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Der Mond geht auf, einen Tag vor neu

Pittoreskes Nebenprodukt einer Perseiden-Maximums-Nacht auf Rhodos: Der Mondaufgang heute morgen, einen Tag vor Neumond, mit dem Trabanten noch zu 2.2% beleuchtet. Es dauerte eine Weile, bis er sich aus dem sommerlichen Dunst über der Ägäis heraus geschält hatte, aber dann war der Anblick – von 36° Nord – auch für das bloße Auge eine Pracht, so wie es auch am Morgen davor der Fall gewesen war. Schauplatz beider Beobachtungen das Astronomy Café in Faliraki (mehr Bilder), über dessen Bau hier vor drei Jahren berichtet worden war: Später wird diese außergewöhnliche volksastronomische Einrichtung hier noch im Detail vorgestellt. [Daniel Fischer. NACHTRAG: was nunmehr hier geschehen ist]

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Zwei Tage alter Frühlingsmond

Wenn Ekliptiklage, Mondphase und Wetter zusammen passen, dann kann das am Abendhimmel in Königswinter schon mal so aussehen: hier noch mehr Bilder von dem pittoresken Abend. [Daniel Fischer]

Mondsichel vs. Felswand

Alex Tudorică

Die öffentliche Beobachtung am vergangenen Samstag, 31. Mai, wurde wegen der am Abend aufgezogenen Bewölkung leider zur Geduldsprobe. Einige Sternfreunde vor dem astronomischen Institut in Bonn-Endenich hofften zusammen mit einigen Besuchern auf entsprechende Wolkenlücken und tatsächlich waren zumindest die Planeten Jupiter, Mars und Saturn kurz in den aufgebauten Teleskopen sichtbar, und es war mehr Zeit für nette Gespräche. Der drei Tage alte Mond schien jedoch eher diffus durch die Zirren, dagegen hieß es zur gleichen Zeit 600 Kilometer weiter östlich nur: Mondsichel voraus! Denn es hat tatsächlich den Anschein, als könnte die schmale Mondsichel jeden Moment an der steilen Felswand der Bastei zerschellen. Dieses stimmungsvolle Dämmerungsfoto machte Alex Tudorică, Astronomiestudent, Blogger sowie Natur- und Astrofotograf aus Bonn, der zurzeit zum Wandern in der Sächsischen Schweiz unterwegs ist – vermutlich als Ausgleich zur Doktorarbeit über Galaxienhaufen. [Nico Schmidt]

Begegnungen mit dem September-Mond

auf 37° Nord auf der Bodrum-Halbinsel in der Südwest-Türkei an den letzten drei Abenden – da ging trotz flacher Abend-Ekliptik doch einiges; die Zeit läuft auf der Seite durch von unten nach oben:

Heute von Yalıçiftlik aus gesehen das Dreieck Mond/Saturn und Venus, rechts unterhalb noch Spica, links der Kopf des Skorpions.

Die Mond/Venus-Konjunktion gestern über Gümüşlük während einer Halbinsel-Rundfahrt (Aufnahmen mit optimaler Dämmerung waren dabei leider nicht möglich).

Und vorgestern das erste Erscheinen des jungen Mondes über Orak Adası während einer Bootsfahrt im Golf von Gökova. [Daniel Fischer]

Mondsichel über Bulgarien – schöner Test für SoFi-Fotografie aus dem Flugzeug

1/10 Sek. bei Blende 4.1 und ISO 800, Kleinbild-Äquivalentbrennweite 361 mm

1/6 Sek. bei Blende 4.1 und ISO 800, Kleinbild-Äquivalentbrennweite 311 mm

1/10 Sek. bei Blende 4.0 und ISO 400, Kleinbild-Äquivalentbrennweite 236 mm

1/8 Sek. bei Blende 4.0 und ISO 400, Kleinbild-Äquivalentbrennweite 224 mm

1/10 Sek. bei Blende 4.0 und ISO 400, Kleinbild-Äquivalentbrennweite 291 mm

1/13 Sek. bei Blende 5.2 und ISO 400, Kleinbild-Äquivalentbrennweite 660 mm

1/25 Sek. bei Blende 4.0 und ISO 400, Kleinbild-Äquivalentbrennweite 205 mm

Diese Aufnahmen des extrem alten aufgehenden Mondes (15.7° Elongation, 30 Stunden vor Neumond) entstanden heute Morgen im 38’000 Fuß Höhe über Bulgarien auf dem Flug PC 398 von Köln nach Instanbul von Sitz 23A einer Boeing 737-800 etwa in einem Winkel von 30° nach vorne gegen die Senkrechte auf der Fensterscheibe – wobei auch noch Turbulenzen für viele verrissene Bilder sorgten. Die leidlich scharfen hier geben aber einen Eindruck, was an Astrofotografie aus einem Linienflugzeug auch mit einiger Vergrößerung möglich ist: pretty pictures ja, aber bei weiten nicht das Detail, das dieselbe Kamera sonst beim Mond zeigt. Eine interessante ‚Lektion‘ für künftige Sonnenfinsternisse aus der Luft, namentlich 2015 … [Daniel Fischer]