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Die “Sternstunde” drehte am AIfA

Für die März-Ausgabe des Astronomie-Magazins “Sternstunde” – außer auf YouTube auch dreimal täglich über Satellit verbreitet – wurde gerade am und im Argelander-Institut für Astronomie in Bonn gedreht …

… u.a. mit Georg Dittie über Teleskop-Ausrichtung und Michael Geffert über die Sammlung historischer Himmelsaufnahmen. Oben ein Trailer (mit einem Interview-Ausschnitt zur Ankunft Dawns bei Ceres): Die komplette Sendung gibt’s am 1. März unten. [Daniel Fischer]

Eine SoFi mit einem Taschenspiegel projizieren: So geht’s richtig!

Keine zertifizierte SoFi-Brille zur Hand – und eine (partielle) Sonnenfinsternis naht? Kein haushaltsüblicher Gegenstand stellt einen sicheren Filter für die direkte visuelle Beobachtung der Sonne dar: Da hilft nur Projektion! Dafür reicht schon eine Lochkamera – nur so einfach wie in vielen Grafiken dazu, etwa hier, hier oder hier, ist es leider nicht. Denn das Sonnenbild erscheint vom Loch aus natürlich unter demselben 1/2°-Winkel wie die Sonne am Himmel, und das Bild ist winzig klein (aus einem SoFi-Bericht von 1998; dito in dieser Papp-Konstruktion) – außer die Projektionsdistanz ist riesig. Dann aber ist die Helligkeit des Bildes gering und der Kontrast auf der Projektionsfläche schwach bis gar nicht mehr vorhanden.

Die offensichtliche Lösung: Projektion in einen dunklen Raum hinein! Und das geht am besten, wenn das Licht gleichzeitig aus der Antisolarrichtung umgelenkt wird, in eine besondere schattige Zone des Gebäudes. Ist der dazu verwendete Spiegel klein genug, stellt er gleich selbst die Lochblende dar, und keine weitere Bastelei ist erforderlich. Dieser hier ist zwar etwas zu groß, eignet sich aber gut um – in diesem Fall bei tief stehender Sonne, ähnlich der Situation am 20. März – das Prinzip zu demonstrieren: Im unteren Bild sieht man vorne den einfach auf dem Boden sitzenden und abgestützten Spiegel und viele Meter weit entfernt (wenn auch durch die perspektivische Stauchung näher erscheinend) ein kontrastreiches Bild der Sonne!

Besonders scharf ist es allerdings nicht: Hier ist Experimentieren angesagt, wobei es schon genügt, unterschiedlich große Löcher in Blätter Papier zu reißen. Ein zu großes Loch liefert – v.a. bei kurzen Projektionsdistanzen von nur 1 bis 2 Metern – ein völlig unscharfes Bild, im Extremfall sogar einfach den Schattenriss der Öffnung, ohne den gewünschten Lochkameraeffekt. (Obacht: Wer’s zum ersten Mal probiert, könnte das direkte Bild des Lochs irrtümlich für eins der Sonne halten – und wundert sich dann, wo denn der Mond bleibt! Manche “Instruktionen” zum Bau von Lochkameras, die dieser Blogger über die Jahren in Zeitungen vor SoFis gesehen hat, mit nur Dezimetern Projektionsdistanz und Zentimeter-großen Löchern, führen genau dazu.) Für die vielleicht 10 Meter weite Projektion bei diesem Test entlang eines dunklen Flurs erwies sich ein Zentimeter-Loch als ideal, wie die Nahaufnahme des Sonnenbildes an der Wand zeigt; bei Projektionen innerhalb eines Raumes über ~2 Meter hinweg lieferten Löcher von wenigen Millimetern Durchmesser die besten Bilder. Und eine weitere Erkenntnis: Der Umlenkwinkel liegt idealerweise bei etwa 90° – ist er zu groß und quasi streifend, nimmt die Bildhelligkeit erheblich ab (so ist die Physik halt).

