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Uni Bonn feiert das alte Heliometer

Im Zusammenhang mit seinem Umzug von Endenich ins Bonner Universitätsmuseum war das große Heliometer der Alten Sternwarte schon öfters Gegenstand dieses Blogs – jetzt hat ist es das „Aktuelle Objekt aus Museen und Sammlungen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität“ und auch mit obigem Video gefeiert worden. [Daniel Fischer]

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01. August: Öffentliche Beobachtung in Bonn-Endenich

Ein Blick auf den Flyer zum großen Astronomie-Veranstaltungsprogramm 2014 zeigt, dass in genau einer Woche die nächste öffentliche Beobachtung stattfindet. Am 01. August ab 22:00 Uhr laden wie schon einige Male dieses Jahr Bonner Hobbyastronomen erneut zum Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) in Bonn-Endenich ein. Durch die aufgebauten Teleskope können der Sichelmond mit seinen unzähligen Kratern sowie die Planeten Mars und Saturn (das Foto oben zeigt, wie am selben Ort vor gut einem Jahr eine außergewöhnliche globale Saturnbeobachtung stattfand) beobachtet werden. Weitere Ziele in den Sternbildern an einem sommerlichen Abendhimmel werden Doppelsterne, Kugelsternhaufen oder Planetarische Nebel sein. Hinweis: Da für die Veranstaltung kein Ausweichprogramm geplant ist, findet die öffentliche Beobachtung nur bei geeigneten Wetteraussichten statt. [Nico Schmidt]

15. Juni: Ein astronomischer Nachmittag für Kinder

Das Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) in Bonn-Endenich lädt am kommenden Sonntag, 15. Juni, wieder Familien mit Kindern zu einem astronomischen Nachmittag ein. Es wird einen kindgerechten Vortrag geben, das große Teleskop auf dem Institutsdach wird besichtigt und es gibt eine Bastelecke, wo man u.a. eigene Sternbilder erfinden kann. Und natürlich können auch die kleinen Besucher den Astronomen Schwarze Löcher in den Bauch fragen. Außerdem werden bei sonnigem Wetter sicher draußen auch Teleskope für die Beobachtung der Sonne aufgebaut.

Der Nachmittag für die kleinen AstroZwerge, der zum großen Veranstaltungsprogramm „Astronomie für jedermann“ gehört, findet zwischen 14:00 und 17:00 Uhr statt. Bei Interesse einfach unter astronomie2014@astro.uni-bonn.de anmelden. [Nico Schmidt]

31. Mai: Öffentliche Beobachtung in Bonn-Endenich

Wenn der Himmel am Samstagabend es zulässt, laden Bonner Hobbyastronomen ab 22:00 Uhr erneut zu einer öffentlichen Beobachtung ein; ab etwa 21:30 Uhr werden wir in der Dämmerung die Teleskope aufbauen. Zurzeit sehen die Wetterprognosen für übermorgen nicht ganz so schlecht aus, so dass die Aktion hoffentlich nicht wie unsere letzten angekündigten Himmelsbeobachtungen ausfallen muss. Beobachtet wird diesmal am Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) in Bonn-Endenich, wo schon so manche öffentliche Beobachtung stattgefunden hat; wie etwa – wie im obigen Foto zu sehen – unser gelungener Beobachtungsabend zum weltweiten Saturn-Winken letzten Juli. Bei der Beobachtung von Jupiter, Mars (später vielleicht noch Saturn), der sehr schmalen Mondsichel und anderen interessanten Himmelsobjekten freuen wir uns auf zahlreiche Besucher und nette Gespräche. [Nico Schmidt]

23. Mai: Sonnenbeobachtung zur Bonner Wissenschaftsnacht

Am 22. und 23. Mai wird die 9. Bonner Wissenschaftsnacht (Facebook-Seite) mit dem Motto „Digitale Gesellschaft“ diesmal zur Wissenschaftsn@acht – in Anlehnung an das Wissenschaftsjahr 2014. An verschiedenen Orten, beispielsweise im großen Wissenschaftszelt (am Freitag bis Mitternacht geöffnet) auf dem Münsterplatz sowie im Universitäts-Hauptgebäude, präsentieren sich viele unterschiedliche wissenschaftliche Bereiche; das Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) stellt sich in der Garderobenhalle im Hauptgebäude vor, entgegen der Ankündigung ist das geplante mobile Kleinplanetarium allerdings nicht dabei. Astronomisch soll es außerdem auch auf der Wiese der Poppelsdorfer Allee zugehen. Auf Höhe der Hausnummer 47 wollen sich am Freitag zwischen 14 und 18 Uhr ein paar Bonner Hobbyastronomen mit ihren Teleskopen für eine öffentliche Sonnenbeobachtung treffen. Kommen Sie einfach vorbei, löchern Sie uns mit Fragen und werfen dabei noch einen Blick auf die aktive Oberfläche unseres Heimatsterns. Aktuell sehen die Wetteraussichten zwar nicht so freundlich aus, aber es sind ja noch ein paar Tage bis Freitag. Auf jeden Fall findet die Aktion natürlich nur bei lohnenswertem Himmel statt, wie etwa bei unserer Sonnenbeobachtung an einem frühlingshaften Freitag im März. [Nico Schmidt]

