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Die große Reise der Fleckengruppe (1)2585

Sachen gibt’s … während der gesamten Rotation der Aktivitätsregion 2585 über die Sonnenscheibe – vom 1. bis 11. September 2016 – hatte dieser Blogger in Nordrhein-Westfalen jeden Tag klaren Himmel oder zumindest eine hinreichend lange Wolkenlücke für ein „Beweisfoto“ mit der alten Bridgekamera Panasonic DMC-FZ48 mit maximalem Zoom (735 mm KB-Brennweite entsprechend) und durch einen Schnipsel fotografischen Baader-Folienfilter auf einem Papprahmen wie unten zu sehen. Die Bilder (mehr Versionen vom 1., 2., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 10. und 11. September) wurden mit IrfanView ungefähr parallel gedreht, beschnitten, in Schwarzweiß konvertiert, im Kontrast leicht angehoben und etwas verkleinert und dabei gleichzeitig leicht geschärft. Der rauschfreudige Sensor und die unkontrollierbare Bild-‚Verbesserungs‘-Software der Kamera treiben soetwas natürlich hart an die Grenzen, aber das kombinierte Souvenir vom absteigenden Ast des Sonnenzyklus mit solcher Minimaltechnik, an beliebigen Orten mal so nebenbei (inklusive einem Musikfestival) und ohne irgendein Stativ entstanden, hat schon was, oder? [Daniel Fischer]

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Sonnen-Party vor dem Deutschen Museum

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Diesmal klappte alles: Mit gleich vier Teleskopen – 2 x Weißlicht mit Filter, einmal projiziert und 1 x H-Alpha – von VSB und KBA konnte den Besuchern des Portablen Planetariums am 16. Juli zuvor tatsächlich Sonne satt geboten werden. Das Interesse war erheblich, auch wenn sich die Sonnenaktivität nun wieder in Grenzen hielt, aber zwei bipolare Gruppen wurden leicht erkannt. Die Kombination von Starparty und Astro-Vortrag, in Paket und für lau: ein Konzept mit Zukunft – auch wenn es die hiesige Wetterstatistik im Schnitt nur jedes vierte Mal zulässt. [Daniel Fischer. NACHTRAG: weitere Berichte hier, hier und hier]

Überraschungs-Tages-Starparty in der Volkssternwarte im Westfalenpark

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Nachdem sich die Sonnenflecken-F-Gruppe AR 1785 („7. Juli“) bereits Mittags mit rustikalen Mitteln ablichten ließ, ergab sich überraschend am späten Nachmittag …

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… die Gelegenheit zu detaillierteren Beobachtungen des Ungetüms (der Anblick am Vortag) mit mehreren Teleskopen der Volkssternwarte Dortmund im Westfalenpark, wobei improvisierte Aufnahmen durch gefilterte kleinere Teleskope allerdings kaum besser als der direkte Schuss zuvor durch’s Zoom-Tele gelangen.

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Dafür überzeugte ein Schnappschuss der abnehmenden Venus durch den 15-cm-Refraktor, der zumindest die Phase gut getroffen hat.

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Ein Blick zurück auf die Volkssternwarte aus der lichten Höhe der Beobachtungsplattform des Florianturms, von dem aus auch …

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… mit mehr Glück als Verstand eine Fernaufnahme des Horizontobservatoriums auf der Halde Hoheward quasi im Gegenlicht gelang, das allerdings erst nach energischer Kontraststeigerung sichtbar wurde. Da staunt sogar Familie Teichhuhn … [Daniel Fischer]

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Eine explosionsfreudige Sonnenfleckengruppe …

