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Und weil’s so schön war, gleich nochmal …

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Unter noch besseren Bedingungen als vergangene Nacht ließen sich in dieser Nacht einige der ATV-4– und ISS-Überflüge von Königswinter aus verfolgen: Hier ersteres ca. 0 mag. hell um 0:07 MESZ zwischen Arktur und UMa, später die 3 mag. hellere ISS um 0:37 MESZ zwischen den beiden Bären und danach haarscharf an Deneb vorbei ziehend (und dem immer noch hellen Chi Cygni); hinter den Bildern liegen jeweils größere Versionen mit anderen Ausschnitten. Die Unterschiede in den Winkelgeschwindigkeiten sind enorm, fliegt das ATV doch in nur 253 x 266 km Höhe, die ISS aber in 407 x 422 km. [Daniel Fischer]

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Wettersatellit ließ es gerade über Deutschland blitzen

metopEUMETSAT

So sieht er im Orbit aus, der polar umlaufende europäische Wettersatellit MetOp-B – und seine große Sonnenzellen-Fläche [NACHTRAG: eine Antennenfläche; s.u.] hat es heute um 22:02 MESZ über weiten Teilen Deutschlands kurz am Himmel blitzen lassen, auch deutlich außerhalb des Streifen in der Karte in dieser Alarm-Mail eine Viertelstunde vorher, die dieser Blogger gerade noch rechtzeig sah. Mit Mühe war die Deichsel des Großen Wagens in Zenitnähe am noch dämmrigen Himmel zu finden, und wenige Sekunden später kam tatsächlich ein etwa eine Sekunde langer Flare, etwas heller als die hellsten Deichselsterne. Farbeffekte – wie sie durch optische Effekte bei der Reflexion des Sonnenlichts an den Solarzellen möglich gewesen wären – waren zumindest mit dem bloßen Auge keine wahrnehmbar. Weitere Beobachter sahen Ähnliches, wie mehr oder weniger dramatischen Berichten zu entnehmen ist – und dem Alarmrufer gelang sogar ein Foto: Im Darmstadt erreichte der Flare -6 mag. Von einem – spektakuläreren – Satelliten-Flare war hier bereits anlässlich der letzten Perseiden zu lesen gewesen. [Daniel Fischer. NACHTRÄGE: noch ein Foto des Flares und eine negative Meldung – und es war auch nicht das Solarpanel, sondern eine Antenne, die für den Flare sorgte, wie der Alarmist später korrigiert hat: Danach „kam der Flare […] durch eine Reflexion an einer der ASCAT-Antennen zustande (also nicht vom Solar Panel). Die mit dem Beobachtungsort variierende Färbung des Aufleuchtens hängt wohl (so ganz klar ist das noch nicht) mit der Folienbeschichtung der betreffenden Antenne zusammen.“]

Ein himmlisches Wochenende (11./12.08.2012)

Eigentlich hatte ich mir für das vergangene Wochenende lediglich vorgenommen, am späten Samstagabend nach den alljährlichen Perseiden Ausschau zu halten. Immerhin waren die Wetteraussichten vielversprechend. Dann entdeckte ich, dass am Samstag 2 günstige ISS-Überflüge und 2 helle Iridium-Flares stattfinden würden. Somit würde die Beobachtungssession etwas ausgedehnter werden. Doch wie sich dann zeigte, hielt das Wochenende noch einiges mehr an Himmelsereignissen bereit, übrigens nicht nur für mich. So wurde aus Norddeutschland eines der bislang jahreszeitlich spätesten NLC-Displays gemeldet. Zudem konnte in 2 Nächten (11./12. und 12./13.08.12) erneut grünes Airglow nachgewiesen werden. Und nicht zuletzt gelangen eindrucksvolle Aufnahmen von Perseiden-Meteoren.

Hinweis: alle Aufnahmen wurden mit einer Panasonic DMC-FZ18 angefertigt. Die Belichtungsdaten gehen aus der jeweiligen EXIF-Datei hervor.

