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Astrovorschau für Bonn Januar-Februar 2021

Die Himmelsvorschau für Bonn für die nächsten Wochen ist soeben auf den Seiten der Volkssternwarte Bonn veröffentlicht worden.

Viel Spaß beim Beobachten!

Ausschnitt der Astrovorschau für Bonn Januar und Februar 2021 von Paul Hombach

Webcasts von der Großen Konjunktion

Der zentrale deutsche Webcast der Großen Konjunktion von Jupiter und Saturn vor drei Tagen (oben) war ein ausgewogener Mix aus Talk, älteren Bildern, Simulationen und Live-Videostreams aus Österreich und aus Italien. In anderen Webcasts aus aller Welt dominierten dagegen meist einzelne Aspekte.

Moderiert mit Live-Bildern

Und ein weiterer hier.

Im Wesentlichen nur Live-Bilder

Und noch mehr hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier!

Überwiegend Talk oder Simulationen


(Weitere Segmente der Serie gibt’s hier, hier, hier und hier.)

Und noch zwei hier und hier. [Daniel Fischer]

Das war die Große Konjunktion 2020!

Das einzige brauchbare Bild, das am heutigen Tag der Großen Konjunktion von Jupiter und Saturn in Witten-Herbede gelang, wo sich mit hoher Geschwindigkeit mehrere Wolkenschichten übereinander verschoben, so dass nur ganz selten ein hinreichend großes Loch entstand, um beide Planeten in 6 Bogenminuten Abstand gleichzeitig ablichten zu können, oft blieb der Jupiter allein:

Ein Vergleich mit dem Anblick vom selben Ort acht Tage zuvor bietet sich an. Aber auch am Tag vor der Konjunktion hatte sich vom selben Ort aus ein überraschender Blick auf das Planeten-Duo mit 9 Bogenminuten Abstand ergeben – ähnlich hektische Schnappschüsse, aber der Ganymed ist zu erkennen:

[Daniel Fischer – größere Bilder wieder in diesem und diesem Album]

Jupiter und Saturn am Tag vor ihrer engsten Konjuktion

Eine passende Wolkenlücke gab den Blick auf das enge Planetenpaar Jupiter und Saturn in der Abenddämmerung frei. Selbst nur 204mm Brennweite zeigen schon Jupiter mit zwei Monden. Alle Aufnahmen (c) Paul Hombach /starsandwine.net

Dieses Bild stammt aus einer ganzen Sequenz, die zu einem Gif animiert wurde:

Gif aus 40 Einzelbildern, 20.12.2020 (c) P. Hombach

Im Teleskop bei 67x waren beide Planeten mit Details schon in der hellen Dämmerung ein visueller Genuss, hier ein Handyfoto direkt durch das Okular an einem 80/640mm Fluoritrefraktor.

Jupiter und Saturn gemeinsam in einem Feld. Schnappschuss mit einem HTC11 bei vollem Zoom direkt durch das Okular. Wer findet Ganymed? (Tipp: Bildmitte rechts…)

Und wieder wurde das Planetenduo von einem Flugzeug gestreift (allerdings nicht so spektakulär wie vorgestern, als dabei Saturn bedeckt wurde):

Ob es morgen noch einmal so ein Wetterglück gibt? Viel Erfolg und clear skies wünscht Paul Hombach.

Kosmisches Trio vor der Konjunktion

Das Paar Jupiter/Saturn nebst 3 Tage altem Mond heute Abend bei sehr klarem Himmel über Königswinter-Heisterbacherrott: Aufnahmen von 17:33 MEZ (1.6 Sekunden bei Blende 3.5), 17:43 MEZ (3.2 Sekunden bei Blende 2.8) und 17:56 MEZ (6 Sekunden bei Blende 2.8) mit ISO 400 – und hier neun weitere Bilder zwischen 17:09 MEZ (1/15 Sekunde bei Blende 2.8 und ISO 200) und 17:59 MEZ (8 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800):

Und das Planeten-Paar gestern über Witten-Herbede, u.a. einem Kreisverkehr – mehr und größere Bilder beider Abende wurden diesen und diesem Album hinzugefügt:

[Daniel Fischer]

Die totale SoFi 2020 in Webcasts

Todo Noticias

TVN Chile

Time and Date [alt.]

NASA [alt.]

Meganoticias (excerpt)

Reuters (alt.)

EuroNews [alt.]

BBC Mundo

Slooh

Kentrianakis

Weitere Webcasts / more webcasts (other formats or no embedding)

Fulco


Canal 10


Canal 10, too


Lowell Observatory


Eclipse Argentina


Glaretum


GSFC


Yahoo UK


Sputnik France


Portl

Nur partielle Finsternis / partial only

NSO Bilingual Eclipse Party, Rapa Nui, Rapa Nui, too, Buenos Aires und TBD

Nur Wolken / clouds only

Astrofísica UC, mirrored by Exploratorium and Las Campanas Observatory

[Daniel Fischer – this is a draft that will be curated in the coming days!]

