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Pazifischer Sonnenuntergang … mit ein wenig Grün

Dieser Sonnenuntergang an der chilenischen Küste in Antofagasta gestern – in diesem Reise-Album noch mehr Zeitschritte – hatte zumindest für das Kamera-Auge immer wieder schmale Grüne Segmente zu bieten:

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Die erste große NLC-Show über Bochum 2019 – schon Mitte Juni


23:10 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.2°


23:12 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.4°


23:15 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.6°


23:25 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.4°


23:26 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.5°


23:27 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.6°


23:28 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.7°


23:29 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.7°


23:31 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.9°


23:31 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.9°


23:33 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.0°


23:34 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.1°


23:35 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.2°


23:36 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.2°


23:40 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.5°


0:00 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.8°


0:02 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:03 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:03 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:20 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 13.8°


0:21 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 13.8°


1:05 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 15.2°


1:07 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 15.2°


3:09 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.4°


3:11 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.2°


3:11 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.2°


3:27 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.2°


3:29 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.0°


3:30 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.0°


3:40 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 10.2°


3:53 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 9.2°

Der Verlauf des ganznächtlichen großen Displays vom 12./13. Juni 2019 (3 Postings) von Witten-Herbede (Ruhrhöhe) Richtung Bochum (mit der Universität prägnant am NNW-Horizont), mit Sonnendepressionen von mindestens 9.2° (die Wolken waren aber für’s Auge auch schon kurz vor 23:00 MESZ bei nur 8° Depression klar zu sehen gewesen): viele große Bilder in diesem Album (ungefähr in umgekehrter zeitlicher Abfolge) und Bilder auch vieler anderer in diesem Thread. [Daniel Fischer]

Experimente mit dem Mond

Nach einem kurzen Blick auf den Merkur, der aber schon verschwand bevor die anderen Akteure auftauchten, der Mond mit zunehmender Dämmerung:

1/60 Sekunde bei Blende 4.5 und ISO 200, KB-Äquivalent 735 mm

Mit IrfanViews Sharpen-Funktion geschärfte Version dieses Bildes der Panasonic DMC-FZ300 bei maximalem Zoom in voller Auflösung. Und dann mit Erdschein, Castor & Pollux und Kappa Geminorum (AWB und Autofokus, unterschiedlich gecroppt):

1 Sekunde bei Blende 3.5 und ISO 400, KB-Äquivalent 83 mm

1 Sekunde bei Blende 3.5 und ISO 800, KB-Äquivalent 735 mm

1.6 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 200, KB-Äquivalent 735 mm

3.2 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 91 mm

3.2 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 94 mm

2.5 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 152 mm

1.6 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 800, KB-Äquivalent 735 mm

[Daniel Fischer. NACHTRAG: Drei Sternfeld-Bilder in größer, auf dem ersten auch schwach der Mars]

Goethe(-Ausstellung) für Nerds

Die kürzlich in der Bonner Bundeskunsthalle eröffnete Ausstellung „Goethe. Verwandlung der Welt“ (noch bis 15. September), die einen riesigen Bogen von den Einflüssen auf den Dichter und Naturforscher und sein historisches Umfeld über Leben und Werk bis zur Rezeption bis in die Gegenwart hinein spannt, hat natürlich nur wenig Raum für Goethes naturwissenschaftliche Arbeiten – aber ein paar spannende Facetten gibt es durchaus:

Da wären z.B. eine Handvoll wichtige wissenschaftliche Bücher aus der Zeit vor Goethes Geburt (1749), so wie hier die Einleitung zur Erkenntnis und Gebrauch Der Erd- und Himmels-Kugel aus dem Jahre 1734 von Johann Ludwig Hocker

… oder aber Monografien zur Optik von Robert Boyle von 1665 und Isaac Newton in einer Auflage von 1730.