Noch in der nautischen Dämmerung sollte am 11.08.12 gegen 22:10 MESZ ein Überflug der ISS erfolgen. Ich bin einige Minuten vorher zum Rheinufer hinuntergegangen, um die Station beim Abflug nach Osten über dem Rhein zu fotografieren. Dies hat auch gut geklappt, wie der nachstehenden Aufnahme zu entnehmen ist:

Überflug der ISS (11.08.2012, 22:12 MESZ)
Abb. 1: Überflug der ISS (11.08.2012, 22:12 MESZ)

Noch während die Kamera belichtete, wurde links außerhalb des Bildausschnitts in der Beueler Ortsmitte eine Feuerwerksbatterie abgefeuert, von der ich allerdings nur den Widerschein auf Hauswänden sehen konnte. Das irdische Feuerwerk war gerade zu Ende als genau über der gleichen Stelle die erste Perseide horizontnah nach unten fiel; sie war recht hell, etwa -2 mag. Das animierte dann zu dem Versuch, mit weitwinkeligen Langzeitbelichtungen vielleicht eine Schnuppe einzufangen. Es blieb allerdings beim Versuch. Immerhin konnte ich gegen 22:30 MESZ eine weitere recht helle Perseide horizontnah über Beuel visuell sichten. Kurz danach wurde irgendwo in Beuel noch ein weiterer Feuerwerkskörper abgefeuert, wie ich aus einem entsprechenden Knall schloss.
Ich bin dann erstmal ins Büro zurückgegangen und habe mich etwas mit historischen Sonnenfinsternissen in Australien beschäftigt. Gegen 23:40 bin ich dann in den stockdunklen Garten hinaus, um den zweiten ISS-Überflug zu beobachen, welcher gegen 23:45 anstand. Doch zunächst bemerkte ich tief über den Häusern der Südstadt und hinter den Bäumen eine ganz andere Art von Leuchtobjekten, welche ich zuletzt vor etwa 2 Jahren beobachtet hatte: Asiatische Himmelslaternen. Eine ziemlich große Flotte, höchstens 300 Meter entfernt. Seit dem Verbot im Jahr 2010 (oder war es schon 2009), macht sich die einstige Königin der UFOs ja recht rar. Inzwischen hatten sich meine Augen gut adaptiert, und ich konnte zumindest in Zenitnähe die Mikchstraße sehr gut sehen. Angesichts meines Standortes nur wenige hundert Meter südlich der lichdurchfluteten Bonner Innenstadt sprach das für ausgezeichnetes Seeing. Als nächstes stand um 23:55:23 MESZ ein Flare (-7mag) von Iridium 25 an, den ich im folgenden Foto festgehalten habe:

Iridium-Flare (11.08.2012, 23:55 MESZ, -7mag)
Abb. 2: Iridium-Flare (11.08.2012, 23:55 MESZ, -7mag)

Nur 8 Minuten später, um 00:03:09, flarte und enttäuschte Iridium 94. Bei Heavens Above mit -6mag prognostiziert schaffte er lediglich gute -1mag. Zwischen den Auftritten der Satelliten und der Himmelslaternen zählte ich 4 eher mittelhelle Perseiden.

Um 00:10 Uhr bin ich dann wieder rein, habe meine Sachen zusammengepackt und bin zum Auto gegangen. Das stand auf einem ziemlich dunklen Parkplatz und ein kurzer Rundum-Blick brachte die nächste Schnuppe. Ein weiteres ziemlich helles Exemplar konnte ich gleich an der ersten Ampel aus dem Auto heraus beobachten. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit und der Flugrichtung war das sicher keine Perseide, eher eine Kappa Cygnide.

