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Großes Astronomieprogramm für Bonn in 2014

Nach der erfolgreichen ‘Kometenzeit in Bonn’ wird auch für 2014 wieder ein großes Astronomieprogramm für Bonn gemeinsam vom Astronomischen Institut für Astronomie und der Volkssternwarte Bonn e.V. veranstaltet.

Eröffnet wird das Ganze am ‘Tag der Astronomie’ (05. April 2014, 18:00 Uhr) am Astronomischen Institut mit einer Ausstellung, einer öffentlichen Beobachtung und einem Vortrag.

Im Laufe das Jahres finden dann neben den Veranstaltungsreihen ‘Montags in der Sternwarte‘, ‘Pauls Portables Planetarium’, ‘3. Bonner Sommerhimmel‘ resp. ‘16. Bonner Sternenhimmel‘ auch zahlreiche Sondervorträge im Astronomischen Institut, im Deutschen Museum oder in der Volkssternwarte, Kinderaktionen, öffentliche Beobachtungen, Übertragung der Mondfinsternisse, eine Planetenwanderung, das bekannte Science Café oder der ‘Tag der Offenen Tür’ in der  Volkssternwarte Bonn statt.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und ganz speziell auf Sie!!

Wer noch keinen Flyer zu dieser Veranstaltungsreihe bekommen hat, kann ihn sich hier gerne als PDF downloaden.

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Gelungener Neu-Auftakt des ‚Forums Astronomie‘

Gestern Abend fand im großen Hörsaal des Astronomischen Instituts der Universität Bonn die Auftakt-Veranstaltung des gemeinsam von der Volkssternwarte Bonn, dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie und dem Astronomischen Institut der Universität Bonn neu aufgelegten Forums Astronomie statt.

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Viele interessierte Besucher lauschten hoch interessiert dem spannenden Vortrag von Dr. Norbert Junkes.

Dr. Junkes hat nach seinem Diplom und Doktorarbeit in Bonn für ein Jahr in Australien am ATNF gearbeitet und sich bereits damals schon mit Centaurus A, der größten Radiogalaxie am Himmel, beschäftigt.

Centaurus ist ein Sternbild am Südhimmel (direkt über dem nicht erst seit ‚La Paloma‘ berühmten ‚Kreuz des Südens‘) und ist von Europa aus niemals sichtbar.

Dr. Junkes spannte den Bogen in seinem Vortrag von den in den letzten sechzig Jahren immer besser gewordenen Messergebnissen über die Beobachtung in den unterschiedlichen Frequenzbereichen bis hin zu erst wenige Tage alten Forschungsergebnissen.

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Auf besonderes Interesse stieß auch die Beschreibung des TANAMI-Projektes, in dem (analog zum MOJAVE-Projekt auf der Nordhalbkugel der Erde) durch Zusammenschaltung diverser geeigneter Radioteleskope die Galaxienkerne und -Jets in den Frequenzbereichen 8.4 und 22 GHz mit einer Auflösung im Milli-Bogensekundenbereich untersucht werden können! Da diese Untersuchungen bereits einige Jahre laufen, können hier bereits regelrechte Animationen der innersten Vorgänge gezeigt werden.

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Abschließend wurde dann noch wie eingangs von Dr. Junkes versprochen das Geheimnis des grünen Sterns gelöst. Die Volkssternwarte Bonn bedankt sich bei Dr. Junkes für diesen informativen und spannenden Vortrag!

Die nächsten Termine des Forum Astronomie finden Sie hier.

‚Supermoon‘ vom 23.06.2013

'Supermoon' vom 23.06.2013

Ein paar kleine Lücken in einer ansonsten weitgehend dichten Wolkendecke erlaubten gestern überraschenderweise für wenige Minuten dennoch diesen Schnappschuss des „Supermoon“ [Peter Oden]

Ein Bonner in Delft

Ich komme gerade – eingeladen von meiner Frau – von einem langen Wochenende in Delft zurück, wo wir auf den Spuren Vermeers gewandelt sind, der hier geboren wurde und gestorben ist.

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Eines seiner berühmtesten Gemälde,das ‚Mädchen mit dem Perlenohrring‘ begegnet einem auf Schritt und Tritt, auch in den unterschiedlichsten Abwandlungen.

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Aber man stößt auch auf ganz andere Spuren, nämlich die von Antoni van Leeuwenhook, der zwar das Mikroskop nicht erfunden, es aber mit selbstgeschliffenen Linsen geradezu unglaublich verbessert hat, so dass man zum ersten Mal damit rote Blutkörperchen, Protozoen und Bakterien sichtbar machen konnte.

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Er war nach heutigem Kenntnisstand mit Vermeer befreundet und stand auch Modell für dessen Bild ‚Der Astronom‘.