Der Blick zurück auf den Versuchsaufbau aus der Nähe der Wand, auf die projiziert wird: Von dort aus ist das “Loch” de facto ein Punkt, wenn auch ein gleißend heller. Da aber keine optischen Vergrößerungselemente im Spiel sind, stellt ein versehentlicher Blick in diese Richtung kein Risiko dar. Einen entsprechenden Aufbau sah dieser Blogger 2011 auf einer SoFi-Tagung in Indien demonstriert, vor allem aber motivierte der hier und hier beschriebene Erfolg der Beobachtung des Venus-Durchgangs 2004 mit einer Spiegel-Lochkamera und langer Projektionsdistanz in ein Gebäude hinein zu den Experimenten hier. Selbst wissenschaftlich auswerten lassen sich solcherlei Experimente. Und es wurde – wiederum anhand einer Sonnenfinsternis – 2006 in Ägypten demonstriert (unten auf der Seite), dass mit einer genau abgestimmten Lochkamera und einem Staubsaugerrohr sogar ganz ordentliche Fotos möglich sind. [Daniel Fischer]

Lovejoys späte Zugabe – für Stativ-Fotografen!

20 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 1600, KB-Äquivent-Brennweite 105 mm (Ausschnitt)

25 Sekunden bei Blende 3.6 und ISO 1600, 144 mm (starker Ausschnitt)

40 Sekunden bei Belnde 3.2 und ISO 800, 50 mm (leichter Ausschnitt)

Seine Helligkeit ist mit rund 5.0 mag. zwar auf ein Drittel des Bestwertes aus dem Januar gefallen – aber die Deklination ist erheblich gestiegen: Auf 49° Nord zieht der Komet Lovejoy jetzt um 1/3 langsamer über den Himmel, denn die Winkelgeschwindigkeit geht mit dem Cosinus, und der beträgt nun statt knapp 1 im Januar nur noch 0.66. Damit kann aber auch um 1/3 länger belichtet werden, bei gleicher Länge der Strichspur, und wie man sieht, kann Lovejoy mit den Ergebnissen von vor einem Monat mehr mithalten als man bei dem Helligkeitsverlust erwarten würde. Das aktuelle mondfreie Fenster (unten) dauert noch eine Woche: Auch im Feldstecher ist der Komet als kleiner werdendes aber immer noch recht flächenhelles Scheibchen weiter attraktiv, der immer noch spektakuläre Schweif bleibt allerdings etwas für Astrofotografen. [Daniel Fischer]

Als Rosetta in Bad Honnef landete

Natürlich ist die Mission der europäischen Kometensonde noch im vollem Gange und das Schicksal seines kleinen Landers ungewiss – aber was man im ersten halben Jahr bei und auf Churyumov-Gerasimenko gelernt hat, konnte man Anfang Februar im Physikzentrum Bad Honnef (oben) in großer Detailfülle und vor allem aus erster Hand erfahren. Und “man”, das waren nicht nur Fachkollegen, die in den letzten Monaten auf Planetenforscher-Tagungen in fernen Ländern ähnliche Vorträge genießen konnten: Die Bad Honnefer Winterseminare, deren 20. dies schon war, sind offen für Spezialisten wie Laien gleichermaßen, eine außergewöhnliche Veranstaltungsreihe, die Kurt Roessler (2. Bild) 1995 ins Leben gerufen hat. Mal geht es um konkrete astronomische Phänomene, mal um tiefe philosophische Fragen – und das immer mehrere Tage lang ohne Hetze in der inspirierenden Atmosphäre des historischen Gemäuers der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

Das 20. BHWS war mit rund 150 Teilnehmern das größte aller Zeiten und auch das aktuellste: Viele der präsentierten Bilder und Ergebnisse waren noch gar nicht formell publiziert und wurden gewissermaßen ‘eyes only’ präsentiert, auch wenn im Publikum fleißig die Kameras klickten. Die zusammenfassenden Folien und viele Impressionen von dem überaus spannenden Seminar wurden schon hier, hier, hier, hier und hier live gebloggt, und es gibt eine Gesamtschau der neueren Erkenntnisse über den Kometen, basierend auf dem Seminar und den kurz vorher erschienenen ersten wissenschaftlichen Papers – über die viele der Vorträge in Bad Honnef aber bereits hinaus gingen! Wo übrigens jeder (!) Tag mit ausgiebiger Weinverkostung ausklang, befindet man sich doch in einem historischen (wenn auch heute wenig bekannten) Weinanbaugebiet, und Roessler selbst ist (Hobby-)Winzer. Das nächste BHWS ist bereits terminiert: für den 14. bis 16. Januar 2016 (Donnerstag bis Samstag) zu dem wahrscheinlichen Thema „Leben in extremen Umgebungen“. Bei Interesse stellt dieser Blogger gerne Kontakt zu Roessler her. [Daniel Fischer]

