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Begegnungen mit dem September-Mond

auf 37° Nord auf der Bodrum-Halbinsel in der Südwest-Türkei an den letzten drei Abenden – da ging trotz flacher Abend-Ekliptik doch einiges; die Zeit läuft auf der Seite durch von unten nach oben:

Heute von Yalıçiftlik aus gesehen das Dreieck Mond/Saturn und Venus, rechts unterhalb noch Spica, links der Kopf des Skorpions.

Die Mond/Venus-Konjunktion gestern über Gümüşlük während einer Halbinsel-Rundfahrt (Aufnahmen mit optimaler Dämmerung waren dabei leider nicht möglich).

Und vorgestern das erste Erscheinen des jungen Mondes über Orak Adası während einer Bootsfahrt im Golf von Gökova. [Daniel Fischer]

Und schon wieder ein Goldener Henkel …

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Nicht so knackig wie vor einem Monat – aber ähnlich wie vor einem Jahr steht heute Abend der zunehmende Mond mit gut beleuchtetem Jura-Gebirge am Himmel. Ein Schuss aus der Hüfte mit 1/125 Sekunde und Blende 5.6 bei ISO 200, diesmal mit unverändertem Gamma und in originaler Auflösung. [Daniel Fischer]

‚Supermoon‘ vom 23.06.2013

'Supermoon' vom 23.06.2013

Ein paar kleine Lücken in einer ansonsten weitgehend dichten Wolkendecke erlaubten gestern überraschenderweise für wenige Minuten dennoch diesen Schnappschuss des „Supermoon“ [Peter Oden]

Mond mit Goldenem Henkel – und Spica

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1/100 Sekunde bei Blende 5.2 und ISO 100, KB-Äquiv.-Brennw. 735 mm

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Dreimal 1/40 Sekunde bei Blende 5.3 und ISO 200, KB-Äquiv.-Brennw. 735 mm

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1/4 Sekunde bei Blende 3.5 und ISO 400, KB-Äquiv.-Brennw. 100 mm. Alles Ausschnitte

Angeregt durch den Tweet eines Kollegen, u.a. diesen Artikel und dann auch noch Facebook-Postings entsprechender Motive in einer ‚lokalen Gruppe‘ hier ein paar Impressionen der Konjunktion des Mondes mit „Goldenem Henkel“ mit der Spica sowie ganz unten auch noch Saturn. Entstanden kurz vor Mitternacht freihändig mit einer Panasonic DMC-FZ48, nur gegen eine Wand lehnend … [Daniel Fischer]

Dreiviertelmond über der Volkssternwarte Bonn

Überraschend klarte es gestern Abend doch noch etwas auf, so dass ich einem Besucher zumindest Mond und Jupiter mit seinen Monden in meinem 80mm-Richfielder zeigen konnte. Während er durch’s Okular schaute und wir uns unterhielten, machte ich freihändig einige Aufnahmen des Dreiviertelmondes über dem Schriftzug auf der Kuppel des Refraktoriums, seit 1976 das Zuhause der Volkssternwarte Bonn (VSB) direkt hinter der alten Argelander-Sternwarte an der Poppelsdorfer Allee. Ein weiterer Interessierter, der aus der Nähe von Rathenow im Westen Brandenburgs kam und gerade in der Gegend war, erzählte mir wie er damals aus seinem Zimmer das Rathenower Riesenteleskop in der Röntgenstraße sehen konnte, als 16-Jähriger den Erbauer Edwin Rolf (1899 bis 1991) kennenlernte und mit ihm dann durch das 10 Meter lange Fernrohr (70cm Öffnung, 20m Brennweite) den Mond beobachtete. Heute steht das Anfang der 50er Jahre erbaute sog. Brachymedialfernrohr im Optikpark Rathenow, beobachtet wird damit aber nicht mehr visuell, sondern nur noch über Projektion. [Nico Schmidt]

Sonne, Mond und Sterne….

