Archiv für den Monat Oktober 2014

Kein Witz: noch 15 Jahre bis zur nächsten ordentlichen totalen Mondfinsternis in Bonn …

Dieser Monat fiel durch zwei aus europäischer Sicht besonders „sinnlose“ Finsternisse auf, eine totale Mondfinsternis zu Mittag, gefolgt von einer partiellen Sonnenfinsternis um Mitternacht – genau andersherum hätte es sein sollen. Nun liest man ja immer, Mondfinsternisse seien – im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen, totalen zumal – jeweils auf einem großen Teil des Planeten zu beobachten: Da kann es ja bis zur nächsten MoFi mit dem Mond total verfinstert hoch am Nachthimmel nicht lange dauern, sollte man meinen. Aber denkste: Wie die Blick auf die erst kürzlich online gegangene ultimative Finsternis-Webseite „Eclipsewise“ zeigt, wird es noch über 15 Jahre dauern, bis das in Europa passiert, während bis dahin sogar zwei totale Sonnenfinsternisse den Kontinent berühren. Zwar gibt es vor 2029 zwei MoFis mit dem total verdunkelten Mond am noch dämmerungsfreien Morgenhimmel, 2015 und 2019, aber nicht mehr besonders hoch: Das tolle Schauspiel einer Totalität hoch am Himmel, wie es in Europa zum letzten Mal im März 2007 (und auch noch ganz gut im Februar 2008) zu sehen war, stellt sich kaum ein. Und ansonsten gibt es nur noch drei Totalitäten komplett in der Abenddämmerung, 2018, 2025 (kaum sichtbar) und 2028. Das also sind die fünf nächsten im Westen Deutschlands zumindest leidlich sichtbaren Totalitäten, wobei die Höhen und Dämmerungen jeweils für Bonn berechnet wurden:

28. September 2015: Totalität 2:12 (Anfang) – 2:48 (Mitte) – 3:24 (Ende) UTC, Höhen 28° – 24° – 19° (nie Dämmerung), trotz der ungünstigen Uhrzeit unbedingt mitnehmen!

27. Juli 2018: Totalität 19:30 – 20:21 – 21:13 UTC, Höhen 0° (bürgerliche Dämmerung) – 7° (nautische Dämmerung) – 12° (astronomische Dämmerung), also nie an dunklem Himmel.

21. Januar 2019: Totalität 4:42 – 5:13 – 5:44 UTC, Höhen 23° – 19° (jeweils noch keine Dämmerung) – 15° (astronomische Dämmerung), geht grad noch. Und dann folgen fast zehn Jahre Pause, denn die Totalität von 2025 endet nur 7° hoch in der nautischen Abenddämmerung!

31. Dezember 2028: Totalität 16:17 – 16:53 – 17:29 UTC, Höhen 6° (bürgerliche Dämmerung) – 10° (nautische Dämmerung) – 15° (astronomische Dämmerung), immerhin besser als 2018.

20. Dezember 2029: Totalität 22:16 – 22:43 – 23:10 UTC, Höhen 58° – 60° – 62° (nie Dämmerung), so muss das …

Das 22 Jahre währende Ausbleiben halbwegs Mitternachts-naher totaler Mondfinsternisse – und nur sie bieten das volle Programm mit dramatisch dunkler werdendem Himmel und aufleuchtender Milchstraße während der Totalität, was ToMoFis erst zu einer richtig großen Show macht – für Europa ist eine Anomalie. In den vergangenen 50 Jahren hatte es zeitlich optimal liegende ToMoFis nämlich 9-mal gegeben (1964, 1975, 1982, 1986, 1992, 1996, 2001, 2003 und 2007), und in den nächsten 50 Jahren werden sie 8-mal eintreten (2029, 2036, 2040, 2043, 2047, 2055 und 2061): macht 17 in 100 Jahren oder im Schnitt alle 6 Jahre eine. Die noch 15 Jahre währende Pause könnte es mithin rechtfertigen, nicht nur für totale Sonnen-, sondern auch mal für totale Mondfinsternisse zu verreisen: Ostasien oder Australien am 31.1.2018, Afrika oder der Nahe Osten am 27.7.2018, Nord- oder Südamerika am 21.1.2019, Südamerika am 16.5.2022 und 14.3.2025 oder Zentralasien am 7.9.2025 bieten sich an. [Daniel Fischer; 2015 die Marginal-MoFis präzisiert und die kaum sichtbare von 2025 durch die etwas bessere von 2018 ersetzt]

TdoT der VSB – mehr Sonne geht nicht …

Der 2014-er Tag der Offenen Tür der VSW Bonn stand ganz im Zeichen gleißenden Sonnenscheins und sommerlicher Temperaturen in den Mitt-20-ern – und der gewaltigen Fleckengruppe (1)2192 am Sonnenrand, die mit zahlreichen Teleskopen unter die Lupe genommen wurde. Auch fotografisch: ein paar Ergebnisse – und noch mehr Impressionen des Tages – sind hier zu sehen. [Daniel Fischer. NACHTRÄGE: Berichte auch hier und hier]