Die Große Konjunktion rückt näher

1 Sek. bei Blende 3.2 und ISO 200, Jupiter 12° hoch / Sonne 8° tief

Die enge Begegnung von Jupiter und Saturn hat mächtig Fahrt aufgenommen: Heute Abend war das Paar – am überraschend sehr klaren Himmel über Witten-Herbede – 8 Tage vor der Quasi-Fusion der beiden von 17:21 bis 17:35 MEZ für’s Auge schon eine Pracht und auch sehr auffällig:

1/2.5 Sek. bei Blende 2.8 und ISO 400, Jupiter 12° hoch / Sonne 8° tief

1.3 Sek. bei Blende 3.2 und ISO 200, Jupiter 12° hoch / Sonne 8° tief

1 Sek. bei Blende 3.2 und ISO 200, Jupiter 12° hoch / Sonne 9° tief

1.3 Sek. bei Blende 3.2 und ISO 200, Jupiter 11° hoch / Sonne 9° tief

6 Sek. bei Blende 3.2 und ISO 200, Jupiter 11° hoch / Sonne 10° tief

1/1.3 Sek. bei Blende 3.2 und ISO 800, Jupiter 11° hoch / Sonne 10° tief

1.3 Sek. bei Blende 3.2 und ISO 400, Jupiter 10° hoch / Sonne 11° tief

[Daniel Fischer – Bilder mit Panasonic DMC-FZ300 mit unterschiedlichen Brennweiten, unterschiedlich große Ausschnitte. NACHTRAG: mehr und größere hier und hier – und unten noch ein Video zum Kontext]

Regenbogen mit Säbelschnäbler

Ein spektakulärer Regenbogen heute über dem Naturschutzgebiet Leyhörn im Kreis Aurich in NW-Ostfriesland, beobachtet am späteren Nachmittag von der NABU-Vogelbeobachtungsstation an den Hauener Pütten aus, zu der der Beginn der 12. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gelockt hatte – in diesem Album viele weitere Bilder, insbesondere von den vielen Säbelschnäblern, die für weiße Vorgrund-Effekte sorgten:

[Daniel Fischer und (2. Bild) Susanne Hüttemeister]

Mars. Mond. Wolken. Und doch

1/100 Sekunde bei Blende 2.8 und ISO 2000

Die recht enge Konjuktion des Mars kurz vor der Opposition mit dem Mond einen Tag (hier heute früh gegen 5 Uhr: ~30 Stunden) nach voll war in Witten überraschend gut trotz ständig wechselnder Bewölkung gut zu sehen – hier das Beste, was die frei drehende Belichtungsautomatik mit Nachhelfen draus machte:

1/125 Sekunde bei Blende 2.8 und ISO 125

1/125 Sekunde bei Blende 2.8 und ISO 160

1/125 Sekunde bei Blende 2.8 und ISO 320

1/125 Sekunde bei Blende 2.8 und ISO 640

[Daniel Fischer]

Sterne über dem Wendland: ein Besuch in der dunkelsten Ecke Deutschlands

Schaut man auf eine Karte der Lichtverschmutzung, so fällt irgendwann auf, dass die dunkelste größere Zone in Deutschland keineswegs mit einem der ausgewiesenen Dark Sky Places wie dem Westhavelland, der Eifel oder der Rhön zusammen fällt: Vielmehr ist es ein breiter Ring um die Stadt Salzwedel mitten im Dreieck Hamburg / Hannover / Berlin – zum Beispiel der Landkreis Lüchow-Dannenberg, der grob mit der Region Wendland im äußersten Osten Niedersachsens an den Grenzen zu Mecklenburg, Brandenburg und Sachsen-Anhalt zusammen fällt, auch wenn sich der Norden des Kreises eher als Elbtalaue versteht.

Das Wendland mögen viele allenfalls mit dem kontroversen Nuklear-Endlager bei Gorleben verbinden, aber es ist eine abwechslungsreiche Landschaft, ziemlich flach und vor allem nur sehr dünn besiedelt, mit allenfalls kleinen Städtchen wie hier Lüchow mit 10’000 Einwohnern. Das sorgt für verbreitet sehr dunklen Himmel …

… von dem er reichlich Gebrauch macht: Der Nightscape-Fotograf Helmut Schnieder – hier in einer aktuellen Ausstellung seiner Bilder in der Verbandsverwaltung der Samtgemeinde Elbtalaue in Dannenberg – setzt die Sterne über der Landschaft auf besondere Weise ins Bild und seine häufigen Vorträge werden bereits zu den Sehenswürdigkeiten der Region gezählt. Komposite gibt es nicht, dafür wird gerne mal der Vordergrund während der Belichtung ausgeleuchtet. So auch …

… die Autoren vor der Milchstraße: aufgenommen während einer nächtlichen Rundfahrt mit Schnieder in der Nacht 17./18. September, die am Heuhotel von Kollase begann – übrigens schon seit 15 Jahren ein Geheimtipp unter niederländischen (!) Sternfreunden.

Hier fünf Aufnahmen des Autors mit einfacherer Kamera an diesem Ort, von der Milchstraße im Westen (mit Saturn und Jupiter), nahe dem Zenit und im Osten, jeweils 60 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600 (2. Bild: 800). Der SQM-Wert lang an diesem Abend bei bis zu 21.3 Magnituden pro Quadratbogensekunde.

Später der Aufgang von Fuhrmann und Stier über den Überresten der Eisenbahnbrücke von Dömitz, zum Teil von Schnieder ausgeleuchtet. Und zum Schuss nach Mitternacht die vielleicht größte Überraschung – auch im Garten eines Hotels am Nordrand von Hitzacker (mit immerhin 5000 Einwohnern) war die Milchstraße kaum weniger brillant als auf dem Land:

[Daniel Fischer, mit Susanne Hüttemeister. NACHTRÄGE: größere Bilder – und viiiel mehr von der Reise – in diesem Album, auch zu Astro-Didaktik im Naturum Göhrde, einem farbenfrohen Sonnenuntergang über der Elbe und dem Mond von einem Turm bei Hitzacker!]