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Und auch noch ganze andere ‚astronomische‘ Objekte stachen ins Auge, so wie etwa das ehemalige Observatorium, das für astronomische und Zeitmessungen eingesetzt wurde. Es befindet sich auf dem Dach des Instituts für Geodäsie und wurde von der niederländischen Regierung zum Nationaldenkmal erklärt.

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Kometenzeit in Bonn

Schon seit grauer Vorzeit übt der Kosmos eine erstaunliche Faszination auf den Menschen aus. Dem einen reicht es, gelegentlich einen Blick auf den die Erde umkreisenden Mond werfen zu können. Andere sind fasziniert vom Sternenhimmel und dem Ruf des Kosmos, der darin liegt.

Von Zeit zu Zeit kommt nun aus den Tiefen des Alls ein Komet der Erde so nahe, dass er mit seinem in Sonnennähe entstehenden Schweif sichtbar wird. Auf der einen Seite steht dann eindeutig der Reiz der optischen Erscheinung dieses Kometen. Auf der anderen Seite dagegen gibt es Fragen, die von der Entstehungsgeschichte solcher Himmelsphänomene bis hin zu der möglicherweise von ihnen ausgehenden Gefahr reichen.

Zum kommenden Komet ISON (C/2012 S1), der nach heutigem Kenntnisstand ein beachtliches Spektakel bieten könnte, haben das Argelander Institut für Astronomie der Universität Bonn und die Volkssternwarte Bonn e.V. gemeinsam ein umfangreiches Programm „Kometenzeit in Bonn“ für die interessierte Bonner Bevölkerung ins Leben gerufen. Die unterschiedlichsten Vorträge und Seminare werden über den Kometen unter allen nur denkbaren Blickwinkeln berichten und informieren; Aktionen für Kinder, ein Science Café für Erwachsene und Beobachtungsveranstaltungen für alle runden das Gesamtprogramm ab.

Die „Kometenzeit in Bonn“ wird im Rahmen des Tags der Offenen Tür der Volkssternwarte Bonn am 03. November 2013 gemeinsam vom Argelander Institut für Astronomie und der Volkssternwarte Bonn eröffnet und dauert bis zum 10. Januar 2014. Freuen Sie sich bereits jetzt auf viele hochinteressante und spannende Einzelveranstaltungen!

Neuer Internetauftritt der Volkssternwarte Bonn

Am Abend des 21. April 2013 fand der Relaunch des Internet-Auftritts der Volkssternwarte Bonn statt.

Das neue in dezenten Farben gehaltene Design stellt eine Mischung aus Blog und festen Seiten dar, um sowohl aktuelle Themen jederzeit aufgreifen zu können als auch wiederkehrende Themen dauerhaft positionieren zu können.

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 Volkssternwarte Bonn

Die „Bonner Sterne“ wünschen der Volkssternwarte Bonn weiter viel Erfolg bei den zahlreichen neuen Projekten!

[Oden]

PANSTARRS und M31

Gestern Abend reizte mich der selten klare Himmel, noch einmal C/PANSTARRS 2011 L4 zu beobachten. Zusammen mit einem Freund entfloh ich dem Bonner Dunst ein wenig Richtung Eifel.

Wir erreichten unseren vorher gewählten Beobachtungspunkt gegen 20:30 Uhr, so dass uns Zeit blieb, in Ruhe ein Stativ zusammen mit dem iOptron SkyTracker sowie meiner Canon EOS 550D mit dem Telezoom 55-250mm aufzubauen und auch noch einen Tee zu trinken.

Gegen 21:30 war es dunkel genug, die ersten Aufnahmen zu machen. Auch wenn der Horizontbereich leider doch noch recht diesig war, hatte der Himmel über uns eine phänomenale Transparenz. Allein für diesen Anblick hat sich unser Ausflug schon gelohnt.

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Anschließend reduzierte ich die Brennweite auf 120mm, um auch M31 mit ins Blickfeld zu bekommen.

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Gegen 22:00 Uhr packten wir alles wieder zusammen und machten uns zufrieden mit dem Ergebnis wieder auf den Heimweg.

[Peter Oden]

Im Anflug auf Komet PANSTARRS

Am späten Nachmittag des 16. März 2013 trafen sich über 50 Reiselustige aus dem Großraum Köln-Bonn (aber auch aus Wien oder Potsdam), um beim Beobachtungsflug für den Kometen PANSTARRS dabei zu sein. Allein die drei Hauptredakteure dieses Blogs waren ebenfalls Fluggäste! Bereits bei der Ankunft am Flughafen fiel die Abflugtafel ins Auge, auf der – selten genug – für 19:25 Uhr von Köln-Bonn ein Abflug nach Köln-Bonn angekündigt wurde!

