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Der Himmel über La Palma – Grenzgänge der Technik …

Nordamerika-Nebel ISO 26K 5 Sekunden Blende 1.9

Nordamerika-Nebel ISO 66K 6 Sekunden Blende 6.3

Weitere Aufnahmen mit stehender Sony Alpha 7s II auf La Palma vom 1. bis 5. August 2017 auf dem Athos Star Campus, um die Grenzen der Deep-Sky-Fotografie mit dieser Methode auszutesten. Wie gehabt: Blende 1.9 bedeutet das 80-mm-Mamiya bei voller Öffnung, kleinere Blendenzahlen das 24-240-mm-Sony-Zoom, meist bei voller Brennweite. Die Bilder sind in der Regel stark gecroppt und erheblich im Kontrast verstärkt – Grenzgänge halt. Und 5 Echtzeit-Videos gibt’s auch.

Lagunen-Nebel ISO 10K 2.5 Sekunden Blende 1.9

Lagunen-Nebel ISO 66K 1 Sekunden Blende 6.3

California-Nebel ISO 13K 8 Sekunden Blende 1.9

California-Nebel und Plejaden ISO 16K 5 Sekunden Blende 1.9

California-Nebel und Plejaden ISO 40K 10 Sekunden Blende 5.7

Plejaden ISO 66K 5 Sekunden Blende 6.3

Filmaufnahmen mit der Kamera und dem Zoom-Objektiv im Mondschein bei Blende 3.5.

Messier 7 ISO 64K 1 Sekunde Blende 6.3

Drei Haufen in Auriga ISO 6400, 5 Sekunden Blende 1.9

Messier 92 (l.o.) und 13 ISO 13K 5 Sekunden Blende 1.9

Messier 13 ISO 40K 2.5 Sekunden Blende 6.3

Hantelnebel ISO 32K 4 Sekunden Blende 6.3

Ringnebel ISO 40K 4 Sekunden Blende 6.3

Atair mit „Barnard’s E“ oder E Nebula ISO 16K 3.2 Sekunden Blende 19

Zwei Schwenks (beim ersten ein netter Perseid bei Sekunde 8) und eine ISO-Sequenz mit dem Mamiya-Objektiv bei Blende 1.9.

Andromeda-Galaxie ISO 64K (kann man machen( 5 Sekunden Blende 6.3

Andromeda-Galaxie ISO 410K (absurdes Maximum) 5 Sekunden Blende 6.3

Triangel-Galaxie ISO 205K (na ja…) 8 Sekunden Blende 6.3

Messier 51 im hellen Mondlicht ISO 51K 3.2 Sekunden Blende 6.3

Komet C/2017 O1 am Morgen des 4. August ISO 66K 4 Sekunden Blende 6.3

Komet C/2017 O1 am Morgen des 4. August ISO 66K 3.2 Sekunden Blende 6.3

Komet C/2017 O1 am Morgen des 5. August ISO 66K 6 Sekunden Blende 6.3

Blitzender Satellit ISO 51K 10 Sekunden Blende 5.0 – und noch ein zweites Bild:

[Daniel Fischer]

Der Himmel über La Palma – mit stehender Kamera

12800 ISO 1.6 Sekunden bei Blende 1.9 – Schütze im Untergang

Experimente mit einer nicht nachgeführten Sony Alpha 7s II auf dem Centro Astronómico Athos Star Campus (der auch die Kamera, zwei Objektive, ein Stativ und einen Kugelkopf leihweise zur Verfügung stellte) in Las Tricias im Nordwesten La Palmas in den Morgenstunden des 1. bis 5. August 2017, jeweils nach Monduntergang bei SQM-Werten (abseits der brillanten Milchstraße) von 21.5 bis 21.75, bei wolkenlosem Himmel (bis auf den Streifen im 5. Bild) zwischen zwei Calima-Episoden. Verwendet wurden ein Mamiya-Sekor 80 mm f/1.9 und ein Sony-E-Mount-OSS-Zoom 24-240 mm f/3.5-6.3; Cropping gering bis moderat.

