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Am Eröffnungstag im Bonner Universitätsmuseum

Wie vor 10 Tagen berichtet, öffnete heute zum ersten Mal das neue Universitätsmuseum Bonn seine Türen (Presseechos gibt’s hier, hier sowie hier, und wie man sieht, war das Uni-TV auch vor Ort). Und da steht es nun, das heute einzigartige Heliometer. Nachdem es vor 170 Jahren in Poppelsdorf in der Bonner Sternwarte aufgestellt wurde, ist es hier nun erstmals dauerhaft für die Öffentlichkeit ausgestellt. Wie auf Hochglanz poliert steht es fast zentral im großen Museumsraum und wirkt so tatsächlich wie ein technisches „Prunkstück“, wie es Thomas Becker, Leiter des Archivs der Uni Bonn und „spiritus rector“ (die Ansprache des Rektors) bzw. Vater des Universitätsmuseums, in einem Interview bemerkte. Seit „fast 20 Jahren“ hatte er den Traum eines Museums, das die Universität selbst zum Thema hat.

Räumlich gesehen ist es zwar nur ein „ein Raum tiefes Museum“, aber auf der Zeitachse bietet es gebündelt die fast 200-jährige Geschichte der Universität Bonn; in einem kleineren Vorraum ist derzeit die Wechselausstellung zum Hofgarten, „Bonns schönster Liegewiese“, zu sehen. Großartig fand ich vor allem, dass der warme hölzerne Look der ehemaligen Studentenbücherei beibehalten und in das moderne Design des Museums integriert wurde. An den Wänden werden die einzelnen Fakultäten und die Geschichte der 1818 gegründeten Universität vorgestellt: Von der 1827 aufgesetzten Verfassung, über einen mehr als 100 Jahre alten prachtvollen Rektor-Talar, Heinrich Heines Urkunde zur Ehrendoktorwürde bis zu Exmatrikeln und Reisepässen ausländischer Studenten. Die Wand an der Kopfseite ist der Platz von Bonns berühmtesten Studenten. Beispielsweise finden sich hier Karl Marx (eine Karzerstrafe wegen „nächtlichen ruhestörenden Lärmens und Trunkenheit“ ist auf seiner Exmatrikel vermerkt), Konrad Duden, Friedrich Nietzsche, Karlheinz Stockhausen und Norbert Blüm. Und mit den beim Sofa liegenden Tablets lassen sich einige Clips (u.a. ein kurzer Beitrag vom Sternenfest 2009 mit Ranga Yogeshwar über die Hobbyastronomie) ansehen.

In 10 großen Tischvitrinen als „Schaufenster der Wissenschaft“ werden einzelne große Forschungsarbeiten vorgestellt; auf ausziehbaren Tafeln kann man weitere Hintergründe nachlesen. Hier findet man etwa August Kekulé und die Entschlüsselung eines Moleküls bzw. wie er durch einen Traum einer sich in den Schwanz beißenden Schlange auf den Aufbau des Benzol-Rings kam, und Wolfgang Paul, einer von zwei Nobelpreisträgern (in fünf Jahren) der Universität. Zum Teilchenphysiker Wolfgang Paul und seiner Erfindung, der sog. Ionen-Falle, wird es im Deutschen Museum Bonn in der Ahrstraße vom 13. November 2013 bis zum 24. August 2014 eine Sonderausstellung geben: „Der Teilchenfänger – Die Welt der Atome erleben und verstehen“. Und dann begegnet man zwischen Lotus-Effekt und Benzol-Ring natürlich noch Professor Argelander und seine „Bonner Durchmusterung“. Es wird das schrittweise Entstehen des Sternkatalogs, der nach 11 Jahren Arbeit 1863 veröffentlicht wurde, gezeigt und im Text heißt es, dass von um 1870 erst 20 bekannten Sternentfernungen 4 mit dem Bonner Heliometer gemessen wurden. Will man also Bonner Wissenschaftsgeschichte oder einfach die 200-jährige Geschichte der Universität entdecken, dann lohnt sich das „ein Raum tiefe Museum“ auf jeden Fall. [Nico Schmidt]

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Besucherrekord bei 3D-Astroabend im Museum