Zu Hause angekommen, bin ich sofort auf die Terrasse heraus gegangen, hab nach oben geschaut und erst einmal Bauklötze gestaunt. Neben Atair standen 2 helle Sterne, etwa -1mag. Nach der ersten Verwirrung sah ich dann, dass sie sich bewegten, recht langsam und hintereinander auf genau der gleichen Bahn von Südwest nach Nordost, wobei sie allmählich verblassten. Der nächste Blick ging routinemäßig zur Uhr: 00:34 MESZ. Um diese Zeit sind nur sehr hoch fliegende Satelliten noch im Sonnenlicht. Dass die Objekte sich in sehr großer Höhe bewegten, ergab sich auch aus der geringen Winkelgeschwindigkeit. Spontan dachte ich an NOSS-Satelliten, da diese in Paaren (früher sogar in Tripletts) fliegen und bisweilen flaren können. Wie sich dann am Sonntag herausstellte, hatten andere Beobachter die Objekte sogar fotografiert und sich um Klärung bemüht. Es war tatsächlich ein NOSS-Paar gewesen. Ein Blick bei Heavens Above zeigte mir, dass dieser Überflug für Bonn mit einer Helligkeit von 3.5mag angekündigt war; es hatte sich also um recht beachtliche Flares gehandelt.
Obwohl ich noch eine gute halbe Stunde auf der Terrasse blieb, zeigte sich lediglich noch ein weiteres Meteor. Übrigens konnte man selbst hier mitten in der City die Milchstraße erkennen.

Bereits um kurz vor 5 Uhr klingelte der Wecker wieder, weil ich mir die Konstellation Venus – Mond- Jupiter anschauen wollte.
Praktischerweise ging das vom Schlafzimmer-Fenster aus. Die 3 boten in der tiefblauen Dämmerung einen prachtvollen Anblick. Weniger prachtvoll war das Fotografieren, denn das Streulicht einer Straßenlaterne, welche fast genau in Sichtrichtung stand, störte gewaltig. Ich musste also warten, bis die Dämmerung heller werden würde. Plötzlich fiel mir ein, dass kommende Woche eine Morgensichtbarkeit des Merkur beginnen sollte. Um diese Jahreszeit ist das für mich günstig, weil Merkur dann genau dort steht, wo ich dank einer gegenüberliegenden Seitenstraße bis ziemlich weit zum Horizont hinunter schauen kann. Ein Blick mit dem Fernglas – da war er schon, gerade über ein Hausdach getreten. Das nachstehende Foto habe ich etwas später aufgenommen.

Merkur in der Morgendämmerung (12.08.2012, 05:28 MESZ)
Abb. 3: Merkur in der Morgendämmerung (12.08.2012, 05:28 MESZ)

Alle Bemühungen, den noch relativ lichtschwachen (etwa +0.3mag) Planeten auch mit bloßem Auge zu erspähen, waren vergeblich. Inzwischen war es so hell geworden, dass die Lichtreflexe der Natriumdampflampe beim Fotografieren der anderen Planeten nicht mehr so stören sollten.

Mond, Jupiter und Aldebaran in der Morgendämmerung (12.08.2012, 05:31 MESZ)
Abb. 4: Mond, Jupiter und Aldebaran in der Morgendämmerung (12.08.2012, 05:31 MESZ)

Venus, Mond und Jupiter in der Morgendämmerung (12.08.2012, 05:43 MESZ)
Abb. 5: Venus, Mond und Jupiter in der Morgendämmerung (12.08.2012, 05:43 MESZ)

Ich hatte die ganze Zeit dünn bekleidet am offenen Fenster in der kühlen Morgenluft gestanden; entsprechend war ich jetzt recht munter und schaute noch etwas weiter. Inzwischen war die bürgerliche Dämmerung erreicht, welche mit einem ganz netten Purpurlicht aufwartete.

Purpurlicht (12.08.2012, 05:56 MESZ)
Abb. 6: Purpurlicht (12.08.2012, 05:56 MESZ)

Erstaunlichweise war Jupiter immer noch mühelos mit bloßem Auge zu sehen. Ich beschloss, weiter zu beobachten. Der Sonnenaufgang (den ich allerdings von meinem Fenster aus nicht sehen würde), war unter Berücksichtigung der Refraktion um 06:15 MESZ zu erwarten.