19.10.: Tag der offenen Tür der Volkssternwarte Bonn

Am 19. Oktober, also schon am kommenden Sonntag, lädt die Volkssternwarte Bonn in Bonn-Poppelsdorf zum alljährlichen Tag der offenen Tür ein, der diesmal von 11 bis 17 Uhr stattfindet. Den ganzen Tag über stehen Ihnen hier fachkundige Hobbyastronomen und Astrofotografen zur Verfügung und bieten ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm an. Zunächst gibt es bis 13 Uhr ein Programm speziell für Kinder, danach stehen allgemeinverständliche Kurzvorträge auf dem Plan, wobei es u.a. um die unvorstellbaren Dimensionen im Weltraum oder um die astronomischen Highlights 2015 gehen soll. Mein Vortrag um 14 Uhr geht der Frage nach, woher die Astronomen eigentlich wissen, wie alt die Sterne sind und woraus sie bestehen, oder wie sie sogar Planeten bei anderen Sternen finden oder die rätselhafte Dunkle Materie nachweisen. Die Antworten sind nämlich alle im Regenbogenlicht der Sterne versteckt.

Zwar wird es dieses Mal keine spannende Sonnenfinsternis-Show wie im Vorjahr geben, aber natürlich werden wie sonst auch Sonnenteleskope direkt an der historischen Argelander-Sternwarte aufgebaut. So sehen Sie vollkommen risikofrei unseren Heimatstern mit ganz neuen Augen. Zumindest aktuell verheißt die Wetterprognose meist sonniges Wetter bei 8 Sonnenstunden, und sollten am Sonntag doch graue Wolken aufziehen, gibt es immerhin erneut eine regelmäßige Präsentation der kostenfreien Software „Stellarium“. Wir freuen uns schon jetzt auf viele Besucher, interessante Fragen und nette Gespräche. [Nico Schmidt]

Buzz Aldrin – Apollo 11 – Astronaut live in Speyer!