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… ist gestern am Rand erschienen und wird sich in dieser Woche dank der Sonnenrotation immer mehr in die Mitte der Scheibe begeben – und bisher hat sie es mächtig krachen lassen: Wie z.B. hier ausgiebig dokumentiert, hat diese Aktivitätsregion Nr. 11748 (oder einfach AR 1748) innerhalb von rund 48 Stunden bereits vier Flares der höchsten Kategorie X abgesondert. Das Bild oben von 3:47 MESZ heute zeigt den jüngsten bei 13 nm Wellenlänge, die Vorgänger hatten z.T. noch knapp hinter dem Sonnenrand stattgefunden. Mit den Flares gingen auch meist koronale Massenauswürfe (CMEs) einher, natürlich nicht in Erdrichtung – aber das wäre ganz anders, wenn sich die AR 1748 in der Scheibenmitte immer noch so benehmen sollte. Ihr Betragen wird intensiv auf dieser Webseite analysiert (der neueste Stand immer ganz unten), Details über aktuelle Sonnenflares und CMEs gibt es z.B. sehr zeitnah hier, hier oder hier auf Facebook, und wenn sich was Verdächtiges auf der Sonne tut und v.a. wenn etwas Richtung Erde unterwegs ist, ist dieses Forum mit die beste Quelle. [Daniel Fischer. NACHTRAG: unten eine Mini-Doku über die Fleckengruppe und ihre vier X-Flares]

Sonne, Mond und Sterne….

Nach Monaten der Abstinenz bot sich am Wochenende ENDLICH mal wieder die Chance zu echter persönlicher Astronomie aus erster Hand – sprich direktem Erleben.

Tagsüber war die Sonne, die nun doch und turnusgemäß mal reichlich Sonnenflecken zeigte, ein lohnendes Ziel:

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An einem Refraktor 90mm/900mm (sonnenbeobachtungsgerecht ausgestattet mit Herschelkeil und Filtern) sprangen einen die Strukturen, allen voran die riesige Fleckengruppe 1654, regelrecht an.

Am frühen Abend bot der junge Neumond tief am Horizont ein schönes Bild. Durch die Überbelichtung der zarten Sichel konnte auch das sogenannte aschgraue Mondlicht gut eingefangen werden:

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Mit Fotoapparat und Teleobjektiv (600mm, f2.8 (KB-Äquiv.) gelang diese Aufnahme bei ISO 1.600 und 1/4 sec. Belichtung frei aus der Hand.

Und etwas später – gegen 22:30 Uhr – im Wettrennen gegen sehr schnell aufziehende Wolken ging noch ein letzter Schnappschuss von Jupiter mit zahlreichen interessanten Wolkenstrukturen ins Netz:

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Hier kamen ein Celestron C9.25 bei 9.000mm und eine DMK21AU16-Kamera zum Einsatz.

Alle Aufnahmen entstanden mitten aus Bonn-Beuel von der heimischen Gartensternwarte aus. Und so gibt es nun doch wieder Hoffnung 😉 auf die Möglichkeit astronomischer Beobachtungen in Bonn. [Peter Oden]

Sonne und Mond am 21. 10. 2012

Bei richtig schönem Himmel habe ich am 21. Oktober die Sonne beobachtet, auf der sich jetzt wieder erfreulich viele große Sonnenflecken tummeln. Das folgende Foto vermittelt einen kleinen Eindruck davon (mit dem iPhone auf dem 15mm-Okular eines 80/440mm Refraktors.

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Nach der Rückkehr abends von einem Besuch zeigte der prüfende Himmelsblick auf der Terrasse auf den ersten Blick reichlich Wolken, auf den zweiten Blick aber wunderschöne farbige Wolkenränder im Bereich um den Halbmond.

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[Peter Oden]

Sonne (schon wieder) Motiv für „Superzooms“

Die Sonne heute, 17:27 MESZ, freihändig mit einer Panasonic TMC-FZ48 und maximalem Zoom durch eine SoFi-Brille (oben verkleinert, in der Mitte 1:1, unten etwas vergrößert; aus 3 verschiedenen Aufnahmen): Von den zahlreichen Fleckengruppen heute sind die meisten zu erkennen. Der dickste Fleck, 1532, ist durch eine dunkle(!) SoFi-Brille auch mit dem bloßen Auge zu erkennen, liegt aber zumindest für diesen Blogger nur noch knapp über der Nachweisgrenze. Zum Vergleich auch exzellente Bilder von vorgestern und vor 4 Tagen aus England. [Daniel Fischer. NACHTRAG: ein SDO-Bild von heute]

