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Die Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen feierte ihren 50. Geburtstag …

… am 12. Oktober mit einem großen Fest(akt) im Schloss Borbeck, von dem in diesem Album noch einige Bilder mehr & größer zu sehen sind.

Der Biograf des Namensgebers der Volkssternwarte (ein Buch erscheint noch dieses Jahr) …

… hatte manch pikantes oder interessantes Statement des Raumfahrtpioniers aufgetrieben.

In einem historischen Abriss des Vereins konnte der 2. Vorsitzende Helmut Metz den ersten Hinweis bereits vor 55 Jahren finden …

… und die stürmische Entwicklung – ein kompletter Umzug, dann eine Teleskopkuppel nach der anderen – nachvollziehen.

Grußworte zum runden Geburtstag u.a. von Astrid Gallus für die VdS – und vom Direktor des Kennedy Space Center 2003-7 James W. Kennedy, aufgenommen am Jahrestag der Mondlandung auf der QE2. Es folgten ein üppiges Büffet, eine angeregte Party und ein wüstes Rockkonzert – auf die nächsten 50 Jahre!

[Daniel Fischer]

Die Rhön & Fulda: zwei Tage in Sternenstadt und Sternenpark

Im dichten Nebel wartet er hier seit wenigen Tagen auf Besucher: der „Himmelsschauplatz Milseburg“ bei Hofbieber-Danzwiesen, einer von fünf solchen ausgeschilderten Beobachtungsplätzen mit u.a. Pol-Finder, Fernglas-Stützen und drehbarer Riesen-Sternkarte im International Dark Sky Reserve Rhön östlich von Fulda, die Mitte September eröffnet wurden. Sie sind fünf Jahre nach dessen Anerkennung durch die International Dark Sky Association nach der Einrichtung einer Beobachtungsplattform auf der Hohen Geba die nächsten handfesten physischen Zeichen, dass das Biosphären-Reservat zugleich ein ‚Sternenpark‘ ist. Das bedeutet in erster Linie konsequente Maßnahmen zur Vermeidung unnötiger und falscher Lichtquellen, während astronomischer Tourismus erst einmal nur bedächtig angeleiert wird, derzeit überwiegend durch unterschiedliche Sternenführungen. Man sei da noch ganz am Anfang, heißt es im Info-Zentrum auf der Wasserkuppe, und in der Touristen-Information in Fulda liegt der wichtigste Flyer nicht offen aus: Den gebe man nur „den richtigen Leuten“, die explizit danach fragen, wird dem Besucher beschieden. Am mehrere Stunden klaren Abend vorher (30. September) lag die Himmelshelligkeit beim darin empfohlenen Schwarzen Moor übrigens bei 21.2 mag./Quadratbogensekunde (Spitzenwert mit dem SQM), und die Milchstraße war schön zu sehen.

Die treibende Kraft hinter dem Sternenpark Rhön ist die „Hüterin der Nacht“ Sabine Frank: ein Besuch in ihrem Büro im Landratsamt in Fulda, vor dem sie hier mit ihrer derzeitigen Lieblings-Straßenlampe zu sehen ist. Das Dark Sky Reserve ist letztlich aus einem Studenten-Projekt hervor gegangen – und könnte in Zukunft Signalwirkung weit über Hessen hinaus entfalten: Einmalig im Land ist nämlich mit Fulda eine größere Stadt direkt neben dem Himmels-Schutzgebiet als International Dark Sky Community anerkannt und somit dieses Jahr Fulda zur ersten ‚Sternenstadt‘ Deutschlands geworden.

Noch ist dies Work in Progress, nirgends sind entsprechende Hinweistafeln zu entdecken, und so manchem Bürger ist der ungewöhnliche Status der eigenen Stadt schlicht unbekannt. Aber wenn man’s weiß: Zum Beispiel sind im berühmten barocken Stadtteil Fuldas die Leuchtmittel in den historisierenden Straßenlampen gegen weit oben montierte LED-Felder ausgetauscht worden (dunkler im Lens-Flare u.r. zu sehen) – die Lampen erfüllen damit in Sachen oberer Abschirmung wie Farbtemperatur die Anforderungen für ‚gute‘ Stadtbeleuchtung.

Überhaupt befindet sich Fulda in dieser Beziehung in einer besonderen Position: Der dort ansässige Energieversorger RhönEnergie bzw. das OsthessenNetz haben sich die richtige Beleuchtung auf die Fahnen geschrieben und bieten seit diesem Monat überhaupt nur noch regelkonforme Lampen im Katalog an. Und RhönEnergie betreibt, mindestens in Deutschland einmalig, eine Art Demonstrationsstraße auf seinem – leider nur mit besonderer Vereinbarung zugänglichen – Betriebsgelände, auf dem zahlreiche moderne Lampen mit meist niedriger Farbtemperatur und guter Abschirmung demonstriert werden. Die Erfahrung wird auch in diesem Artikel auf den PDF-Seiten 34-36 beschrieben: Stadtplaner von überall mögen sich eingeladen fühlen, hier das rechte Licht zu finden!