Nach Monaten der Abstinenz bot sich am Wochenende ENDLICH mal wieder die Chance zu echter persönlicher Astronomie aus erster Hand – sprich direktem Erleben.

Tagsüber war die Sonne, die nun doch und turnusgemäß mal reichlich Sonnenflecken zeigte, ein lohnendes Ziel:

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An einem Refraktor 90mm/900mm (sonnenbeobachtungsgerecht ausgestattet mit Herschelkeil und Filtern) sprangen einen die Strukturen, allen voran die riesige Fleckengruppe 1654, regelrecht an.

Am frühen Abend bot der junge Neumond tief am Horizont ein schönes Bild. Durch die Überbelichtung der zarten Sichel konnte auch das sogenannte aschgraue Mondlicht gut eingefangen werden:

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Mit Fotoapparat und Teleobjektiv (600mm, f2.8 (KB-Äquiv.) gelang diese Aufnahme bei ISO 1.600 und 1/4 sec. Belichtung frei aus der Hand.

Und etwas später – gegen 22:30 Uhr – im Wettrennen gegen sehr schnell aufziehende Wolken ging noch ein letzter Schnappschuss von Jupiter mit zahlreichen interessanten Wolkenstrukturen ins Netz:

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Hier kamen ein Celestron C9.25 bei 9.000mm und eine DMK21AU16-Kamera zum Einsatz.

Alle Aufnahmen entstanden mitten aus Bonn-Beuel von der heimischen Gartensternwarte aus. Und so gibt es nun doch wieder Hoffnung 😉 auf die Möglichkeit astronomischer Beobachtungen in Bonn. [Peter Oden]

26 Astrozeichnungen zum Jahresrückblick 2012

Trotz des oft schlechten Wetters letztes Jahr sind doch einige Zeichnungen zusammen gekommen, die ich gerne noch einmal gesammelt zeigen möchte. Die Zeichnungen sind alle an meinem SC mit 9,25″ Öffnung bei etwa rund 200-facher Vergrößerung entstanden.

Mond: Recht magere Ausbeute, dafür zwei Krater mit sehr besonderen Schattenwürfen.

Sonne: Zwei Sonnenflecken-Zeichnungen mit Sonnenfilter bei voller Öffnung des SC 9,25″.

Mars: Im März war es sehr oft klar und es entstanden in diesem Zeitraum praktisch alle Marszeichnungen. Auffallend waren etliche Wolkenerscheinungen, und besonders beeindruckend erschien eine weiße Wolke über Olympus Mons.

Jupiter: Oktober und November kam ich kaum mit dem Zeichnen nach. Sehr schön in dieser Saison erschienen der GRF und das Oval BA hell orange gefärbt. Die Wirbelschleppe „hinter“ dem GRF zeigte sich sehr ausgeprägt mit teilweise schönen Strukturen.

Saturn: Ein einmaliger Zeichenversuch kurz vor der Opposition.

[Lambert Spix]

Weihnachtliche Konjunktion von Mond und Jupiter

Drei Sternfreunde des Köln-Bonner-Astrotreffs (KBA) haben die schöne weihnachtliche Konjunktion von Mond und Jupiter am ersten Weihnachtsfeiertag festgehalten. Die Fotos von Rolf Hempel (Bild 1 und 2) zeigen deutlich den Jupiter als Scheibchen und einige seiner Monde. Meine kurz vor 22:00 MEZ gemachte Aufnahme (Bild 3) zeigt mit dem 20x-Zoom der TZ31 ebenfalls das Jupiterscheibchen, allerdings war die Belichtung auf den Mond ausgerichtet, weshalb der Riesenplanet in der linken oberen Ecke nur sehr schwach sichtbar ist, und wenige Minuten später zogen schon wieder Hochnebel und Regenwolken auf. Einen größeren Himmelsausschnitt zeigt Daniel Fischers Foto (Bild 4), auf dem neben (überbelichteten) Mond und Jupiter mit Monden auch das Siebengestirn M 45 sowie Aldebaran und die hellsten Sterne des Hyaden-Haufens – darunter auch der Asterismus „Mirror Moth“ – zu sehen sind. Weitere Konjunktionsbilder von ihm gibt es hier in seinem Blog. [Nico Schmidt]

Mond trifft Jupiter

 

Ein „Allerheiligen-Mondaufgang“ – sehr dekorativ mit Jupiter daneben!