Buzz Aldrin ist cool. Muss er auch sein, denn wie er später in seinem Vortrag erzählt, haben Piloten wie er „Eis in den Venen“, da Angst keine Option ist und das Denken hemmt. Die Eventhalle des Technik Museums Speyer ist an diesem Nachmittag des 4. Oktober quasi bis zum letzten Platz besetzt, hunderte Besucher wollen den Mann sehen, der als zweiter Mensch überhaupt den Mond betrat, Buzz Aldrin, der nach Neil Armstrongs Tod 2012 einzig Überlebende der beiden ersten „Moonwalker“. Autogrammjäger (Aldrin gibt keine Autogramme – wenn nur gegen Bezahlung auf Bestellung) umlagern zunächst Stratosphärenspringer Felix Baumgartner, der in Reihe eins sitzt. Um 16 Uhr soll es los gehen, kurz danach wird der prominente Redner nach seinem Rundgang durch das Museum in einer Limousine vorgefahren und betritt einige Minuten später unter Standing Ovations die Halle. Der Auftritt ist mit effektvoller Beleuchtung, künstlichem Nebel und bombastischer Musik inszeniert. Doch zunächst gibt es eine Begrüßung durch die Museumleitung und durch den Raumfahrtjournalisten Gerhard Daum, gefolgt von einen kurzen Film, der an die Apollo-Ära erinnert . Dann betritt Aldrin das Podium – ein dynamischer älterer Herr mit gestutztem weißem Vollbart und wachem Blick, der in den folgenden 50 Minuten einen perfekten Vortrag abliefert. Aldrin ist mit seinen fast 85 Lebensjahren topfit, fokussiert, humorvoll, charismatisch, zweifellos auch routiniert und ohne Umschweife verständlich. Jemand wie er hätte tausend Dönekes zu erzählen, beschreibt aber zügig die Stationen seines Lebens, die ihn früh mit der Fliegerei in Berührung brachten (Vater Pilot) und zu einer Pilotenkarriere bei der Airforce führten. Zurückhaltend die Reaktion des Publikums, als er berichtet, dass er im Koreakrieg zwei Migs abgeschossen habe. Wohlwollender Applaus hingegen, als Aldrin erzählt, er sei anschließend in Bitburg stationiert gewesen. Am MIT studiert er Luft- und Raumfahrttechnik und wird dort 1963 mit einer Arbeit über Rendezvous-Manöver im Orbit promoviert. Als „Doctor Rendevouz“ (Zitat Aldrin) kommter schließlich zur NASA, wenn auch erst im dritten Anlauf. Ungewöhnlich für jemanden, der zuvor kein Testpilot war. Aber die theoretischen Erkenntnisse seiner Promotionsarbeit konnte er im Rahmen des Gemini-Programms gleich in die Praxis der Missionsplanung umsetzen. Schließlich flog er 1966 mit Gemini 12 selbst und „erfand“, wie er verschmitzt bemerkt, damals im Rahmen eines Außeneinsatzes (EVA) „das Selfie“. Das Bewundernswerteste am Apollo-Programm ist aus seiner Sicht die Organisation derart vieler Beteiligter, die diesen Erfolg in so vergleichsweise wenigen Jahren ermöglichten: „teamwork and innovation“. Als Kennedy im Mai 1961 in seiner berühmten Rede die Nation verpflichtete, noch vor dem Ende des Jahrzehnts einen Menschen zum Mond und sicher zurück zu bringen, hätte man intern gesagt, dass dies noch mindestens 15 Jahre dauern würde. Es wurden nur 8 (man vergleiche das mit gewissen Großprojekten in Deutschland, die nicht in der halben, sondern eher in der doppelten der prognostizierten Zeit realisiert werden, wenn überhaupt…). Natürlich war der Teil von Aldrins Präsentation, der von der Apollo 11 – Landung handelte, der Höhepunkt. Es ist schon etwas ganz Besonderes, sich zwei der größten Foto-Ikonen aller Zeiten (das Bild von Aldrin im Raumanzug auf dem Mond, in dessen Helm sich Armstrong spiegelt und Buzz Aldrins Fußabdruck im Mondstaub) vom „Verursacher“ selbst zeigen zu lassen. Was das Raumanzug-Bild so berühmt gemacht habe?  Aldrin: „Location, location, location!“ Nervenstärke bewiesen die beiden Mond-Erstbetreter, als Buzz ein abgebrochenes Plastikteil entdeckte, das sich als der Schalter entpuppte, mit dem das Triebwerk für den Rückflug aktiviert werden sollte. „Damals haben wir eine Chance verpasst“ erzählt Aldrin, „wir hätten die Ersten sein können, die sagen: Houston, wir haben ein Problem!“ Stattdessen hielt man planmäßig 6 Stunden Schlaf und Buzz löste das Schalterproblem mit einem Filzstift. Bevor ihn jemand danach fragt geht er auf die Thematik ein, warum Neil und nicht er der Erste auf dem Mond war. Das habe mit dem höheren Rang Armstrongs zu tun, führt er aus. Oder mit der Tatsache, dass Neil näher an der Ausstiegsluke saß als er. Die für Aldrin unerwartet schwierige Zeit nach seinem triumphalen Mondflug kam nicht zur Sprache, darüber hat er allerdings autobiographisch früh geschrieben. Im letzten Teil seiner Rede geht es einerseits um Tätigkeiten, denen er in den letzten Jahren nachgeht. So sieht man ihn bei einer Tauchfahrt zum Wrack der Titanic oder am Nordpol. Andererseits kann er es nicht lassen, eigene mögliche Flugpläne für eine Marsmission zu entwerfen. Er hofft, dass sich vielleicht zum 50. Jahrestag der Mondlandung wieder ein „Leader“ à la Kennedy zu Visionärem aufschwingt und verkündet, einen Menschen sicher zum Mars und zurück zu bringen, dann aber wohl innerhalb von zwei Dekaden. In jedem Fall läge der Schlüssel zur Zukunft der bemannter Raumfahrt in internationaler Zusammenarbeit, inklusive der Chinesen. Zum Schluss gibt er noch geschäftstüchtig bekannt, dass demnächst ein von ihm mitgestaltetes Computerspiel veröffentlicht wird, dann werden noch einige Fragen aus dem Publikum zugelassen. Diese sind nicht alle von erlesenster Güte. Pfiffig ist die Frage, was er wohl gesagt hätte, wenn er als erster den Mond betreten hätte. Das könne er nicht genau sagen, aber sein erster Ausruf von der „magnificent desolation“, mit der er das Großartige der menschlichen Leistung und die Einöde des Mondes gleichermaßen beschreibt, ginge in die gleiche Richtung wie „one small step for man“. Zuletzt möchte eine Dame wissen, was Aldrin von Alexander Gerst hält. Buzz überlegt kurz und man fragt sich: Kennt er den Genannten? Doch dann sagt er nur: „ Is he up there? Well, give him a warm shower and a good meal when he’s back“. Sehr cool halt. Und schon entschwindet die Raumfahrtlegende unter tosendem Applaus. Den Mann live erlebt zu haben ist zweifellos ein Ereignis. Und am gleichen Abend den Mond zu beobachten ist anders als sonst – schließlich hat man soeben den getroffen, der dort vor 45 Jahren Geschichte geschrieben hat. [Paul Hombach]

Buzz02Tür auf für Buzz Aldrin! (Alle Fotos (c) Paul Hombach)

Buzz09Buzz während seines sehr dynamischen Vortrags

Buzz10Gemini 12 oder : Wie Buzz Aldrin das Selfie erfand…

Buzz15Eines der berühmtesten Bilder der Welt: Aldrin auf dem Mond, erläutert von ihm selbst!