05.04.: Drei Veranstaltungen in der Region zum Astronomietag 2014

Ob morgen Abend der Blick durch ein Fernrohr wieder Kinderaugen strahlen lässt, lässt sich wegen der angekündigten wechselnden Bewölkung leider nicht sagen. Stattfinden werden die regionalen Veranstaltungen zum diesjährigen bundesweiten 12. Astronomietag aber auf jeden Fall und diesmal sind engagierte Bonner Sternfreunde sogar an gleich drei Orten unterwegs. Zum einen treffen sich Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) auf einer Wiese nahe des Freibads in Sankt Augustin und parallel findet zur gleichen Zeit eine Veranstaltung am Argelander-Institut (AIfA) in Bonn-Endenich statt. Ab 18:00 Uhr gibt es hier die Möglichkeit zur Sonnenbeobachtung und im Anschluss an einen Vortrag wird dann hoffentlich noch der zunehmende Mond sowie der Riesenplanet Jupiter ins Visier genommen. Dieser Programmpunkt ist zugleich der Startschuss für die große und abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe „Der Himmel über Bonn – Astronomie für jedermann“, die gemeinsam vom astronomischen Institut und der Volkssternwarte Bonn bis Ende Dezember durchgeführt wird. Die dritte Aktion in der Region zum Astronomietag 2014 findet am Observatorium Hoher List (übrigens finden ab sofort bis Ende Oktober regelmäßig wieder die Mittwochsführungen statt) bei Schalkenmehren in der Vulkaneifel statt. Hier gibt es Vorträge für Kinder und Erwachsene sowie die Möglichkeit den Planeten Jupiter durch ein 1-Meter-Teleskop zu beobachten.

Da bleibt mir nur noch zu sagen: clear skies für den Astronomietag 2014! [Nico Schmidt]

Die Wissenschaftsrallye 2014 bei der Volkssternwarte Bonn

Die Uni Bonn lud am vergangenen Samstag bereits zur 7. Wissenschaftsrallye durch zahlreiche Institute in Poppelsdorf ein. Und da das Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) nicht so zentral liegt, richtete sich Astronom Michael Geffert seine Station 1 wie schon im Vorjahr im Gebäude der Volkssternwarte Bonn (VSB) ein. Hier war für etwa 100 Schüler und junge Entdecker unser Mond das große Thema. So konnte man beispielsweise etwas über Mond- und Sonnenfinsternisse, Himmelsmechanik und die Hinterlassenschaften der Apollo-Astronauten lernen. Und obwohl in den ersten 1 ½ bis 2 Stunden der kleine Vortragsraum schon übervoll war, passte doch noch ein dreiköpfiges Fernsehteam des WDR rein. Es begleitete die Entdecker Julius, Paul und Anton auf ihrem Weg durch die Wissenschaftsrallye. Weitere Eindrücke gibt’s hier von Volkssternwarten-Mitglied Wilfried Bongartz.

Übrigens finden für Schüler der Oberstufe bereits in einer Woche die Bonner Hochschultage statt, wobei am Freitag, 21. Februar, auch das Argelander-Institut in Bonn-Endenich wieder zu einer Informationsverstaltung mit Einblicken ins Studium einlädt. [Nico Schmidt]