Mond und Jupiter (12.08.2012, 06:04 MESZ)
Abb. 7: Mond und Jupiter (12.08.2012, 06:04 MESZ)

Ein durch vorwärts gestreutes Sonnenlicht gleißend heller Kondensstreifen fesselte jetzt für einige Minuten meine Aufmerksamkeit:

Wolken und Kondensstreifen über dem Sonnenaufgangspunkt (12.08.2012, 06:22 MESZ)
Abb. 8: Wolken und Kondensstreifen über dem Sonnenaufgangspunkt (12.08.2012, 06:22 MESZ)

Als ich obiges Foto aufnahm, war der Sonnenaufgang mit Sicherheit erfolgt – und immer noch war Jupiter als blasser Punkt mit bloßem Auge sichtbar. Ich wartete noch ein paar Minuten – Jupiter blieb. Natürlich halfen sowohl der Mond als Wegweiser als auch die große Horizonthöhe des Planeten und der extrem klare Himmel. Aber dass Jupiter so einfach mit bloßem Auge am Taghimmel sichtbar ist, hätte ich nie für möglich gehalten.

Mond und Jupiter (12.08.2012, 06:27 MESZ)
Abb. 9: Mond und Jupiter (12.08.2012, 06:27 MESZ)

Nun forderte die Müdigkeit doch ihren Tribut. Als ich gegen 12 Uhr wieder wach wurde, ging es sofort auf die Terrasse. Ich wollte testen, ob Jupiter auch jetzt noch zu sehen sein würde. Doch dieses Unterfangen erwies sich als aussichtslos, weil sich der Himmel inzwischen mit Zirren überzogen hatte. Aber immerhin bot diese Bewölkungssituation Chancen auf Halos. Es dauerte aber noch ein paar Stunden, bis ich gegen 16:30 auf der Fähre von Königswinter nach Mehlem das Segment eines 22°-Halos sichtete. Da ich zu diesem Zeitpunkt die Kamera nicht dabei hatte, musste ich mich mit einem Handy-Foto begnügen, welches ich auf Twitpic hochlud. Als sich 2 Stunden später dann beide Nebensonnen zeigten, war ich wieder vollständig ausgerüstet.

Abb. 10: Linke und rechte Nebensonne (12.08.2012, 18:24 MESZ)
Abb. 10: Linke und rechte Nebensonne (12.08.2012, 18:24 MESZ)

Die Verursacher des Schauspiels waren selber auch recht fotogen:

Zirren über der Bonner Südstadt (12.08.2012, 18:27 MESZ)
Abb. 11: Zirren über der Bonner Südstadt (12.08.2012, 18:27 MESZ)

Eine halbe Stunde später erbrachte ein weitere Kontrollblick auch den bereits erwarteten Zirkumzenitalbogen.

Zirkumzenitalbogen (12.08.2012, 19:06 MESZ)
Abb. 12: Zirkumzenitalbogen (12.08.2012, 19:06 MESZ)

Angesichts der Bewölkungsstruktur war mit einem prächtigen Abendrot zu rechnen – und auch in dieser Hinsicht wurde ich nicht enttäuscht.

Abendrot über der Bonner Südstadt (12.08.2012, 21:06 MESZ)
Abb. 13: Abendrot über der Bonner Südstadt (12.08.2012, 21:06 MESZ)

Eine weitere Stunde verging, bis sich das Dreigestirn Saturn, Mars und Spika am Dämmerungshimmel über den Gründerzeithäusern zeigte. Aufgrund des „verzirrten“ Himmels war der Anblick mit bloßem Auge sehr bescheiden. Aber immerhin, ich habe mal wieder alle 5 Planeten an einem Tag gesehen.

Saturn, Mars und Spika (12.08.2012, 22:03 MESZ)
Abb. 14: (von oben) Saturn, Mars und Spika (12.08.2012, 22:03 MESZ)

Damit endete denn auch ein wahrhaft himmlisches Wochenende. [Stefan Krause]