Ob es nun 170 Besucher, wie der Veranstalter Ralph Burmester direkt im Anschluss angab, oder 120 Leute nach meiner Zählung waren, ist nebensächlich, denn so oder so war der gestrige Astroabend im Deutschen Museum Bonn auf jeden Fall rekordverdächtig. Ausnahmsweise fiel die erste Ausgabe 2013 von „Pauls Portables Planetarium“ (weitere Termine hier) auf Karnevalsdienstag und dennoch wurde Astronomie-Entertainer Paul Hombach von einem nicht enden wollenden Besucherandrang überrascht. Besonders in den letzten 10, 15 Minuten füllte es sich dermaßen, so dass Stühle und gute Sichtplätze knapp wurden, wobei improvisiert werden musste. Sogar hinter der Säule wurden noch reihenweise Stühle aufgestellt, was nicht möglich gewesen wäre, würde hier immer noch die Hertz-Sonderaustellung, die vor einem Monat zu Ende ging, stehen. Auch die im Publikum ausgeteilten Farbfilter-3D-Brillen gingen aus, so dass selbst Herr Burmester seine Brille mit Rot-Grün-Gläsern hergeben musste.

Informativ und amüsant – das sind die Astroabende von Paul Hombach immer und so führte der Hobbyastronom, Musiker und Impro-Künstler auch diesmal durch 75 Minuten bunte Astronomie-Unterhaltung. Neben einem virtuellen Blick an den aktuellen Himmel stand die Vorschau auf die Kometen PANSTARRS und ISON (siehe obiges Bild von Alex Tudorică) sowie die morgige Begegnung mit dem 50m-Asteroiden DA14 im Mittelpunkt. Und nach dem astronomischen Rückblick mit sensationellen Aufnahmen der letzten Monate, kamen endlich die 3D-Brillen zum Einsatz. Ja, der 3D-Hype aus Kino und Wohnzimmer ist nun auch bei „Pauls Portables Planetarium“ angekommen – mit den üblichen Rot-Grün-Farbfilterbrillen.

Mit den gezeigten sog. Anaglyphenbildern bekam das Publikum bis zum hintersten Rang im wahrsten Sinne einen tiefen Eindruck von den unterschiedlichsten Oberflächenformationen des Mars und seinen Monden (aufgenommen von Mars Express, die mit der deutschen Kamera seit fast 10 Jahren um den Roten Planeten kreist) und einzelner Saturnmonde (aufgenommen von der Sonde Cassini, die seit fast 9 Jahren im Saturnsystem unterwegs ist), außerdem konnte man auch Gasnebel unserer Milchstraße in Rot-Grün-kodierter Form auf der Leinwand bewundern und als Abschluss dazu gab’s bewegte 3D-Kunst eines Astrofotografen aus Finnland.

Abschließend zu diesem gelungenen Astroabend gab es passend zu Fastnachtsdienstag noch ein karnevalistisches Bonbon, wobei Paul Hombach die Narrenkappe hervorholte und seine Büttenrede „Kosmologie für Karnevalisten“ präsentierte. Mit Mainzer Mundart wurde die komplette Entwicklungsgeschichte des Universums zum besten gegeben. Das beste Beispiel dafür, dass Büttenreden nicht nur klamaukig, sondern auch informativ und amüsant sein können, wofür es zurecht langen Applaus gab. Nach diesem genialen Abschluss freut man mich sich automatisch auf die 13. Ausgabe von „Pauls Portables Planetarium“ im Museum in der Ahrstraße am 14. Mai – hoffentlich mal mit klarem Himmel. [Nico Schmidt]

Musikabend mit astronomischen Daten am Keyboard

Nach den Musikabenden mit Beethoven und Argelander (hier und hier) sowie mit Wilhelm Herschels Sonaten (hier) – zufälligerweise auf den Geburtstag des Astromonen -, folgte am vergangenen Dienstag im Deutschen Museum Bonn der Abschluss der Reihe „Der musikalische Himmel“, in der auf wunderbare Weise Astronomie und Musik verbunden wurde. Statt Darbietungen mit klassischen Instrumenten wie bisher gab es in Paul Hombachs Vortrag „Sternenklänge“ moderne Keyboardsounds aus astronomischen Zahlen und Daten – diese Verklanglichung wird im Fachjargon Sonifikation genannt. Wie Norbert Junkes vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie einleitend zum Vortrag bemerkte, vereint Paul Hombach die nur scheinbar gegensätzlichen Themen Musik und Astronomie. Vom Improvisationstalent, Musiker und Hobbyastronom konnte man sich erst kürzlich bei einem amüsanten Astrotainment-Abend im Springmaus-Theater überzeugen.