16000 ISO 2.5 Sekunden bei Blende 1.9

65535 ISO 1/1.3 (!) Sekunde bei Blende 1.9

40000 ISO 6 Sekunden bei Blende 5

16000 ISO 2.5 Sekunden bei Blende 1.9

25600 ISO 10 Sekunden bei Blende 3.5

25600 ISO 10 Sekunden bei Blende 3.5 – Schütze bis Adler

25600 ISO 13 Sekunden bei Blende 3.5 – Adler

20000 ISO 13 Sekunden bei Blende 3.5 – Sommerdreieck im Untergang

25600 ISO 10 Sekunden bei Blende 3.5 – Cygnus

12500 ISO 5 Sekunden bei Blende 1.9 – Nordamerika-Nebel

25600 ISO 5 Sekunden bei Blende 1.9 – Nordamerika-Nebel

Von den in den Zeitfenstern zugänglichen Deep-Sky-Objekten war für die stehende Kamera dies das dankbarste; was sonst so ging – und auch Video-Experimente – in einem späteren Posting (und Previews bereits hier, hier und hier sowie hier und hier). Um es noch einmal klar zu stellen: Es ging hier nicht darum, mit beliebigem Aufwand die ultimativen und rauschärmsten Himmelsaufnahmen zu machen, sondern aus dem genannten Equipment unter tollem Himmel das Beste heraus zu holen! Was zumindest extrem effizient gelang, mit Belichtungszeiten von wenigen Sekunden pro Bild – kein Nachführen, kein Stacking. Und noch ein bisschen Winterhimmel zum Schluss, kurz vor der Morgendämmerung:

16000 ISO 5 Sekunden bei Blende 1.9 – Cassiopeia

32000 ISO 8 Sekunden bei Blende 6.3 – Plejaden und Hyaden

6400 ISO 5 Sekunden bei Blende 1.9 – Auriga (um 90° gedreht, mit Zodiakallicht von links)

Der Himmel über La Palma – mit Calima & Mond

So sah es aus vom 29. bis 31. Juli 2017 über dem neuen Centro Astronómico „Athos“ auf La Palma, wo gerade eine Calima-Lage abklang und der Mond das erste Viertel erreichte. Oben die beste Milchstraße (heute früh nach Monduntergang), hier die Entwicklung der Nacht zuvor (unten) mit untergehendem Mond/Jupiter-Paar und dem Skorpion mit Saturn hinterher eilend:

Nach Monduntergang lag am Calima-eingetrübten Himmel der beste SQM-Wert bei 21.5. Und hier die letzte Nacht (ebenfalls unten), mit dem Jupiter und dem Merkur in der Abenddämmerung, beiden zusammen, beiden samt Regulus und schließlich <a href=https://twitter.com/cosmos4u/status/892001658586189824Mond, Jupiter und Merkur (0.4 mag. schwach) in einem Schuss:

Die Unterkunft (Casa Isaac) unter dem Zentrum der Milchstraße und abermals der Monduntergang (über dem wolkigen Atlantik) und schließlich die ungestörte Milchstraße – abseits von ihr lagen die besten SQM-Werte bei 21.6 bis 21.7:

Venus-Party vor dem Planetarium Bochum

Nach einer gelungenen Generalprobe gestern konnte die Venus heute von 18:30 bis 19:00 MEZ etlichen Besuchern des Planetariums mit einem Celestron 90 (Brennweite 1000 mm) und 18- und 12-mm-Okularen als brilliante Sichel gezeigt werden – auf dem Stativbein übrigens der Ausdruck eines heutigen Venus-Bilds von Oliver Schneider:

So präsentierte sich die Venus bei etwas fortgeschrittener Dämmerung an unserem Himmel:

Und so sah sie durch’s 12-mm-Okular (oben und unten) bzw. direkt mit maximalem Zoom aufgenommen aus – 55.1″ Durchmesser, 6.5% Beleuchtung, Elongation 20.9°:

[Daniel Fischer]