Astronomische Attraktionen in Fulda gibt es ungefähr drei. Da wäre zum ersten auf dem Dach eines Nebengebäudes einer Schule die Hans-Nüchter-Stern­warte, die gleichermaßen als Volks- wie Schul­stern­warte dient, und deren 30-cm-Newton/Cassegrain gerade einen neuen Okular-Auszug erhalten hatte. Eine Etage tiefer gibt es auch ein Planetarium mit 4-m-Kuppel, das heute mit einem Beamer mit Fischaugen-Objektiv betrieben wird – aber früher war ein bemerkenswerter selbstgebauter optomechanischer Projektor im Einsatz gewesen.

Dieses Planetarium war wiederum Geburtshelfer beim Bau eines größerem Klein-Planetariums in einem Museum in der Stadtmitte, das einen ZKP-2-Projektor für den Sternenhimmel und Spacegate-Duo-Projektoren für Fulldome-Projektion kombiniert. Leider nicht mehr so bedeutend wie lange gedacht ist hingegen die unscheinbare Sonnenuhr auf der Michaelskirche neben dem Dom – denn nach neuesten Forschungen (der Autor stellte dankenswerterweise das komplette Paper zur Verfügung) stammt sie nicht etwa aus dem 9. Jahrhundert, was sie zu einer der ältesten Deutschlands gemacht hätte, sondern aus dem 13. oder 14. Jahrhundert:

[Daniel Fischer mit Susanne Hüttemeister; wir danken Marc Streit, Sabine Frank und Gerd Habersack für Unterstützung und Informationen – viele weitere und größere Bilder in diesem und diesem Album und diesem Thread]

Sonnenfinsternis über dem Puclaro-Stausee

Bei reichlich Wind und schlechtem Seeing aber klarem Himmel und spektakulärer Landschaft des mittleren Elqui-Tals in Chiles Region Coquimbo, am Ostende des Stausees und 12 km westlich von Vicuna – die gestrige totale Sonnenfinsternis:

[Daniel Fischer. NACHTRAG: viel mehr & größere Bilder vom Tag]

Der Himmel jenseits von La Serena

Himmelsbeobachtung gestern Abend bei 29°56.8′ Süd 70°57.7° West = östlich von La Serena im Elqui-Tal in Chiles Region Coquimbo (IV) auf einer staubigen Straße zu einer Mine, wo auch zwischen 22 und 23 Uhr noch reger Verkehr herrschte – aber es ging trotzdem eine Menge mit der Panasonic DMC-FZ300 vom Stativ, wobei Ergebnisse in voller Auflösung in diesem Album zu finden sind und eine verkleinerte Auswahl hier:

[Daniel Fischer]

La Serena und Coquimbo im SoFi-Fieber

Die Region Coquimbo Chiles, die in drei Tagen der Kernschatten des Mondes treffen wird, hat sich kurzerhand zum Zentrum des Universums erklärt … Beobachtungen gestern – in diesem Album auch größer – in den zwei größten Küstenstädten:

Eine Auswahl der zahlreichen großen und kleinen Poster, die in Coquimbo und La Serena keinen Zweifel lassen, was bevorsteht – dem Vernehmen nach wird bereits seit mindestens zwei Jahren auf den großen Tag hin gearbeitet.

Von einem großen SoFi-Festival auf der Plaza de Armas in La Serena ein Souvenir-Handel, eine Open-Air-Ausstellung und ein Bier-Stand mit gleich drei Sorten SoFi-Bier.

Ein SoFi-Konzert vor der Markthalle von und ein Café in La Serena – und in Coquimbo überraschte der Bürgermeister der Stadt Marcelo Peirera (der sich gerne fotografieren lässt) eine Gruppe deutscher SoFi-Reisender mit SoFi-Brillen:

[Daniel Fischer]

Blue Flash bei 100 km/h

Dieser Blue Flash im Moment des Verschwindens der Sonne hinter einem Bergrücken bei sehr klarer Luft wurde gestern Abend (26. Juni) im Norden von Chile aufgenommen – unter ziemlich ungewöhnlichen Umständen. Und das kam so …

Aufnahme-„Stand“-Ort war nämlich ein Reisebus zwischen San Pedro de Atacama und Calama, der sich bei Sonnenuntergang dem großen Windpark für die Energieversorgung der Kupferminen bei letzterer Stadt mit rund 100 km/h näherte, und fotografiert wurde ungefähr senkrecht durch die Frontscheibe mit einer Panasonic DMC-FZ300: in der terminalen Sequenz mit der kürzestmöglichen Belichtung, 1/16000 Sekunde bei Blende 8 und ISO 100, und maximaler Brennweite.