Mit dem konnte es Goethe bekanntlich gar nicht: Newtons – wie bereits damals ziemlich klar war – korrekter Erklärung der weißen Farbe als Summe des Regenbogens setzte er eine eigene Farbenlehre entgegen, zu der er auch viele Experimente durchführte: oben die von Goethe 1797 selbst gemalte Wirkung eines Prismas nach Newtwon (oben) und in seiner alternativen Sichtweise, darunter ein großer Schirm für seine Farbstudien von 1791 bis 1806 und unten ein Faksimile der „Temperamentenrose“ von Goethe und Schiller von 1799.

Und ein wenig Astronomie aus der Ausstellung, jedenfalls indirekt: „Die Sentimentale“ von 1846 ist durch die Lektüre der vor ihr liegenden Leiden des jungen Werther in „tränenselige Stimmung“ gekommen, und der Vollmond gibt ihr den Rest. Ein astronomisches Exponat gibt es übrigens auch gleich nebenan in der Wanderausstellung Michael Jackson: On the Wall der britischen National Portrait Gallery, wo Cosmic Speakers von Todd Gray von 2015 die Bekanntheit von MJ noch im hintersten Dorf von Ghana thematisiert:

[Daniel Fischer]

Im Haus der (Weltraum-)Geschichte

Die Stiftung Haus der Geschichte der BRD hat einen Fundus von rund 1.3 Millionen Objekten, von denen im Bonner Museum rund 7000 Stück in der Dauerausstellung gezeigt werden – darunter auch etwas mit Weltraum-Bezug: hier der Raumanzug von Sigmund Jähn sowie ein Schallmesser und eine Stoppuhr, die er bei seinem Flug 1978 dabei hatte.

Um so weit ‚in den Weltraum‘ vorzudringen, muss eine reichlich steile Rampe überwunden werden …

… an deren Ende aber auch ein großer Stein vom Mond wartet, eine Leihgabe seit 1995: das 282 Gramm schwere Stück 32 der Apollo-12-Probe 12055.

Das „Weltraumfieber“ der 1960-er Jahre wird mit einer erstaunlich umfangreichen Auswahl von Raumfahrt-Spielzeug belegt …

… während für den Sputnik – von dem ein Modell in Originalgröße von der Decke hängt – die DDR zuständig ist. Wo man bereits 1949 auf die Idee gekommen war, Zeiss ein Planetarium für Stalingrad zum 70. Geburtstag des Namensgebers bauen zu lassen:

[Daniel Fischer. NACHTRAG: in diesem Album ein paar Bilder größer]

NRW im Mondfieber: eine Übersicht

Mit dem Nahen des 50. Jahrestages der ersten bemannten Mondlandung häufen sich allerorten Veranstaltungen rund um den Mond: Da gibt es z.B. eine Ringvorlesung an der RUB in Bochum, der Mond ist Thema bei Brötchen und Borussia an der TU Dortmund (oben der heutige Vortrag „Der Mond – Erzgrube oder Tor zur eigenen Entstehungsgeschichte?“ von Christian Wöhler) und dem DLR-Astroseminar in Köln, es gibt einen „Mondsommer“ im Planetarium Münster, und im Planetarium Bochum beginnt heute der „Summer of Moon“ mit zahlreichen Events. Eine Auswahl:

Die Vorträge an der RUB finden übrigens, den Titeln zum Trotz, überwiegend in deutscher Sprache statt. Außerdem interessant: mehrere Apollo-bezogene Sonderausstellungen bereits in Münster (bis 23. Juni, ab 30. Juni in Bergkamen) und Lennestadt und ab dem 5. Juli in Paderborn. [Daniel Fischer. NACHTRÄGE: die obige Tabelle wird fortwährend ergänzt – Vorschläge willkommen!]

Bonn feiert das Schwarze Loch in M 87

Zwanzig Tage nach der Veröffentlichung des ersten Bildes eines Schwarzen Lochs vom Event Horizon Telescope wurde heute am maßgeblich an diesem internationalen Projekt beteiligten MPI für Radioastronomie in Bonn dieser epochale Durchbruch der Radioastronomie ausgiebig gewürdigt und mit einem Empfang gefeiert. Erst umriss Silke Britzen das Projekt eine halbe Stunde für die nicht-astronomischen Mitarbeiter des Instituts, dann ging es fast zwei Stunden lang in einer regelrechten Mini-Konferenz ans Eingemachte.