Im Museum widmete er sich 90 Minuten lang dem Thema Sonifikation. Seit fast 20 Jahren sonifiziert der Sternfreund – damals waren es die Bahnverhältnisse von Merkur mit seiner scheinbaren Höhe – und stellte in seinem Vortrag viele Klangbeispiele aus astronomischen Daten vor. Aus Kalenderdaten (gregorianischer Kalender, Osterdatum), Himmelsmechanik (u.a. Bahnverhältnisse der inneren Planeten, von Mond und Venustransite), veränderlichen Sternen sowie Sternbildern entstanden live am Keyboard Sonifikationen und zum Schluss – am Beginn von allem angelangt – wurde sogar die Frage beantwort: Wie klingt der Urknall? Natürlich fehlten auch seine Pulsarklänge für jeden Musikgeschmack nicht und außerdem schloss sich hier der Kreis zu Beethoven und Argelander aus dem ersten Musikabend, als der Asteroid (1815) Beethoven hörbar an den Sternen in Argelanders „Bonner Durchmusterung“ vorbeizog (3. Bild). Das Klangspektrum an diesem Abend vor dem Teilchenbeschleuniger war breit gefächert: Neben neuzeitlicher experimenteller Musik von John Cage oder Karlheinz Stockhausen hörte man bei Paul Hombachs Sternenklängen auch klassische Komponisten wie Bach, Mozart oder eben Beethoven raus. [Nico Schmidt]

Ein Musikabend zu Herschels Geburtstag … mit seinen Sonaten

Gestern Abend brauchte es nur ein sehr altes Tafelklavier, eine Barockvioline und ein Barockvioloncello, um einen ganz großen Mann der Astronomiegeschichte, Wilhelm Herschel, einmal auf ganz andere Weise kennenzulernen. Denn nach einem Argelander-Beethoven-Musikabend im Oktober (Berichte hier und hier), dem Auftakt zur Reihe „Der musikalische Himmel“, erklangen im Deutschen Museum Bonn klassische Sonaten des Astronomen Herschel. Und so sprach Michael Geffert, seines Zeichens Astronom, Chorleiter und Wissenschaftsvermittler, in dem astronomiehistorischen Vortrag nicht nur über Wilhelm Herschel als Spiegelschleifer, Fernrohrbauer, Himmelsbeobachter, Ersteller von Doppelstern- und Nebelkatalogen, Vermesser der Milchstraße und Entdecker der Infrarotstrahlung und bekanntermaßen des Planeten Uranus, denn vor seiner Karriere als Astronom war er in den 1760er und 1770er Jahren vor allem Musiker.

Der von Hannover nach England ausgewanderte Herschel war Militärmusiker, Organist, Konzertleiter, Musiklehrer, Komponist und gab sogar seiner Schwester Caroline, die dann eine bekannte Sopran-Sängerin wurde, Gesangsunterricht. Um 1775 begann er sich für den Nachthimmel zu interessieren, was schließlich zu einer neuen Leidenschaft wurde. Die Wohnung des Musiklehrers „sei angehäuft mit Globen, Karten, Teleskopen, Spiegeln usw., unter denen ein Klavier verborgen war, und das Violoncello, wie ein weggeworfenes Spielzeug, lag versteckt in einer Ecke“, erinnerte sich sein Schüler John Bernard. Und wie Herschel festhält, wurden von den Musikschülern plötzlich Astronomie- statt Musikstunden gewünscht.

Zwichen den Vortragsblöcken wurde der Astronom als Musiker lebendig, als mit Klavier, Violine und Violoncello drei von Herschel komponierte Sonaten gespielt wurden. Sie erschienen im Selbstverlag am 01. Oktober 1769, eine Woche später erreichte James Cook nach dem beobachteten Venustransit die Nordinsel von Neuseeland. Während die Stücke aufgeführt wurden, fühlte ich mich direkt zurückversetzt, in eine Zeit als Goethe und Schiller ihre ersten Texte schrieben, Mozart an Opern arbeitete und Humboldt noch Hausaufgaben machte. Und die Astronomie kannte noch keine Galaxien, Planetarischen Nebel und Kugelsternhaufen, weder Sternentfernungen, Urknall, Spektrallinien, Rotverschiebung, noch die Energiequelle der Sterne. Eigentlich bestand der Nachthimmel nur aus fünf Planeten, Kometen und geheimnisvollen Nebelflecken und in dieser Zeit wurde der angesehene Herschel, ein englischer Gentleman, zu einem Handwerker, Erfinder und autodidaktischen Astronomen.