Aurora-Spektakel vor Nordnorwegen

Bis heute Abend war die Aurora-Expedition auf dem Hurtigruten-Schiff „Richard With“ – die vierte dieses Bloggers – weder vom Wetter noch Polarlichtspektakeln begünstigt gewesen, vor allem in der nötigen Kombination: Am Morgen und Abend des 27. und vor allem Abend des 28. Januar hatten in Wolkenlücken kleinere und eine etwas größere Show stattgefunden – doch heute Abend hat etwas nördlich von Tromsø einfach alles zusammen gepasst: unerwartet weitgehend klarer Himmel, keine nennenswerte Lichtverschmutzung … und ein epochaler Substurm. Erst nur schwache aber quer über den Zenit reichende Streifen – und dann für vielleicht eine Minute unfassbare Aktion, mit extremer Helligkeit, Farbe (rote Streifen vor grünem Grund) und atemberaubender Geschwindigkeit – mit normaler Standbildkamera (das Bild oben ist der unmittelbare Vorgänger des untersten) nur schemenhaft zu dokumentieren:

[Daniel Fischer]

Mond live vor PPP

Gelegenheit zur Mondbeobachtung vor Pauls Portablem Planetarium:

[Daniel Fischer]

Expedition Rhein-Romantik … zum kosmischen Quartett

Vom Rheinufer in Niederdollendorf ein Blick auf den Mond bei Saturn mit Mars und Antares – die Transparenz ließ zu wünschen übrig, der Horizont aber war perfekt für diese letzten Blicke auf das Schauspiel, das auch im Mai, Juni (unten) und August (Mitte) präsentiert wurde. [Daniel Fischer. NACHTRAG: Bilder in größer auch hier und hier – und der Anblick einen Abend später aber ohne Rhein]

Vier Planeten am Abendhimmel über Bonn

Gesehen gestern Abend von Sankt Augustin aus: erst in der sehr hellen Dämmerung das Paar Jupiter / Saturn zwei Tage vor einer sehr engen Konjunktion, dann Saturn, Mars und Antares (von oben) weiter östlich:

bP1960655

bP1960659

bP1960661

[Daniel Fischer. NACHTRAG: das Paar Jupiter/Venus größer bei späterer Dämmerung]

Jede Menge Links zum Merkur-Durchgang am 9. Mai, laufend aktualisiert

Dreizehn Jahre sind seit dem letzten Durchgang des Planeten Merkur vor der Sonnenscheibe vergangen, der in Europa sichtbar war (Bild oben vom Swedish 1-m Solar Telescope der Royal Swedish Academy of Sciences), und 9 1/2 Jahre seit dem letzten überhaupt (ein Video von MDI auf dem ESA/NASA-Satelliten SOHO und ein Bild vom Solar Optical Telescope auf dem JAXA-Satelliten Hinode) – entsprechend groß ist das Interesse am nächsten Fall am Montag, den 9. Mai 2016, der zumindest in Westeuropa und gerade eben noch Deutschland wie der 2003-er komplett zu sehen sein wird. Eine Sammlung von Links nach Kategorien (Zuordnung nicht immer ganz eindeutig, laufend aktualisiert bis zum 9. Mai).

Und dann waren da noch ein Online-Rechner für die Kontaktzeiten Merkurs bei nicht nur diesem Transit, die Häufigkeit simultaner Transite, der Quarter Million Year Canon of Solar System Transits, eine interaktive Weltkarte und der genaue Weg Merkurs über die Scheibe jetzt, ein Vergleich der Größe Merkurs mit dem Riesen-Sonnenfleck vom April, 10 Fakten zum Transit, neckische Infografiken, wie man den Transit beobachten und besser nicht betrachten sollte, Videos zur Technik von der Society for Popular Astronomy, der Open University, der BBC und AstroViews, Experimente und Gedanken dieses Bloggers, ein HangOut von EuroPlanet, ein Heft der GDP, ein Trickfilm von EuroPlanet, ein Mini-Video und weitere Visuals der NASA – und dann war da noch ein NASA-Video mit großen Mängeln (der Text-Content), wie auch hier und hier angemerkt wurde: Nach den Protesten hat die NASA diese korrigierte Fassung publiziert. [Daniel Fischer]

Zwischen Sumatra und Borneo: So muss Sonnenuntergang …

Während einer zweiwöchigen Indonesienreise bot sich am Abend vor der totalen Sonnenfinsternis von Tanjung Pandan an der Westküste der Insel Belitung schon mal eine bemerkenswerte Pre-Show – eine fette irisierende Wolke inklusive. [Daniel Fischer]