Die „Monster“-Fleckengruppe 11520 ganz ohne Teleskop aufgenommen

sondern nur mit einer Bridge- oder Superzoom-Kompaktkamera bei vollem Zoom (das knapp 750 mm Kleinbildbrennweite entspricht) durh eine simple SoFi-Brille mit Baader-Folie, heute gegen 17:25 MEZ: oben ein dreifach vergrößerter Ausschnitt, in der Mitte ein Bild in Originalauflösung, unten leicht verkleinert die Vollsonne. Die Bilder wurden lediglich in s/w umgewandelt, im Kontrast optimiert und einmal leicht geschärft. Mehr zu der Gruppe, die auch einfach (durch eine dunkle SoFi-Brille von Thousand Oaks) mit bloßen Auge als kleiner Punkt zu sehen ist, hier, hier und hier und Detailaufnahmen von heute, gestern und vorgestern. Jetzt wäre der rechte Zeitpunkt für einen fetten Flare … [Daniel Fischer] NACHTRAG: … der binnen einer Stunde zündete! War ich das? 🙂

Kamera-Check auf Rhodos, mit dem einfachsten „System“

Die Sonne vor ein paar Minuten, aufgenommen mit der Bridge-Kamera Panasonic DMC-FZ48 mit maximalem optischem Zoom (das – oh Wunder – ein für dieses Blog perfekt großes Sonnenbild mit rund 600 Pixeln Durchmesser liefert), Blende 6.3 und 1/640 Sekunde bei ISO 100 durch eine neuwertige AstroMedia-SoFi-Brille mit visueller Baader-Folie; das Bild wurde in Grauwerte verwandelt, geschärft und kontrastgesteigert. Dies wird das simpelste „System“ sein, das morgen früh zum Einsatz kommt – die Hauptarbeit werden drei Refraktoren (1 x 14 cm und 2 x 8 cm) und ein Coronado PST erledigen. Der erstere Refraktor lieferte gerade ein knackscharfes Video einer einzelnen der Sonnenfleckengruppen, das aber noch verarbeitet werden muss. Derweil hat hier ein separater Live-Blog mit News zum Venustransit aus aller Welt und vermutlich auch vom einen oder anderen Satelliten begonnen. [Daniel Fischer]

Site-Testing für den Venustransit auf Rhodos, zweiter – gähn! – Morgen

Nach dem Besuch einer 10 cm großen Heuschrecke vergangene Nacht

begab sich die Expedition heute im Morgengrauen an den gestern entdeckten Punkt oberhalb des Lachania-Strandes ca. 8 km südlich von Gennadi, um dort den Sonnenaufgang zu verfolgen.

Auch hier sollte uns jedoch kein Auftauchen der Sonne aus dem Meer beschieden sein: Aus dem Morgendunst taucht plötzlich Festland in der Sichtlinie auf – die Türkei!

Und genau dahinter erschien der Oberteil der Sonnenscheibe, abermals ein grelles Hellrot wie am Vortag in Gennadi auf dem Balkon – der Standort hier bietet also keinen Vorteil

… bis vielleicht auf nette Lichteffekte im Wasser. Na ja.

Gerade noch ungefiltert möglich: der Nachweis von ein paar der Sonnenflecken, die jetzt in größerer Zahl auf der Scheibe stehen.

Danach ging’s zurück an den Strand von Gennadi, für Vergleichsaufnahmen mit einem 8-cm-Refraktor, um das Seeing an der Wasserlinie, oberhalb des Strandes und bei uns auf dem Balkon vergleichen zu können. [Daniel Fischer. NACHTRAG: keine großen Unterschiede – offenbar ist das Seeing überall ziemlich ähnlich, da der Wind hier vom Land und nicht vom Meer her kommt]