Bei längerer Belichtung sind zusätzlich Aldebaran und einige Hyaden-Sterne zu sehen

Mond und Jupiter am späteren Abend, hoch am Himmel (Canon 300D + 300mm Objektiv)

…und nach dem „Seitenwechsel“ am frühen Morgenhimmel. Selbst nach Sonnenaufgang war der blasse Jupiter im Fernglas noch mühelos gemeinsam mit dem Mond am klaren Taghimmel zu sehen. [P. Hombach]

 

Eindrücke vom Tag der offenen Tür 2012 der Volkssternwarte Bonn

„Veronika, der Lenz ist da“. Für das vergangene Wochenende mit Temperaturen bis zu 25 Grad traf das noch zu, aber zum gestrigen Tag der offenen Tür schaufelten die Tiefs Veronika und Ursula ordentlich polare Kaltluft nach NRW. Doch trotz der gerade einmal 5 Grad zur Mittagsstunde kamen bei schönstem Sonntagswetter die Besucher – geschätzt zwischen 250 und 300 – zur Volkssternwarte Bonn (VSB).

Der Hochnebel vom Morgen war anfangs noch recht zäh, aber ab 13 Uhr taten sich die ersten größeren Lücken auf, so dass sich ein Blick durch die direkt unter dem 170 Jahre alten Argelander-Turm aufgebauten Sonnenteleskope lohnte. Während im Weißlicht drei Sonnenfleckenregionen sichtbar waren, offenbarte die Beobachtung des roten Lichts der Wasserstofflinie H-alpha eine turbulente Chromosphäre mit vielen Einzelheiten sowohl auf der Oberfläche als auch am Rand, wo sich deutlich einige sehenswerte Protuberanzen tummelten.

Die Besucher – sogar Christian Preuß von den „Sternfreunden Siebengebirge“ schaute vorbei – konnten sich im Kuppelraum der Volkssternwarte informieren: die Stellwände zeigten u.a. Fotos von der Öffentlichtkeitsarbeit, Einsteiger-Bücher waren ausgelegt, auf der neuen Leinwand wurde Stellarium vorgeführt und die Hobbyastronomen beantworteten alle möglichen Fragen. Es gab auch einige Führungen hoch in den kleinen Beobachtungsturm der Alten Sternwarte, wo Argelander und seine Kollegen vor mehr als 150 Jahren eine als „Bonner Durchmusterung“ berühmt gewordene Himmelsvermessung durchgeführt haben. Die geschichtlichen Hintergründe dieses Ortes vermittelte außerdem der noch rechtzeitig fertig gestaltete Argelander-Flur, in dem Texte und historische Abbildungen ausgestellt sind. Ebenfalls gut besucht waren die angebotenen Vorträge, so auch meiner (über interessante Sterne am Herbsthimmel), der bis auf den letzten Platz besetzt war.

Nach dem der letzte Vortrag gegen 18 Uhr endete, konnten die Besucher kurz vor ihrem Nachhauseweg noch einen Fernrohrblick auf den fast vollen Mond mit den jetzt gut sichtbaren Strahlenkratern werfen. Natürlich wurden auch wieder Handys gezückt, um sich gleich als Mondfotograf zu versuchen. Meinen kleinen 80mm-Refraktor richtete ich zwischendurch mal auf die Leier, um kurz den Ringnebel M 57 zu zeigen. Das war natürlich viel unspektakulärer, aber angesichts der kleinen Öffnung und des Stadthimmels war doch immerhin ein Nebelfleckchen sichtbar. Gegen 19 Uhr endete schließlich der Tag der offenen Tür der Volkssternwarte Bonn zum diesjährigen 40. Geburtstag des Vereins. [Nico Schmidt]