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Statt Jupiterbedeckung: Trostpreise gibt’s genug …

… am deutschen Himmel, wenn auch immer nur ein paar Minuten und rein troposphärischer Natur: hier Abendrot und Wolkenbeleuchtungs- und -schatteneffekte über Bochum an den Abenden des 13. und 15. Juli, jeweils kurz nach Sonnenuntergang – hier gibt’s mehr Impressionen; die Abendrot- und Mammatuswolken-Effekte am 13. haben sogar die Fachwelt angeregt. In der kommenden Nacht könnte es nun auch in größerer Höhe interessant werden: Während der aktuelle geomagnetische Sturm bisher im Wesentlichen Nordamerika erfreute, gibt es jetzt eine selten dramatisch formulierte Polarlichtwarnung für Europa. „Die Effekte des gestern eingetroffenen CME manifestieren sich gerade in einem sehr heftigen Substurm über Europa“, schreibt Ulrich Rieth um 21:24 MESZ auf der polarlicht-Warnliste: „Das interplanetare Magnetfeld ist weiterhin deutlich südwärts ausgerichtet, so dass immer noch Energie in die irdische Magnetosphäre gepumpt wird. Weitere, teils extreme Substürme sind heute Abend sicher zu erwarten. Es dürfte nach Erfahrung aus dem vergangenen Sonnenfleckenzyklus auf alle Fälle für visuelle Aurora bis mindestens Norddeutschland, eher weiter und für gute fotografische Aurora bis Süddeutschland und Österreich reichen.“

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Noch mehr Wolkenstrahlen – und eine kurze aber heftige NLC-Show!

Die gestrige Himmelsshow ist heute Abend weiter gegangen: diesmal gesehen von einem Balkon in Witten-Herbede auf 51°25’N über Bochum hinweg blickend erst weitere Wolkenstrahlen – und dann ein kurzer aber heftiger Ausbruch leuchtender Nachtwolken kurz nach 23:00 MESZ, der aber um 23:30 MESZ schon wieder völlig vorüber war. [Daniel Fischer]

Wunderwelt wohlgeformter westfälischer Wolkenschatten

Bildschöne Beispiele dieses simplen Phänomens der atmosphärischen Optik gab es heute am Rande der 12. Nacht der Industriekultur im Ruhrgebiet zu sehen, die passenderweise unter dem Motto „Licht an!“ stand: oben gesehen vom Emscherquellhof in Holzwickede bzw. dem Weg zur und der Haltestelle des Shuttlebusses 28 aus, unten – erst recht passend – vom Zentrum für Internationale Lichtkunst in einer Ex-Brauerei in Unna, namentlich dem ‚Observatorium‘ Third Breath. In dem selbst diese Himmelsshow aber gar nicht zu sehen war. [Daniel Fischer]