Archiv für den Monat September 2019

Sternwarten in Chile: Las Campanas, La Silla, Cerro Tololo & Cerro Pachon

Nach den Sternwarten der II. Region Antofagasta zum Schluss noch gleich vier in der III. Region Atacama und der IV. Region Coquimbo, davon allerdings drei nur aus der Ferne oder gar nur aus der Luft. Hier in der III. bei Sonnenuntergang aus der Distanz das Las Campanas Observatory mit den beiden 6.5-Meter-Magellan-Teleskopen bzw. dem 2.5-Meter-Irénée du Pont-Spiegel.

Annäherung an das La-Silla-Observatorium in der IV. Region (die sich neuerdings zur Welt-Hauptstadt des Astro-Tourismus erklärt hat); der erste Standort der ESO – mit zahlreichen aktiven und stillgelegten Teleskopen, und immer noch werden hier neue aufgestellt!

Erste Impressionen bei der Ankunft: das New Technology Telescope, das 3.6-Meter-Teleskop und das inaktive Swedish–ESO Submillimeter-Teleskop (SEST).

Der Blick vom NTT nach Osten mit 3.6-er und SEST sowie im Vordergrund links das Schweizer 1.2-m-Teleskop und dahinter in der unscheinbaren Hütte das Télescope à Action Rapide pour les Objets Transitoires (TAROT).

Der „Eingang“ des New Technology Telescope …

… und das Teleskop, die Aktive Optik seines Hauptspiegels und Instrumente an den Nasmyth-Foci.

Blicke von der Plattform des 3.6-Meter-Teleskops nach Nordwesten, wo es geradezu von kleineren Teleskopen wimmelt …

… und auf diesen Sockeln inzwischen bereits die BlackGEM-Teleskope installiert worden sind (mehr, mehr und mehr).

Das 3.6-Meter-Teleskop: rustikale Bauweise aus dem Jahr 1970.

La Silla bei Sonnenuntergang – mehr und größere Bilder von dem Besuch am 29. Juni in diesem Album.

Das Cerro Tololo Inter-American Observatory (CTIO) – wo der Autor vor 25 Jahren vier Wochen verbrachte – aus der Nähe von Vicuña aus gesehen …

… und aus einem Linien-Flugzeug, dominiert vom Blanco Telescope. Von wo direkt daneben dann auch der Cerro Pachón mit drei Sternwarten zu sehen ist, darunter rechts in Blau das im Bau befindliche Large Synoptic Survey Telescope (größere Bilder der beiden Teleskop-besetzten Berge in diesem, diesem und diesem Album vom 27. Juni und 1. und. 3. Juli):

[Daniel Fischer]

Klein aber oho: das Meteoriten-Museum von San Pedro de Atacama

Am Rande des staubigen Wüstennests San Pedro de Atacama in Chiles II. Region Antofagasta trifft man auf eine unerwartete Einrichtung: das Museo des Meteorito (dessen eigentliche Webseite derzeit die bizarre Meldung „Your country (DE) has been blacklisted“ produziert) mit einer kleinen aber feinen Ausstellung – in einer Art Zelt.

Die Vitrinen entlang der Wand sind entlang eines Rundgangs angeordnet, den eine im Eintrittspreis eingeschlossene recht didaktische Audioführung beschreibt – u.a. auch in Deutsch erhältlich.

Hier ein nachgestelltes Chondriten-Streufeld nahe der aufgegebenen Bahnstation Los Vientos in der Atacama-Wüste, wo mehr als 30 Fragmente in einer Ellipse von 3 km x 500 m gefunden wurden.

Funde aus dem 380-Meter-Impaktkrater Monturaqui, den 1962 ein chilenischer Geologe südlich des Salar de Atacama entdeckte – der größte bekannte Einschlagskrater in Chile.

Angesägte gewöhnliche Chondriten verschiedener Typen.

Ein Lodranit; ein paar größere Bilder vom 26. Juni in diesem Album sowie ein aktueller Besuchsbericht in Spanisch mit noch mehr Bildern.

Ein von hinten beleuchteter Imilac-Pallasit, ein differenzierter Meteorit aus der Stein-Eisen-Gruppe. Und wenn die Audioführung zuende ist, gibts in der Mitte des Zelts noch „Hands-On“-Erfahrung mit verschiedenen Meteoriten, z.B. mit Magneten:

[Daniel Fischer]

Sternwarten in Chile: VLT, ELT & ALMA

Ein Besuch auf dem Cerro Paranal am 22. Juni: viele große Bilder – auch von der Anreise durch die Atacama-Wüste von Antofagasta aus – in diesem Album, bei dem die Chronologie grob von unten nach oben fortschreitet.

So sieht das Very Large Telescope vom Besucherzentrum aus gesehen aus – ideale Sicht auf alle vier Unit Telescopes gibt es nur aus der Luft.

Die Plattform ist so großzügig ausgelegt, dass selbst Reisebusse locker hoch fahren können: Man findet sich zwischen den Unit und Auxilliary Telescopes wieder.

Nähere Blicke auf das Unit Telescope Antu, insbesondere die aktive Optik des Hauptspiegels sowie wissenschaftliche Instrumente – im Nasmyth-Fokus die COudé Near Infrared CAmera CONICA in rot auf dem Nasmyth Adaptive Optics System (hellblau).

Auxilliary Telescopes aus der Nähe – das eigentliche VLT-Interferometer war leider nicht zugänglich.

Ein Großraum-Büro der etwas anderen Art … hier die Kontrollpulte für das Unit Telescope 4 (Yepun), die Weitwinkel-Teleskope VST & Vista auf bzw. in der Nähe des Plateaus, das VLT-Interferometer und … das Extremely Large Telescope.

Die Residencia von oben, vorne und innen sowie andere Service-Gebäude unterhalb des Plateaus.

Der Cerro Armazones mit der Baustelle des Extremely Large Telescope, das mittlere Bild automatisch farbkorrigiert.

Ferne Blicke auf die Operations Support Facility (OSF) des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) bei San Pedro de Atacama, von zwei erhöhten Punkten im Valle de la Muerte aus am 23. Juni: mehr in diesem Album.

Wachhund Mylu am Checkpoint, bevor die Auffahrt zur OSF beginnt, die in 2950 m Höhe liegt: Bilder vom 24. Juni in diesem Album.

Ein Live-Blick auf die Array Operations Site (AOS) noch viel höher, Hardware in der OSF und der dortige Hauptkontrollraum – und in einem Hangar eines der „amerikanischen“ (aber in Deutschland gebauten) Teleskope zur Wartung, nebst Transporter „Otto“:

[Daniel Fischer]