Mehrere Mitarbeiter berichteten detailliert und unterhaltsam, wie sie die Hälfte der am Event Horizon Telescope beteiligten Radioteleskope mit neuer Hardware fit gemacht (hier ein Doktorand als Packesel bei APEX in Chile … und der Lohn der Mühe, Kisten voller Festplatten) und dann in den kritischen zwei Wochen im April 2017 die koordinierten Messungen durchgeführt hatten (am LMT in Mexiko wegen der harten Bedingungen im Zwei-Schicht-Betrieb). Und mit dem ALMA Phasing Project auch dafür sorgten, dass das Riesen-Interferometer quasi als ein Einzelteleskop mitmachen konnte.

Die Berge von Festplatten landeten schließlich bei zwei Korrelatoren, in Massachussets und in Bonn – hier nur Meter vom Hörsaal entfernt. Das musste man doch mal nachschauen …

Ein kleiner Teil der Regale mit Festplatten aus aller Welt, natürlich nicht nur vom EHT, einige aktuelle benutzte Platten in einem Rack mit Laufwerken – und der eigentliche Computer, der aber optisch wenig her macht: Hier, im Aquarium hinter den Pulten, „entsteht“ quasi ein Radioteleskop von der Größe der Erde.

Und das Ergebnis: Eine der vier völlig unabhängig arbeitenden Auswerter-Gruppen feiert letzten Sommer ihre Version des Bildes, später auch in einem Lokal, wo der Wirt gleich eine Runde ausgab …

Der weitere Verlauf der Auswertung – vor allem die Teleskope in Chile und Europa waren wichtig, um ordentliche Bilder zu bekommen – und die Grundlagen dahinter, …

… und was bereits aus dem Bild gelernt wurde: Alle Variationen zwischen verschiedenen Versionen und Zeitpunkten gelten als insignifikant, aber allein in den paar Pixeln des kombinierten Bildes von M87* (über den Status der Auswertung der parallel gewonnenen Daten von Sgr A* wurde eisern geschwiegen) steckt eine Menge, …

… was sich in die moderne Physik bestens einfügt. Ganz am Schluss wurden noch Gratulationsschreiben des MPI-Präsidenten und der Bundes-Forschungsministerin verlesen – und dieser Blogger erwähnt, der in der Nacht vor der Veröffentlichung das zweite von zwei „Lecks“ entdeckte, über die jeder das Bild schon hätte sehen können, und dessen Alarm-Mail zu dessen schneller Stopfung führte. Zur Belohnung gab es ein tolles 3D-Modell von Lichtstrahl-Wegen an einem Schwarzen Loch:

[Daniel Fischer]

Astronomie über einem Osterfeuer

Bei fortschreitender Abenddämmerung über dem heutigen Osterfeuer in Witten-Herbede-Vormholz – jede Menge mehr und größere Bildern – tauchten nach und nach Teile des entschwindenden Winter-Sechsecks auf: zuerst der Sirius (hier oben rechts), …

… dann der Procyon hoch über ihm …

… und schließlich Beteigeuze (für Rigel reichte es nicht mehr), der mit den anderen beiden ein markantes Dreieck bildete. Und hoch drüber schließlich noch Castor und Pollux:

[Daniel Fischer]

Sonne, Grunge und Mond

Sonnenuntergang vor dem, Gig von Ausfahrt – Urban Jazz Grunge im und trübe Mondsichel wieder vor dem Planetarium Bochum. [Daniel Fischer]

Astronomietag 2019 am Planetarium Bochum

Mit Ad-Astra-Teleskopen und -Crew vor der Kuppel, inklusive Live-Sendung des WDR, ISS-Transit und InstaStory-Aufnahme – noch mehr Bilder ‚live‘ gepostet hier, hier, hier, hier und hier. [Daniel Fischer. NACHTRAG: InstaStories hier und hier – Instagram-Account erforderlich]