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung

Die letzte öffentliche Beobachtung am Rande der Outer-Space-Ausstellung widmete sich heute – mangels des sonst ‘benutzten’ Mondes – überwiegend dem Jupiter, denn im Lichterglanz des Bonner Museumsplatzes konnte der Orion-Nebel dann doch nicht recht überzeugen. Besser wird das hoffentlich schon bald in Pulheim bei Köln, wo im Rahmen des abermals Weltraum und Kunst verbindenden Dialogs der Sterne im Walzwerk Atelier 50 eine ganze Reihe öffentliche Beobachtungen geplant sind, jene mit Teleskopen immer direkt nach den Vorträgen um 20:00 MEZ am 1., 7., 8. und 13. März. [Daniel Fischer]

Die Rückkehr der “Bundesbiene” nach Bonn

Am Ende steckte sie auf der A 59 beim Europäischen Astronautenzentrum in Porz im Stau und erreichte ihren Bestimmungsort mit einer halben Stunde Verspätung, doch heute ist die berühmte Bundesbiene tatsächlich in die Bonner Bundeskunsthalle (und die aktuelle Ausstellung “Outer Space”) zurück gekehrt, auf deren Dach sie einst lebte und wo sie – das wird man nicht müde zu betonen – eines natürlichen Todes gestorben war. Die Reise war dann per Soyuz zur ISS und nach einem halben Jahr wieder zurück zur Erde gegangen – wo man sie dann versehentlich nach Houston expedierte, so dass sie Alexander Gerst bei seiner Party leider noch nicht mitbringen konnte. Das holte nun sein Astronauten-Vorgänger Reinhold Ewald nach, der sie – assistiert von der Ausstellungs-Kuratorin, dem Kunsthallen-Intendanten und zwei weiteren (TV-bekannten) Teilnehmern einer späteren Podiumsdiskussion – im ersten Saal des “Outer Space” zur letzten Ruhe bettete. Der übrigens gestern ihren 100’000. Besucher begrüßen konnte und noch bis zum 22. Februar zu sehen ist. Dann ist allerdings abrupt Schluss: keine Finissage (denn an Sonntagen herrscht ohnehin schon ein Riesenandrang), und die 90 Leihgeber wollen ihre Objekte rasch zurück – den lange als erster Blickfang dienenden Rubens hat dieses Schicksal sogar schon erreilt. Die Bundesbiene wird am Schluss in die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz weiter fliegen, die ein wichtiger Leihgeber war. [Daniel Fischer. NACHTRÄGE: der historische Moment größer und Artikel hier, hier und hier]

Wenn hinter dem Polarkreis der Himmel brennt

So hat er sich Augen und Kameras*) präsentiert, der Himmel über Hamn i Senja auf einer abgelegenen nordnorwegischen Insel auf 69.4° Nord, wo sich dieser Blogger vergangene Woche mit der späteren zweier überlappender deutscher Expeditionen vom 20. Januar bis 25. Januar aufhielt: Während man sich tagsüber mit einer Wal-Safari nach der anderen oder einer Inselrundfahrt vergnügte, strahlten in den fast immer klaren Nächten mehr oder weniger intensive Polarlichter, hier eingefangen von vielen der Teilnehmer der späteren Reise, mit einem Bonus-Video einer Teilnehmerin der ersten mit einer Sony Alpha 7s aufgenommen. In unserer ersten Nacht vom 20. zum 21. Januar passierte mal so gut wie nichts, auch das kann es geben – aber dann:


Flach-Wilken, Pentax K3: 20 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 1600

