkur-Untergang, der jeden Tag leichter zu beobachten ist, jetzt erstmals auch sehr leicht mit freiem Auge.

9. Juni, Monolithos: Die Ruine der Johanniterfestung aus dem 15. Jh. aus der Ferne und Nähe gesehen sowie ein Bewohner derselben.

Die Dorfkirche Ag. Pantheleimonas von Siana mit aufgemalten(!) „Uhren“ und dafür um so üppiger Inneneinrichtung, die auch fotografiert werden durfte, …

… was im Kloster Moni Aramiti leider nicht möglich war: Schade, denn die Decke war über und über mit Sternen auf hellblauem Grund dekoriert. Als Trostpreis eine weitere Katze vor der Tür.

Blick von der „Cantina Panorama“ (wo der Chef des aus einem Campingwagen bestehenden Etablissements bei Lakki dem Blogger einen 80%igen Salbeilikör ausgab) auf diverse Inseln vor der rhodischen Westküste.

Besuch bei den künftigen Astronomie-Apartments von Rhodos!

Völlig überraschend erreichte die KBA-Expedition in einem Straßencafé in Rhodos gestern Nachmittag ein Anruf – just als wir gerade über das Fehlen astronomischer Attraktionen auf der Insel lamentiert hatten: am Apparat der Initiator der Sternwarte und Apartments „HIPPARCHOS“, auf dessen Webseite ich schon mal gestoßen war, den zu kontaktieren wir aber bisher verabsäumt hatten.

Praktischerweise liegt die Baustelle gleich südlich der Inselhauptstadt bei Faliraki, und so standen wir zwei Stunden später schon davor – und trauten unseren Augen kaum. Stergos Manolakas ist ein erfahrener Amateurastronom und vor allem ein begeisterter: Hier baut er gerade an der Apartment-Anlage, die noch dieses Jahr fertig werden soll, …

… und dahinter hat schon ein regelrechter interaktiver Astronomie-Park Gestalt angenommen, der didaktisch wie künstlerisch Maßstäbe setzt. Hier Blicke vom Haus Richtung Meer (hinten sind eine Sternwarte und ein Sonnenprojektions-Observatorium im Bau) …

… und von der Plattform auf demselben Richtung Apartments. Während in der Sternwarte ein größerer Refraktor oder Reflektor aufgestellt werden soll, dessen Livebild auch auf den TV-Geräten in den Wohnungen verfügbar sein wird(!), werden in der Sonnen-„Dunkelkammer“ clever eingespiegelte Heliostaten- und Spektrographen-Bilder erscheinen.

Auch der Blick nach Süden kann sich sehen lassen: die Anthony-Quinn-Bucht, die dem Schauspieler geschenkt (und dann wieder weg genommen) worden war, nachdem er sich bei den Dreharbeiten zu den ‚Guns of Navarone‘ in die Gegend verliebt hatte.

Wie wir jetzt erfuhren, hatte dabei der Großvater von Manolakas ein Grundstück abgeben müssen, als Ausgleich aber jenen Platz auf dem Hügel verlangt und bekommen, wo nun Stergos HIPPARCHOS baut. Sicher eine der astronomischen Einrichtungen mit der besten Aussicht auf diesem Planeten.

Schon weitgehend fertig ist der astro-didaktische Park zwischen Apartments, Stern- und Sonnenwarte: Da gibt es eine Sonnenuhr mit dem Besucher als Gnomon, …

… eine Visualisierung der unterschiedlichen realen Durchmesser von Sternen in Kombination mit den Peilrichtungen und Entfernungen vieler Städte auf der Erde, …

… einen steinernen Sessel, von dem der Blick genau durch den Ring neben dem Eingang auf die untergehende Sonne am Tag der Sommersonnenwende fällt, …

… ein 2D-Modell der Plejaden, …

… ein 3D-Modell der Cassiopeia und noch einiges mehr (inklusive zahlreicher Sonnenuhren unterschiedlicher Bauweise).