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Bereits bei der Begrüßung an zwei eigens für diesen Flug zuständigen CheckIn-Schaltern

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durch den Veranstalter war die geballte mediale Präsenz seitens Reuters und ARD unübersehbar.

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Die Wartezeit auf das Boarding wurde aufs Angenehmste durch ein Rheinisches Buffet verkürzt.

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Bereits während des Steigfluges wurden dann kleine Snacks verteilt, um den Beteiligten während des eigentlichen Fluges ungestörte Kometenbeobachtung zu ermöglichen.

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Nach einem gefühlt phänomenal schnellen Steigflug auf die erst am Tag vorher für uns freigegebene Reiseflughöhe von 12.500m (dies oder 41.000 Fuß sind die maximale Flughöhe einer Boeing 737-700, die auch bei Transatlantikflügen selten je erreicht wird) ging es dann „zur Sache“!

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Nach dem Richtungswechsel und der Sichtbarkeit des Kometen auf „unserer“ Seite zeigte er sich bereits visuell mit bloßem Auge, wenn auch nicht ganz so prachtvoll wie ursprünglich erhofft. Eine erste freihändige (!) Testaufnahme (noch) mit Reflektionen in der Scheibe und Hintergrundlicht zeigt ihn deutlich und gibt auch in etwa den visuellen Eindruck wieder.

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Und dann zeigte er sich in seiner ganzen Pracht bei Aufnahmen mit 8 Sekunden, ISO 800, f2.8 und 150mm vom Stativ. Auf wenn die allerwenigsten Aufnahmen wirklich gelungen waren (weil die Vibrationen des Flugzeuges sich selbst auf 1-Sekunden-Aufnahmen störend bemerkbar machten), so gab es doch einige, auf denen er wunderschön auch vor dem Hintergrund der Sterne zu sehen ist.

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Eine sehr gut gelungene Aufnahme meines Mitreisenden (und Mitredakteurs) Wilfried Bongartz, der sicherlich bald auch noch mehr hierzu zeigen wird:

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VIEL ZU SCHNELL verging die Zeit an Bord, so dass nach zwei Stunden (gefühlt 15 Minuten) bereits wieder Köln (mit Dom und Rheinbrücken) unter uns lag.

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Zu guter Letzt wurde dann noch an alle Teilnehmer das Kometendiplom verteilt. Jetzt habe ich was Eigenes!!

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[Peter Oden]

Bonner Reisebüro durch PANSTARRS im Brennpunkt des Medien-Interesses

Angela Weidenbach und Stefan Krause, die Bonner Betreiber eines Reisebüros in der Südstadt, haben sich weit aus dem Fenster gelehnt und einen mutigen Schritt getan, als sie bereits vor einiger Zeit eine Boeing 737-700 der Fluggesellschaft Air Berlin gechartert haben, um sie mit Interessierten auf einen Spezialflug in die luftige Höhe über Deutschland zu schicken. Dort soll sich dann für die begeisterten Reiseteilnehmer – betreut auch durch den Wissenschaftsjournalisten Daniel Fischer – ein in dieser Qualität sonst nicht möglicher Ausblick auf den Kometen PANSTARRS bieten.

Kurz vor Beginn der Sichtbarkeit in Deutschland und des dazu gehörigen Veranstaltungsprogramms in Bonn erregt diese Aktion nun auch zunehmendes Interesse der nationalen und internationalen Medien. So wird nicht nur der WDR diesen Flug begleiten, sondern es finden sich mittlerweile auch Hinweise auf dieses Ereignis bei

Nachrichtenagentur ReutersBusiness InsiderSpace.comHuffington PostTravel&TourTimes Of MaltaPress Relations, …..

um nur ein paar zu nennen.

Der Countdown läuft (auch für diesen Blogger 🙂 ). [Peter Oden] Ursache der ganzen Berichte war eine Pressemitteilung der Air Berlin Group, die am 4. März in Deutsch und Englisch verbreitet wurde. [Daniel Fischer. NACHTRAG: Impressionen des Fluges selbst sind in diesem Artikel und in diesem und diesem Bilderalbum zu finden!]

Sonne am Bonner Himmel

Fast schon etwas ungewöhnlich war heute fast den ganzen Vormittag blauer Himmel über Bonn. Ich habe diese Chance genutzt, um die Sonne, auch wenn sie noch recht tief steht, am Himmel zu bewundern. Schön waren die aktuellen Flecken 1671, 1672, 1675 und 1678 zu sehen, die ich dann auch in folgendem Foto verewigt habe.

Aufgenommen im H-Alpha-Licht mit einem Coronado PST, 2fach-Barlow und einer DMK21-Kamera:

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[Peter Oden]