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Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung

Die letzte öffentliche Beobachtung am Rande der Outer-Space-Ausstellung widmete sich heute – mangels des sonst ‚benutzten‘ Mondes – überwiegend dem Jupiter, denn im Lichterglanz des Bonner Museumsplatzes konnte der Orion-Nebel dann doch nicht recht überzeugen. Besser wird das hoffentlich schon bald in Pulheim bei Köln, wo im Rahmen des abermals Weltraum und Kunst verbindenden Dialogs der Sterne im Walzwerk Atelier 50 eine ganze Reihe öffentliche Beobachtungen geplant sind, jene mit Teleskopen immer direkt nach den Vorträgen um 20:00 MEZ am 1., 7., 8. und 13. März. [Daniel Fischer]

Mondbeobachtung vor der Bundeskunsthalle

Nach der Sonnenbeobachtung vor einem Monat heute, wegen – sich letztlich als falsch heraustellender – Wettermodelle um einen Tag verschoben, am frühen Abend nun auch die erste öffentliche Mondbeobachtung im Rahmenprogramm der „Outer Space“-Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn, mit erst zwei und schließlich vier Teleskopen und deren Betreuern vom KBA. Die Mondaufnahmen hier und in einer weiteren Galerie mit 15 Bildern entstanden übrigens nicht durch eins der Teleskope, wie es etlichen der Besucher mehr oder weniger mit ihren Smartphones gelang, sondern direkt mit maximalem Zoom der Bridgekamera. [Daniel Fischer. NACHTRAG: ein weiterer Bericht, vom Initiator]

Die letzte Bonner Pre-Show für den Transit der Venus – mit öffentlicher Verabschiedung derselben

Genau zwei Wochen vor dem letzten Venus-Durchgang für 105 Jahre hatte die VSW Bonn zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung geladen, die leider – lag es am sommerlichen Wetter oder dem ungewohnten Dienstagstermin? – nicht die Zuhörerzahl bekam, die sie verdient hätte: Stefan Krause (oben) und Paul Hombach führten im Wechselspiel fast 1 1/2 Stunden durch die Geschichte der Venustransits, so ähnlich wie letzterer solo vor 2 Wochen im Deutschen Museum aber nun noch mehr ins Detail gehend und natürlich wieder mit allerlei Musikalischem, gipfelnd in einer weiteren Aufführung der Transits in Time. Just als diese verklungen waren, kam die Kunde von aufgerissenen Wolken, und die Venus konnte auch persönlich in Augenschein genommen werden, als nur noch hauchfeine aber helle große Sichel: in einer ausnehmend dicken Tüte von Wilfried Bongartz, einem Kleinrefraktor von Nico Schmidt und problemlos auch in einem Feldstecher von Stefan Krause. Nur noch die Hartgesottenen harrten allerdings aus, bis zu guter Letzt auch noch die Mondsichel weit unterhalb der Venus aufgespürt werden konnte, nur mit Mühe aus der milchigen Dämmerung zu fischen. [Daniel Fischer]