Die Besucher waren enorm beeindruckt und wünschen Stergos (links) – übrigens Sohn eines Griechen und einer Österreicherin und bestens mit den Astroszzenen Griechenlands wie Mitteleuropas vernetzt – allen Erfolg bei seinem kühnen Projekt! Die Astro-Apartments, die wöchentlich (50 €/Tag) und monatlich (30 €/Tag) vermietet werden sollen und über schnelles Internet verfügen werden, richten sich nicht primär an Hardcore-Amateurastronomen (für die der stadtnahe Himmel wohl nicht dunkel genug wäre) sondern mehr an ’normale‘ Touristen, die aber etwas anderes als ‚das Übliche‘ vom Urlaub erwarten: „A different kind of holiday,“ steht auf Stergos‘ Visitenkarte. [Daniel Fischer. NACHTRÄGE: ein Bericht zwei Monate später, die fertige Sternwarte im Dezember hier, hier, hier und hier und auf noch viel mehr Bildern und Bilder vom September 2013]

Sonnenaufgang mit Venus – so war’s auf Rhodos!

Das war die Szenerie heute morgen in Gennadi zwischen 5:55 und 6:00 Ortszeit = 2:55-3:00 UTC: Schon gleißend hell erschien die Sonne über der Halbinsel mit der Stadt Lindos, oben geziert von der Venus. Alles Aufnahmen mit der Panasonic-Bridge-Kamera, erst ohne Filter, dann durch eine relativ dünne und um Schluss bereits eine dichte visuelle Baader-Folie. [Daniel Fischer]

Site-Testing für den Venustransit auf Rhodos, zweiter – gähn! – Morgen

Nach dem Besuch einer 10 cm großen Heuschrecke vergangene Nacht

begab sich die Expedition heute im Morgengrauen an den gestern entdeckten Punkt oberhalb des Lachania-Strandes ca. 8 km südlich von Gennadi, um dort den Sonnenaufgang zu verfolgen.

Auch hier sollte uns jedoch kein Auftauchen der Sonne aus dem Meer beschieden sein: Aus dem Morgendunst taucht plötzlich Festland in der Sichtlinie auf – die Türkei!

Und genau dahinter erschien der Oberteil der Sonnenscheibe, abermals ein grelles Hellrot wie am Vortag in Gennadi auf dem Balkon – der Standort hier bietet also keinen Vorteil

… bis vielleicht auf nette Lichteffekte im Wasser. Na ja.

Gerade noch ungefiltert möglich: der Nachweis von ein paar der Sonnenflecken, die jetzt in größerer Zahl auf der Scheibe stehen.

Danach ging’s zurück an den Strand von Gennadi, für Vergleichsaufnahmen mit einem 8-cm-Refraktor, um das Seeing an der Wasserlinie, oberhalb des Strandes und bei uns auf dem Balkon vergleichen zu können. [Daniel Fischer. NACHTRAG: keine großen Unterschiede – offenbar ist das Seeing überall ziemlich ähnlich, da der Wind hier vom Land und nicht vom Meer her kommt]

Noch mehr Rhodos-Venüsse, eine erste Landpartie – und eine feurige Herausforderung …

Nach den ersten Erfolgen am Vormittag ging die Jagd nach der Extrem-Venus weiter, jetzt mit Sonne & Planet fast im Zenit und einer DMK direkt im Fokus. Aus den besten 2% von 3000 Bildern (mit dem Refraktor auf 11 cm abgeblendet und mit Grünfilter) ist dann das hier in zwei Darstellungen – Originalauflösung und kontrastgesteigerte Vergrößerung – gezeigte geschärfte Summenbild entstanden: Der Ring geht ganz herum, d.h. es wird bereits zwei Tage vor dem Transit Sonnenlicht von der Atmosphäre über der dunklen Seite ‚um die Ecke‘ Richtung Erde gebrochen! [NACHTRAG: Nein, es handelt sich diesmal um Lichtstreuung, nicht -brechung.] Andere Bilder von heute hier und hier haben diesen noch subtilen Effekt ebenso wenig erfassen können wie eine besonders scharfe Venus von gestern. Zur gleichen Zeit fand auch eine partielle Mondfinsternis statt, von der fast in Echtzeit Bilder im Web zu sehen waren – ein paar Impressionen hier, hier (mehr), hier, hier (aus Saporro), hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Nachdem das erledigt war, folgte die erste größere Insel-Rundfahrt, die von unserem Appartement (das Gebäude ganz links, oben der mögliche Beobachtungs-Balkon) in der ‚Innenstadt‘ von Gennadi

zum Strand führte (der in diesem Luftbild gut zu sehen ist): ähnlicher Horizont, ein bisschen weniger Kimmung, mehr Wind – was würde das für das Seeing bedeuten, das heute morgen auf dem Balkon ziemlich bewegt war, sich im Laufe des Tages aber besserte?

