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Mond, Venus & Mars über Bochum

Sehenswerte Konstellationen in der Abenddämmerung über dem Bochumer Planetarium: Drei-Tages-Mond und Venus – und später auch noch oben links der Mars dazu:

[Daniel Fischer. NACHTRÄGE: zwei der späteren Bilder auch größer hier und hier bzw. hier – und wie es am nächsten Abend und noch zwei Abende drauf weiter ging]

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Venus und Saturn in Dämmerungs-Konjunktion

18:38 MESZ – Sonnendepression 5.1° (nur die Venus zu sehen)

18:46 MESZ – Sonnendepression 6.3° – Saturnhöhe 7.8°

Ein paar Stunden vor der größten Annäherung von 3.0° zwischen den Planeten Venus und Saturn Beobachtungen bei sehr klarem Abenddämmerungshimmel vom Bochumer Planetarium aus sowie freihändige Fotos mit Telebrennweiten, hier bis auf leichte Ausschnitte gänzlich unbearbeitet. Auch gegen Ende der bürgerlichen Dämmerung war der Saturn mit bloßem Auge nicht zu sehen (während die Venus schon extrem auffällig war) und nur fotografisch nachweisbar, im zweiten Bild nahe des oberen Randes. Ab etwa der Mitte der nautischen Dämmerung war der Saturn dann für’s Auge erkennbar aber nie auffällig, da die zunehmende Extinktion den Kontrastgewinn durch den dunkler werdenden Himmel wieder auffraß, während das Paar – zu dem sich in vier Tagen noch die Mondsichel gesellen wird – fotografisch kein Problem mehr war:

19:04 MESZ – Sonnendepression 9.0° – Saturnhöhe 5.9°

19:05 MESZ – Sonnendepression 9.2° – Saturnhöhe 5.7°

19:10 MESZ – Sonnendepression 10.0° – Saturnhöhe 5.2° [Daniel Fischer]

Vierertreffen am Morgenhimmel

Die Show gegenseitiger Begegnungen von Planeten am Morgenhimmel geht weiter und bot heute gemeinsam mit der Mondsichel ein weiteres Highlight. Hier zwei Ansichten, einmal die drei Planeten Jupiter – Venus – Mars mit der Mondsichel (auf der länger belichteten Aufnahme ist der Erdschein erkennbar) und das Trio Venus – Mond – Mars mit Tele. Der Stern in der Mitte des Trios ist β Virginis. PH

Jupiter (r) und das Trio Mond - venu . Mars

Jupiter (rechts oben) und das Trio Mond – Venus – Mars

Mond mit Venus und Mars am Morgen des 7.11.2015 Bilder: PH

Mond mit Venus und Mars am Morgen des 7.11.2015 Bilder: PH

Die Show geht weiter: Venus nah bei Mars

Acht Tage nach der Konjunktion von Venus und Jupiter hat der Tanz der Planeten am Morgenhimmel heute früh zu einer noch engeren Konjunktion von Venus und Mars geführt, über der der Jupiter und der Löwe thronten – während sich von rechts bereits der Mond ins Bild schleicht, der in ein paar Tagen an den Planeten vorbei ziehen wird. [Daniel Fischer. NACHTRAG: zwei Bilder größer, mehr und mehr Links – und eine Jux-Aufnahme im Morgengrauen]

Na endlich: das Planeten-Trio 2015!

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Aufgang des Trios Jupiter, Venus und Mars heute gegen 4 Uhr MEZ: nach August 2014 am Morgen und Juni 2015 am Abend zum dritten Mal in Folge Wetterglück in Königswinter just an jenem Tag, als sich Jupiter und Venus am nächsten kamen! Diesmal hat’s allerdings seehr lange gedauert, bis mal ein passender klarer Morgen kam – noch ein paar Bilder mehr von heute, auch mit Strichspuren der Jupitermonde. [Daniel Fischer. NACHTRAG: drei Bilder in größer, auch später zusammen mit dem ganzen Leo]

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Die Konjunktion des Jahres

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Und heute nun der Höhepunkt der Jupiter-Venus-Konjunktion, mit 22 Bogenminuten Abstand der beiden Planeten: hier von Königswinter aus gesehen. Auch die Galileischen Monde machen sich bemerkbar; drei Bilder in größer gibt es hier (noch in der hellen Dämmerung vor den obigen Aufnahmen; eingedunkelt), hier und hier und noch mehr Bilder hier. [Daniel Fischer]