Selbach, Canon Powershot G16: 13 Sekunden bei Blende 1.8 und ISO 800

Flach-Wilken, Pentax K3: 15 Sekunden bei Blende 2.5 und ISO 1600

Selbach, Canon Powershot G16: 5 Sekunden bei Blende 1.8 und ISO 1250

Metz, Nikon D5100: 2.5 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 3200

Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 25 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800

Flach-Wilken, Pentax K3: 20 Sekunden bei Blende 4.0 und ISO 1600

Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 20 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800

Flach-Wilken, Pentax K3: 20 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 1600

Selbach, Canon Powershot G16: 5 Sekunden bei Blende 1.8 und ISO 1000

Flach-Wilken, Pentax K3: 15 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 1600

Selbach, Canon Powershot G16: 5 Sekunden bei Blende 1.8 und ISO 1000

Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 40 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800

Buehlmann, Panasonic Lumix DMC-FZ100: 60 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 100

Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 15 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600



Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 60 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 400

Kamber, Canon Powershot SX280: 1 Sekunde bei Blende 3.5 und ISO 3200

Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 6 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600

Metz, Nikon 5100D: 2.5 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 3200

Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 13 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600

Strunk, Canon EOS 500D: 8 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 800

Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 40 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800

In der Nacht vom 21. zum 22. Januar bot der Himmel Senjas eine über acht Stunden lange Show vom Allerfeinsten in mehreren Phasen, von denen sich die erste – die noch in der Dämmerung begann – durch eine (fotografisch) ungeheure Farbigkeit auszeichnete, während die Formenvielfalt enorm war. “unser” Spektakel – verursacht durch schnellen Sonnenwind – wurde natürlich auch an vielen anderen Orten Skandinaviens verfolgt, wie Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier zeigen; auch weiter südlich in Norwegen, auf einem britischen Beobachtungsflug, im Norden des UK (mehr) und im Süden Australiens (mehr) bekam man etwas mit.


Flach-Wilken, Pentax K3: 15 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 1600

Strunk, Canon EOS 500D: 20 Sekunden bei Blende 3.5 und ISO 800

Fischer, Panasonic Lumix DMC-FZ48: 15 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800

In der Nacht vom 22. zum 23. Januar war das Polarlicht lange von der ruhigen Sorte, mit einem breiten sich langsam verändernden Band quer über den Himmel und anderen ‘normalen’ Vorführungen – bis es kurz vor halb 3 zu einem außergewöhnlichen Aktivitäts-Ausbruch kam. Aus dieser Nacht ebenfalls Parallel-Beobachtungen von weiter südlich (mehr).


Flach-Wilken, Pentax K3: 6 Sekunden bei Blende 2.5 und ISO 1600

Selbach, Canon Powershot G16: 8 Sekunden bei Blende 1.8 und ISO 800

Flach-Wilken, Pentax K3: 5 Sekunden bei Blende 2.2 und ISO 1600

In der Nacht vom 23. zum 24. Januar schließlich begann das Polarlicht sehr mau, aber auch diesmal war wieder mindestens eine stärkere Phase dabei (auch wieder parallel beobachtet vom Schiff) – konkrete Vorhersagen bleiben halt schwer … Als Rausschmeisser noch ein sehenswerter 2-Minuten-Trailer für einen Beitrag über die Wale von Senja in einer NDR-Sendung gestern Abend: auch darin schöne – zeitgeraffte – Polarlichter und jene nordische Szenerie, in der die obigen Beobachtungen gemacht wurden. [Daniel Fischer und die vielen erfolgreichen Fotografen. NACHTRAG: Die Sendung gibt’s jetzt in der NDR-Mediathek, mit dem Senja-Beutrag von 7:15 bis 15:25 und Polarlicht ab 14:00]

*) Regel Nr. 1 für Polarlicht-Bildberichte: Auf Fotos – selbst einfacher Kameras – sieht die Aurora wesentlich bunter aus als für das bloße Auge, das umgekehrt bestens die oft rasanten dynamischen Veränderungen wahrnimmt, die in Fotos (man beachte die Belichtungszeiten) oft filigranes Detail verschmieren. Und auch den “Ganz-Himmels”-Aspekt vieler Displays – namentlich des heftigen Ausbruchs am Morgen des 23. – bleiben Fotos schuldig.