Die letzten Sekunden, in voller Auflösung und nicht weiter verarbeitet: Je weniger der Sonne „übrig“ ist, desto stärker dominieren Grün und schließlich Blau von ihrem durch die Atmosphäre spektral zerlegten Oberrand, wie übrigens auch schon drei Tage zuvor dokumentiert (unten), wenn auch lange nicht so deutlich. Ganz oben das letzte Bild aufgehellt – und hier die Situation kurz danach viel länger belichtet:

[Daniel Fischer]

Auf der Sternwarte von Alain Maury

Während einer privaten Version der Star Tours der San Pedro de Atacama Space Explorations etwas außerhalb des nordchilenischen Städtchens am südlichen Wendekreis am Abend des 23. Juni ein paar Impressionen de Südhimmels – mehr und größer in diesem Album – mit stehender Kamera, wie die Umgebung des Kreuzes des Südens …

… und darunter die beiden Magellanschen Wolken in unterer Kulmination.

Drei Zoomschritte auf den Eta-Carinae-Nebel zu – währenddessen erläutert Maury äußerst unterhaltsam die Grundlagen des Sternhimmels unter heftigem Einsatz eines grünen Lasers.

Dann geht es zu den zahlreichen Teleskopen bis 72 cm Durchmesser auf einer ausgedehnten Plattform, die von mehreren Betreuern auf ausgewählten Objekten gehalten werden: Besonders beeindruckten die Kugelsternhaufen Omega Cen und – trotz nur sehr geringer Höhe – der konzentriertere 47 Tuc.

Die Milchstraße über den Teleskopen, insbesondere einem noch nicht ganz fertigen mit 1.15 Metern Durchmesser. Und als Bonus noch die Magellanschen Wolken viel höher am Himmel am folgenden Morgen auf der Fahrt zu den Geysiren, allerdings in hellem Mondschein:

[Daniel Fischer]

Pazifischer Sonnenuntergang … mit ein wenig Grün

Dieser Sonnenuntergang an der chilenischen Küste in Antofagasta gestern – in diesem Reise-Album noch mehr Zeitschritte – hatte zumindest für das Kamera-Auge immer wieder schmale Grüne Segmente zu bieten:

Die erste große NLC-Show über Bochum 2019 – schon Mitte Juni


23:10 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.2°


23:12 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.4°


23:15 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.6°


23:25 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.4°


23:26 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.5°


23:27 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.6°


23:28 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.7°


23:29 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.7°


23:31 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.9°


23:31 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.9°


23:33 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.0°


23:34 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.1°


23:35 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.2°


23:36 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.2°


23:40 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.5°


0:00 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.8°


0:02 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:03 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:03 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:20 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 13.8°


0:21 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 13.8°


1:05 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 15.2°


1:07 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 15.2°


3:09 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.4°


3:11 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.2°


3:11 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.2°


3:27 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.2°


3:29 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.0°


3:30 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.0°


3:40 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 10.2°


3:53 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 9.2°

Der Verlauf des ganznächtlichen großen Displays vom 12./13. Juni 2019 (3 Postings) von Witten-Herbede (Ruhrhöhe) Richtung Bochum (mit der Universität prägnant am NNW-Horizont), mit Sonnendepressionen von mindestens 9.2° (die Wolken waren aber für’s Auge auch schon kurz vor 23:00 MESZ bei nur 8° Depression klar zu sehen gewesen): viele große Bilder in diesem Album (ungefähr in umgekehrter zeitlicher Abfolge) und Bilder auch vieler anderer in diesem Thread. [Daniel Fischer]

Experimente mit dem Mond

Nach einem kurzen Blick auf den Merkur, der aber schon verschwand bevor die anderen Akteure auftauchten, der Mond mit zunehmender Dämmerung:

1/60 Sekunde bei Blende 4.5 und ISO 200, KB-Äquivalent 735 mm

Mit IrfanViews Sharpen-Funktion geschärfte Version dieses Bildes der Panasonic DMC-FZ300 bei maximalem Zoom in voller Auflösung. Und dann mit Erdschein, Castor & Pollux und Kappa Geminorum (AWB und Autofokus, unterschiedlich gecroppt):

1 Sekunde bei Blende 3.5 und ISO 400, KB-Äquivalent 83 mm

1 Sekunde bei Blende 3.5 und ISO 800, KB-Äquivalent 735 mm

1.6 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 200, KB-Äquivalent 735 mm

3.2 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 91 mm

3.2 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 94 mm

2.5 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 152 mm

1.6 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 800, KB-Äquivalent 735 mm

[Daniel Fischer. NACHTRAG: Drei Sternfeld-Bilder in größer, auf dem ersten auch schwach der Mars]