Die Rundreise führte weiter nach Westen Richtung Apolakkia, wo in der Kirche Agios Georgios O Vardas (für die es unzähliche Schreibweisen gibt)

wie von Reiseführern versprochen Fresken aus dem 13.(!) Jahrhundert stellenweise verblüffend gut erhalten sind –

hier mit 8-strahligen Sternen neben einer Darstellung offenbar des namensgebenden Georgs.

Die in der Kirche vorhandenen Kerzen wurden auch zu einem spontenen Lötversuch (mit der Drahtbindung eines Heftchens als Lötkolben) an der Stromversorgung der Teleskopmontierung ausgenutzt, leider ohne Erfolg. Aber siehe unten!

Abstecher an die Prasonisi Beach an der Südspitze von Rhodos, wo sich in der steifen Brise – so mancher Besucher fühlt sich hier eher an die Nordsee denn das Mittelmeer erinnert – auch jetzt schon Wind- und v.a. Kite-Surfer tummeln.

Und das Site-Testing für den Venustransit geht weiter: hier oberhalb des Lachania-Strandes, wo die Straße von Kattavia auf die Ostküste trifft. Wohl ideale Sicht auf die aus dem Meer aufsteigende venusbedeckte Sonne, aber viel Wind,

doch immerhin wäre die Dekoration (auf der gegenüber liegenden Straßenseite) attraktiv …

Ein Stückchen näher an Gennadi (wo die Straße nach Lachania abgeht) auf der im obigen Bild hinten sichtbaren Mini-Halbinsel wäre die Sicht auch nicht übel, wohl aber wieder der Wind …

Und zurück am Strand von Gennadi ein spektakulärer Aufgang des – leider nicht mehr verfinsterten – Vollmonds über dem Meer.

Zu guter Letzt noch die Fortsetzung der Löt-Operation im Appartement, mit einer Kerze aus der Kirche (natürlich bar bezahlt) und einem Feuerzeug und einer Büroklammer aus Kattavia als Lötkolben – jetzt hat es funktioniert. Und der Venustransit kann kommen … [Daniel Fischer, Tobias Kampschulte und Susanne Hüttemeister]

Die Venus am rhodesischen Himmel – ~40 Stunden vor dem Transit!

Erstaunlich problemlos ist es Tobias heute Vormittag gelungen, die Venus in ca. 3° Sonnenabstand per Differenzsuche von der Sonne aus ins Okular des 6-Zoll-Refraktors zu bringen – und im Herschelkeil(!) ist der Anblick von Extremsichel wie Himmelshintergrund richtig angenehm. Oben und unten zwei Fotoversuche durch’s Okular: Die Hörnerspitzen greifen nun schon weit über (was in den kontrastgesteigerten Bildern allerdings deutlicher als beim direkten Blick ist). Und soeben kam noch ein Anruf: Morgen kommt spontan ein weiteres KBA-Mitglied als Untermieter, das es in Deutschland nicht mehr aushält … NACHTRAG: … während eine weitere (Ein-Mann-)KBA-Expedition nach Rügen aufgebrochen ist und dort auch recht gute Wetteraussichten hat. Auch ein Webcast (eines anderen) ist von dort geplant. [Daniel Fischer]

Site-Testing in Rhodos: Sonnenaufgang vom Balkon

Letzte Nacht: Der Vollmond über Gennadi spiegelt sich im Meer – Blicke vom größeren Ost-Balkon unseres Appartements.

Sonnenaufgang heute morgen: Punkt 5:55 OESZ (2:55 UTC) erschien das erste Stück Sonne über der Lindos-Halbinsel, in einem intensiv-grellen Rot, das keine Kamera wiedergeben kann. Aufnahmen mit einer Bridge-Kamera bei maxi- und minimalem Zoom. [Daniel Fischer]

Der Aufgang mit einer DSLR durch einen 8-cm-Refraktor: Am Ende ist unten auch ein Sonnenflecken zu sehen, vermutlich AR 1494. [Tobias Kampschulte]