Astrotermine für Bonn und Himmelsvorschau 2014

2014 ist zwar schon anderthalb Wochen alt, aber 50 ½ Wochen kommen ja noch und deshalb soll hier noch ein astronomischer Überblick über dieses Jahr gegeben werden. Natürlich pflege ich weiter regelmäßig meine Liste „Astrotermine für Bonn“ (2014), in der ich auf öffentliche Veranstaltungen mit astronomischem Bezug in der Umgebung hinweise: Aktuelles aus der Forschung gibt es wieder beim DLR-Astroseminar, es wird erneut vier Ausgaben der beliebten Reihe „Pauls Portables Planetarium“ geben, die eigentlich schon für 2013 angekündigte große Mars-Wanderausstellung kommt endlich in unsere Nähe und in der Volkssternwarte Bonn (VSB) werden die eingeführten montäglichen Vortragstermine weiter regelmäßig stattfinden. Die Volkssternwarte auf dem Gelände von Argelanders alter Sternwarte ist weiterhin jeden Montagabend geöffnet und bei klarem Himmel wird auch beobachtet, und zusätzlich wird es jeweils am letzten Montag im Monat einen spannenden Vortrag geben. All das findet sich bereits unter „Astrotermine für Bonn“.

Der deutschlandweite Astonomietag findet 2014 am 05. April statt. Dazu wird es nicht nur eine öffentliche Beobachtung von Bonner Sternfreunden in Sankt Augustin geben, Veranstaltungen an anderen Orten in der Umgebung werden noch geplant. Ein neuer Flyer mit weiteren Terminen (u.a. zum jährlichen Tag der offenen Tür bzw. zum Sommer-Planetenseminar der Volkssternwarte Bonn) soll noch vor dem Astronomietag veröffentlicht werden.

Auch die Himmelsvorschau 2014 bietet wieder allerhand Sehenswertes am Sternenhimmel. Wie gewohnt hat dazu VSB- und KBA-Sternfreund Paul Hombach seinen nur eine Seite umfassenden Astro-Almanach mit vielen interessanten Himmelsereignissen zusammengestellt, und Daniel Fischer informiert sehr ausführlich ebenfalls über Bedeutendes am Himmel im Jahr 2014. Eine weitere astronomische Übersicht zu Ereignissen im Sonnensystem findet sich hier. [Nico Schmidt]

Das 150. Mal: Herzlichen Glückwunsch an den „Bonner Sternenhimmel“

Es war am 07. Januar 2000 bzw. gestern vor 14 Jahren, als in Bonn-Endenich die allererste Veranstaltung des „Bonner Sternenhimmels“, eine gemeinsame Kooperation der Volkssternwarte Bonn (VSB) und des Argelander-Instituts (AIfA), stattfand. Und wie Peter Oden, Vorstandsmitglied des Vereins, berichtet, konnten in dieser Zeit fast 5.000 Besucher zu astronomischen Vorträgen mit – wenn’s der Himmel mal zulässt – anschließender Beobachtung begrüßt werden. Zudem feierte die beliebte Veranstaltungsreihe kürzlich am 20. Dezember ihr 150. Jubiläum. Dem „Bonner Sternenhimmel“ gratulierte überraschenderweise sogar der Bonner Sternenhimmel höchstpersönlich – mit einem wolkenlosen Abend.

Wie der Titel „Die kosmische Zahl 150“ schon verrät, ging es diesmal zum Jubiläumsvortrag nicht um handfeste Forschung, sondern eher um eine unterhaltsame Spurensuche nach der Zahl 150. Sie reichte von der Astronomischen Einheit (AE = 150 Millionen Kilometer) über 150 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien bis zum berühmtesten Astronomen Bonns. Denn vor genau 150 Jahren veröffentlichte Argelander seine bekannte „Bonner Durchmusterung“ (Bild 3); auch die ebenfalls 1863 stattgefundene Gründung der Astronomischen Gesellschaft (AG), an die Argelander nicht unerheblichen Anteil hatte, fand Erwähnung. Und da die Veranstaltung zur „Kometenzeit in Bonn“ gehörte, durften natürlich die Kometen nicht fehlen (Bild 4), wobei auf dem Flur eine Ausstellung mit vielen schönen Bildern von Schweifsternen gezeigt wurde. Anschließend ging es in zwei Gruppen hoch zum 50cm-Teleskop auf dem Institutsdach. Nach dem ersten Objekt gab es dann leider schwere Probleme mit der Kuppel- und Teleskoptechnik, während durch den Spalt die Sterne funkelten. Die Wartezeit wurde mit Humor genommen oder man kam ins Gespräch und astronomische Fragen wurden gestellt, bis das Teleskop endlich Jupiter ansteuerte.