Buzz16Die Sache mit dem abgebrochenen Schalter…

Buzz20Ab jetzt dauerhaft in Speyer zu sehen: Buzz Aldrins Autogramm (Alle Fotos (c) P. Hombach)

„Outer Space“ Ausstellung eröffnet!

Mit einer Pressekonferenz am Vormittag und einer öffentlichen Vernissage am Abend des 2.10. ist die große Weltraumausstellung in der Bundeskunsthalle eröffnet worden. Er sei „positiv schockiert“ und erfreut über die Zusammenstellung, erklärte Intendant Rein Wolfs zum Auftakt. Die Exponate, die die Kuratoren Stephan Andreae und Claudia Dichter in vierjähriger Arbeit zusammengetragen haben, bieten in der Tat eine Fülle ungewohnter Gegenüberstellungen von Kunst und Wissenschaft. Es sind die Kontraste zwischen Rubens „Entstehung der Milchstraße“ und den Weltraum-erprobten Socken von Astronaut Reinhold Ewald, zwischen Marszeichnungen Antoniadis und einem kuriosen „Mondflugprojekt“ mit Gänsen, echten Raumanzügen und Science Fiction – Requisiten, die in zwölf architektonisch bemerkenswerten Räumen immer wieder erstaunen und unterschiedliche Zugänge zum Thema Weltraum bieten. Manchmal ist diese Gegenüberstellung ganz wörtlich in einem Raum realisiert, z.B. wenn ein großformatiges Sternenbild von Thomas Ruff vis-à-vis einer (perfekt beleuchteten) Platte aus der Ergänzung der Bonner Durchmusterung gezeigt wird. In allem ist das Kriterium einer „Hybrid-Ausstellung“ (Wolfs) mit einem weiten interdisziplinären Blick erfüllt. Und was wäre eine Astro-Ausstellung ohne Stars: Natürlich die Liberty Bell 7 – Kapsel oder ein beeindruckendes Ariane-4-Triebwerk.  Aber auch eine ganz reale Raumfahrtlegende, die vielleicht in der Öffentlichkeit nicht so bekannt ist: Galina Balaschowa, die 30 Jahre lang für das Design der Innenausstattung russischer Raumfahrzeuge zuständig war und Faksimiles ihrer Entwürfe eigenhändig für die Bundeskunsthalle nachkoloriert hat, war zu Gast und wurde mit großem Applaus bedacht. Mit Gerhard Thiele und Reinhold Ewald waren zudem zwei echte Raumfahrer zur Eröffnung gekommen – dazu Alexander Gerst, wenn auch nur virtuell per Videobotschaft. Allenthalben wurde die Kooperation zwischen der BuKuHa und dem Hauptpartner DLR, sowie ESA, Airbus, dem  Kunstmuseum Bonn und weiteren Leihgebern gelobt. Neben historischen Instrumenten, Himmelsgloben und Buchraritäten wie einer Ausgabe Galileis Sidereus Nuncius oder Hevelius Selenographia sowie echtem Mondstaub ist die polierte Mosaik-Holzkugel des Künstlers Hiroyuki Masuyama ein Highlight. Die Kugel kann von Besuchern betreten werden: Wer sich hinein hockt und seine Augen bei geschlossener Luke an die Dunkelheit gewöhnt, wird mit dem Anblick eines rund-um-Sternenhimmels aus über 30’000 feinen und feinsten Lichtpunkten belohnt. Das sollte sich niemand entgehen lassen! Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung besteht bis zum 22. Februar 2015. Weitere Eindrücke gibt hier in einem Bericht von D. Fischer. [Paul Hombach]

BuKuHa01Blickfang Ariane 5: Selbst im Maßstab 1:5 beeindruckend

BuKuHa10Die BuKuHa im Weltraum-Look

BuKuHa2„My God – it’s full of stars!“ Begehbarer Sternenglobus von Hiroyuki Masuyama

 BuKuHa03 Marszeichnungen von Antoniadi

BuKuHa08Erster Refraktor der Bonner Universitätssternwarte

BuKuHa07Original Mondstaub

BuKuHa04Ein Highlight: Liberty Bell 7

BuKuHa05Triebwerk trifft Tierkreis…

BuKuHa09Galina Balaschowa (re.) vor ihren eigenen Werken

BuKuHa06Pressekonferenz am Vormittag

BuKuHa12Ein Gruß von oben zur Eröffnung: Alexander Gerst per Video