Nach 18 Stunden: schon wieder Lovejoy …

30 Sekunden bei Blende 3.0 und ISO 800 mit 35 mm KB-Äquivalent-Brennweite

40 Sekunden bei Blende 3.7 und ISO 1600 mit 146 mm KB-Äquivalent-Brennweite

Nur 18 Stunden nach der letzten Beobachtung schon wieder ein klarer – wenn auch keineswegs optimal transparenter – Blick auf den Kometen, der direkt nach Dämmerungsende bereits knapp 50° hoch steht. Wieder deutliche Sicht mit dem bloßen Auge und im Feldstecher mit schwachem Schweif- den eindeutig zu fotografieren mit stehender Kamera aber wieder nicht gelang (weitere Bilder), während vergangenen Nacht andere erfolgreich waren, stackend aber auch lange belichtend. Auch zur 53°-Kulmination nochmal Aufnahmen:

25 Sekunden bei Blende 3.3 und ISO 800 mit 68 mm KB-Äquivalent-Brennweite

[Daniel Fischer]

Prächtiger Lovejoy … nach Mitternacht

10 Sekunden bei Blende 3.9 und ISO 1600 bei KB-Äqv.-Brennw. 205 mm (crop)

15 Sekunden bei Blende 3.3 und ISO 1600 bei KB-Äqv.-Brennw. 68 mm (crop)

25 Sekunden bei Blende 3.8 und ISO 1600 bei KB-Äqv.-Brennw. 170 mm (crop)

Ein angekündigtes Aufklaren ließ arg auf sich warten – aber heute Morgen zwischen 0:40 und 1:10 MEZ war Lovejoy nahe der Maximalhelligkeit doch tatsächlich bei sehr transparentem Himmel von Königswinter-Heisterbacherrott aus zu beobachten. Zwar nur noch 28° bis 23° hoch, statt der 51°, die es vier Stunden zuvor gewesen waren, aber der Komet war ein prächtiger Anblick im Feldstecher – der bei waagerechtem Schwenken tatsächlich den langen aber lichtschwachen Plasmaschweif erahnen ließ. Und mit dem bloßen Auge war Lovejoy doch tatsächlich mit indirekter Sicht zu erkennen, obwohl die Grenzgröße in dem Gebiet nahe 5.0 mag. lag. Nach Beobachtungen neben dem Mond und bei Vollmond bei sehr klarem Himmel und ohne Mond bei schlechter Sicht nun also die erste klare und mondfreie Beobachtung, dafür aber schon fast im Untergang … aber das beste Sichtfenster dauert ja noch rund zehn Tage. [Daniel Fischer]

30 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 800 bei KB-Äqv.-Brennw. 25 mm (crop)

Mit 4 mag.: Komet Lovejoy trotzt dem Mondschein!

10 Sekunden bei ISO 800 und Blende 4.1

Obwohl der fast volle Mond (95% beleuchtet) 33° senkrecht über dem heute gegen 23:00 MEZ 24° hoch kulminierenden Kometen stand, setzte sich dieser – bei endlich einmal klarem Himmel – verblüffend gut gegen den hellen Himmel durch: als gar nicht so kleines diffuses Scheibchen im Feldstecher und auch für eine stehende Superzoom-Kamera. Damit die Koma etwas integrieren konnte, wurden für die hier gezeigten Aufnahmen leichte Strichspuren in Kauf genommen; auf kürzer belichteten war der Komet weniger attraktiv, dito bei geringerer ISO-Zahl. Mit einer Deklination von -15° steht Lovejoy derzeit recht äquatornah und zieht entsprechend schnell über den Himmel; leider wird dies auch in seinem besten Sichtfenster 8.-20. Januar mit 0° bis +25° nicht anders sein. Aber dafür steht er noch 15 bis 40 Grad höher als jetzt, an einem mondlosen Himmel und vielleicht noch ein paar Zehntel Größenklassen heller. [Daniel Fischer]

6 Sekunden bei ISO 800 und Blende 4.1

5 Sekunden bei ISO 800 und Blende 3.9

8 Sekunden bei ISO 800 und Blende 3.6

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