Danach gab ich noch vor der Eingangstür des Instituts einem Vater mit seinem Sohn einen kleinen Einführungskurs in Sachen Teleskopbedienung. In ihrem 130mm-Spiegelteleskop zeigte ich ihnen den Mond mit unzähligen Kratern, den Orionnebel, das Siebengestirn und natürlich Jupiter mit zwei Wolkenbändern und seinen Monden. Dieser klare und scharfe Anblick des Riesenplaneten überraschte mich, denn am großen 0,5-Meter-Teleskop auf dem Dach waren auf Jupiter selbst keinerlei Einzelheiten erkennbar, nicht einmal seine Abplattung. Vater und Sohn zeigten sich sehr begeistert und waren überrascht, was ihr Fernrohr trotz des störenden Umgebungslichts alles zeigen kann, wovon sich auch andere Leute überzeugten.

Und noch ein Programmhinweis: Am kommenden Freitag, 10. Dezember, findet die Abschlussveranstaltung zur „Kometenzeit in Bonn“ statt. Sie findet im Rahmen des 151. „Bonner Sternenhimmels“ statt und beginnt um 19 Uhr.

Allgemeine Termininformationen zur erfolgreichen Reihe „Bonner Sternenhimmel“ finden sich wie gewohnt hier und hier. [Nico Schmidt]

Astronomie zum Anfassen für fast 600 Kinder

Heute vor einer Woche öffnete am Tag der deutschen Einheit das Argelander-Institut in Bonn-Endenich seine Türen vor allem für kleine Entdecker und Sternfreunde. Der Maustag, zu dem fast 600 Kinder kamen, fand aber nicht nur in den Institutsräumen statt. Draußen bei viel Sonnenschein wurde spielerisch das Sonnensystem nähergebracht, wobei ein kleiner aber maßstabsgerechter Planetenpfad abgelaufen und anschließend die unterschiedlichen Umlaufzeiten der inneren Planeten (darum standen Saturn und Co. am Rand) aktiv verdeutlicht wurden. Über den Sonnenschein freute sich auch Jörg Stegert, der als einziges Mitglied von der Volkssternwarte Bonn an der Veranstaltung mitmachte und ab 10 Uhr die Stellung an zwei Sonnenteleskopen hielt. Sehr viele Kinder und ihre Eltern, sogar die kleine Mondastronautin Amelie Armstrong, konnten so einen kurzen Blick auf unseren Stern im Weißlicht mit einigen kleinen Sonnenflecken werfen oder sahen eine Eruption auf der roten Sonne im H-alpha-Licht. Und nebenbei wurden allerhand Fragen zu Sonne, Mond und Sternen, von Schwarzen Löchern, außerirdischem Leben bis zum Fernrohrkauf beantwortet. Das Wetterglück hielt erstaunlich lange und erst gegen 17 Uhr, eine Stunde vor dem Ende des Maustags, wurden die Teleskope wegen aufkommender dichterer Bewölkung abgebaut.

Schlange stehen hieß es nicht nur vor dem großen Teleskop auf dem Institutsdach, schon am Eingang musste man Wartezeiten in Kauf nehmen. Drinnen konnten die Kinder dann an mehreren nach griechischen Musen benannte Stationen auf Entdeckungsreise gehen. Besonders im mit Planeten dekorierten großen Hörsaal waren Kometen das Hauptthema. Neben vielen historischen Kometendarstellungen hingen hier auch von Kindern gezeichnete Kometenbilder und es konnten sogar Schweifsterne gebastelt werden, außerdem wurde in Vorträgen auf die schon am 03. November startende “Kometenzeit in Bonn” hingewiesen. An anderen Stationen erfuhr man beispielsweise etwas zum All-Tag der Astronauten auf der Raumstation ISS, bei „Klio“, der Muse der Geschichte, konnte man „Märchen des Himmels“ zuhören und bei der Muse der Tragödie ging es natürlich um den Ex-Planeten Pluto. Die Station der Muse der Musik war ideal mit Astronom und Posaunist Michael Geffert, der längst durch seine vielen Vorträge bekannt ist, besetzt. Hier konnte man ultraschnellen Radiopulsen von Pulsaren lauschen oder am Keyboard eine Sternkarte – mit Notenschlüssel – der „Bonner Durchmusterung“ hörbar machen. Klopfzeichen und ein Fadenkreuz am Bildschirm sollten die 7-jährige Arbeitsweise verdeutlichen, mit der dieser bekannte Bonner Sternkatalog unter Arelanders Leitung entstanden ist und 1863 – also vor genau 150 Jahren – herausgegeben wurde. Egal ob spacige Weltraumbuttons ausmalen oder echte Radioastronomen mit Fragen löchern – Spaß werden die kleinen Entdecker auf jeden Fall gehabt haben. [Nico Schmidt]