10 Perseiden die Stunde, seltsame Fotos und ein mysteriöses Satelliten-Paar

Beobachtungen der Perseiden heute Morgen in der Stunde vor Mondaufgang – 0:00 bis 1:00 MESZ – auf einer Anhöhe bei Witten unter sehr klarem Himmel ergaben allerlei Erkenntnisse: Zum Beispiel kann man auch mitten im Ruhrgebiet problemlos die Sommermilchstraße sehen, wenn sie gerade durch den Zenit geht, bei einer Grenzgröße von etwa 5.1. In dieser Stunde ließen sich dabei für einen Beobachter rund 10 Perseiden blicken, z.T. schön hell und mit kurzer Nachtleuchtspur (Wake), zzgl. etwa 3 anderen Meteoren. Es ergibt sich grob eine Zenit-Stunden-Rate von etwa 60 [NACHTRAG: was zu den Zahlen der IMO gut passt]. Von den gesehenen helleren Perseiden flog natürlich keiner durch’s Bildfeld der Kamera, die mit 25 mm Äquivalent-Brennweite, 800 ISO und Blende 2.8 jeweils 60 Sekunden in den Zenit belichtete – aber auf zwei der Aufnahmen sind lange Spuren zu sehen:

Diese ist die deutlichere (Ausschnitt, kontrastverstärkt), mit der gewissen Anmutung eines Meteors, aber verdächtigerweise parallel zum rechten Bildrand: Kann das ein elektronisches Artefakt sein? Keine andere Aufnahme zeigt diesen Effekt, dafür aber

diese einen Strich quer durch einen Teil des Bildes: (auch) ein Meteor? Die Charakteristika der Perseiden – hohe Winkelgeschwindigkeit – könnten passen. Hier noch am Ende der Session der höher steigende Radiant, nebst Andromeda-Galaxie:

Die erstaunlichste Beobachtung gab es allerdings um 0:35 MESZ, als im Adler im SW ein sehr helles, enges Satelliten-Paar auftauchte – das sich bisher der Identifikation entzieht! Hier die Details in Englisch, da an diverse internationale Experten geschickt: „While visually observing the Perseids in the night 11/12 August 2012 from Witten, Germany, latitude 51.4°N, longitude 7.3°E, at 22:35 UTC I noticed a pair of very bright satellites climbing higher from the SW along the ’neck‘ of Aquila: they were of equal brightness, at first exceeding Altair’s, but fading simultaneously while leaving Aquila and moving towards Cygnus in the zenith where they were lost to the naked eye; the limiting magnitude was about 5.2 mag there. The angular distance between the two objects remained constant and was roughly the same as between Alpha and Gamma Aquilae, i.e. 2 to 3 degrees. NEITHER Heavens Above NOR Calsky list ANY satellite, let alone two satellites, even remotely fitting these observations!“ [Daniel Fischer]

NACHTRAG: Das Satelliten-Mysterium – dieses schöne Bild zeigt wohl [NACHNACHTRAG: ja tut es, Zeit & Richtung stimmen] denselben Pass über Deutschland – wurde rasch von den Experten Ted Molczan, Marco Langbroek (s.a. Kommentar) und Tony Beresford aufgeklärt: Es handelte sich um NOSS 3-4, Ozean-Aufklärungssatelliten der 3. Generation. Normalerweise sind sie unauffällig und fehlten daher in den Vorhersage-Tabellen für helle Satelliten, aber wir erlebten einen heftigen Flare in der Sonne, die die Satelliten auf ihren 1000 km hohen Bahnen optimal erwischte. NACHTRAG 2: Auch hier wurden die NOSSe erwischt. NACHTRAG 3: Und in diesem Zeitraffer-Video huschen sie bei 0:31 vorbei! NACHTRAG 4: Der NOSS-Doppelflare scheint so ziemlich jedem Perseidenbeobachter aufgefallen und x-mal fotografiert worden zu sein.

Bonner Satelliten-Videos im Astro-TV – und hier in voller Länge

Die neueste Ausgabe des Web-TV-Magazins Sternstunde enthält auch einen längeren Auftritt des „Bonner Sterne“-Redakteurs Wilfried Bongartz, von dessen faszinierenden Zeitraffervideos geostationärer Satelliten allerdings nur Ausschnitte angespielt werden konnten. Oben sowie hier, hier, hier und hier gibt’s die bemerkenswerten Clips in voller Länge! [Daniel Fischer]