Venus trifft Jupiter

Ein tolles Schauspiel in der Abenddämmerung erlebt sein Finale: Schon seit Tagen kann man beobachten, wie sich die beiden hellen Planeten Venus und Jupiter über dem Westnordwesthorizont näher kommen. Venus ist die hellere und schnellere des Duos. Der Abendstern wird heute und morgen Abend nur 0,5° – das entspricht dem scheinbaren Durchmesser des Mondes am Himmel – südlich an Jupiter vorbei ziehen. Ein Fest für Astrofotografen! Bereits gestern betrug der gegenseitige Abstand der Himmelsstars weniger als 1°. Ein echter „Hingucker“ für schöne Sommerabende! PH

Planetenduo am 29.6. Bild: PH

Planetenduo am 29.6. Bild (c) P. Hombach

Als sich Venus und Jupiter fast berührten …







Wie schon 24 Stunden zuvor lösten sich die Wolken über Königswinter-Heisterbacherrott heute Morgen gegen 5:20 MESZ pünktlich auf, so dass der Blick auf das Venus-Jupiter-Paar frei wurde, nunmehr bei ihrer engsten Begegnung mit nur 1/5 Grad Abstand voneinander! Dramatisch der Aufgang des engen, wegen der Horizontnähe noch golden glänzenden Paares in der tieferen Dämmerung, majestätisch der Anblick schließlich in größerer Höhe bei fortschreitender Dämmerung; die Zeit läuft von unten nach oben. Das letzte = oberste Bild entstand dann von einem anderen Standort aus: aus einem Schlafzimmerfenster. Und noch später, um 6:00 MESZ, war das Paar deutlich und nun schon ziemlich hoch am hellen Dämmerungshimmel auszumachen. Zwei Bilder mit höherer Auflösung hier und hier bzw. hier. Und unten noch ein schönes Info-Video der NASA zum Fortgang der Dinge. [Daniel Fischer]

Die größte schmalste Venussichel 2014

Alex Tudorică

Während am vergangenen Freitagabend mit einer großen Parallelveranstaltung der Abschluss der „Kometenzeit in Bonn“ sowie das Winter-Planetenseminar der Volkssternwarte Bonn (VSB) am Argelander-Institut in Bonn-Endenich stattfand, wurde zuvor tagsüber mit dem 50cm-Teleskop auf dem Institutsdach diese hauchdünne Venussichel aufgenommen. Die Venus wechselt aktuell vom Abendhimmel zum Morgenhimmel und zog dabei am Wochenende genau zwischen Erde und Sonne vorbei. Dabei ereignete sich jedoch kein Venustransit wie 2004 oder 2012, unser strahlender Nachbarplanet wanderte rund 5 Grad oberhalb der Sonne vorbei. Die Venus hatte zudem ihren geringsten Abend zur Erde, so dass letzten Freitag Alex Tudorică die größte schmalste Venussichel 2014 mit dem Institutsteleskop fotografieren konnte. Der 39,8 Millionen Kilometer ferne Nachbar erschien zu diesem Zeitpunkt am Himmel 1 Bogenminute groß. [Nico Schmidt]

Treffen sich zwei Sicheln…

Venus wird am 11. Januar zwischen Erde und Sonne hindurch ziehen. Anders als bei einem Venustransit (wie zuletzt im Juni 2012) zieht sie aber diesmal von uns aus gesehen etwa 5° oberhalb der Sonne her. In den Tagen vor und nach dieser sogenannten unteren Konjunktion kommt uns die Venus besonders nah und ist entsprechend groß im Teleskop zu sehen. Zudem blicken wir mehr und mehr auf ihre Nachtseite mit der Folge, dass wir nur noch eine feine Sichel ihrer der Sonne zugewandten Tagseite sehen. Heute Abend stand die zunehmende neue Mondsichel oberhalb der Venus in der Abenddämmerung. Um die Venus als Sichel zu sehen, benötigte man allerdings ein gutes Fernglas oder kleines Teleskop. Beide „Sicheln“ zeigen an, aus welcher Richtung das Sonnenlicht kommt. Während die Mondsichel in den nächsten Tagen zunimmt, ist die Venussichel bis zum 11.1. abnehmend. Danach taucht die Venus wieder am Morgenhimmel auf und ihre Sichel erscheint täglich dicker. Venus ist also am Abendhimmel abnehmend und am Morgenhimmel zunehmend – beim Mond ist es genau umgekehrt. So sahen beide heute in der Dämmerung aus, als die Regenwolken sich kurz verzogen:

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Mond und Venus am 2.1.2014 Bild: PH