Die gespielten Herschel-Sonaten waren gleichzeitig sogar ein Geburtstagsständchen für den Astronomen, der heute vor genau 274 Jahren in Hannover geboren wurde. Ein Besucher meinte im Anschluss ganz treffend, dass sich Wilhelm Herschel auf zweierlei Arten für Punkte interessierte: Für Sternpunkte auf der Karte und für die Notenköpfe – und mit den Fähnchen sehen die Noten doch gleich wie Schweifsterne aus. An diesem wunderbaren astronomischen Musikabend hat auf jeden Fall ganz richtig eine „starke Wechselwirkung“ stattgefunden, wie es der Gastgeber Ralph Burmester mit den Worten eines Physikers beschrieb. Wann sieht man schon ein Klavier von 1804 vor einem Teilchenbeschleuniger, unter einem Röntgenhimmel und hört Sonaten eines berühmten Astronomen?

Im Anschluss brachte noch kurz Sternfreund Paul Hombach das Broadwood-Tafelklavier von Michael Gefferts Bruder Johannes zum Klingen. Am 04. Dezember wird der bühnenerfahrene Hobbyastronom mit einem Keyboard das Thema Astronomie und Musik in die Neuzeit bringen, doch schon am kommenden Montag ist er auf seiner Haus- und Hofbühne der Springmaus mit einem amüsanten Astronomie-Programm (Artikel des Kölner Stadtanzeigers) zu sehen.

[Nico Schmidt]

„Beethoven und die Bonner Durchmusterung“

So etwas wie die Veranstaltung gestern im Deutschen Museum Bonn kann es eigentlich nur in dieser Stadt geben: ein Beethoven-Konzert, gemischt mit lokaler Astronomiegeschichte der letzten 200 Jahre – mit einem Bonner Astronomen (Michael Geffert) am Pult und seinem Bruder (Johannes Geffert, mit Gerald Hambitzer) an einem Broadwood-Piano von 1810 aus dem Besitz des letzteren sowie einer Sängerin (Marie Seidler). Eröffnet von der mitreißenden Klaviersonate für vier Hände D-Dur Op. 6 – die besten online aufzutreibenden Interpretationen von erstem und zweitem Satz – reichte das Spektrum von den Anfängen der Bonner Astronomie, die erst im Zusammenhang mit einer Ausstellung im IYA 2009 intensiv erforscht worden war, bis zu den Asteroidenentdeckungen durch Bonner Astronomen. Den Zusammenhang zum Bonner Star-Komponisten Beethoven stellte dabei der Kleinplanet Nr. 1815 her, allerdings eine Heidelberger Entdeckung und mit 18 mag. Oppositionshelligkeit Ende des Jahres auch keine große Leuchte. [Daniel Fischer. NACHTRAG: ein weiterer Bericht vom Abend]

Argelander, Beethoven und Hertz im Deutschen Museum Bonn

Im Beitrag „Bonner ABC“ hatte ich hier vor fast zwei Monaten u.a. vorab auf das kommende Herbstprogramm mit Argelander und Beethoven im Deutschen Museum Bonn hingewiesen. Dabei stellt das ungewöhnliche Treffen des Bonner Astronomen Argelander mit der Musik des berühmten Komponisten Beethoven nur den Auftakt zu einer dreiteiligen Vortragsreihe mit dem Titel „Neues aus dem All – Der musikalische Himmel“ dar.  Hier die Termine im Überblick:

01. Oktober um 19:00 Uhr: Der musikalische Himmel – Beethoven und die Bonner Durchmusterung

Im Vortrag des Bonner Astronomen Michael Geffert geht es um Friedrich Wilhelm August Argelander, sein Lebenswerk der sog. Bonner Durchmusterung und den Asteroiden (1815) Beethoven, was ergänzt wird – passend zum Beethovenfest – durch musikalische Aufführungen von Werken Beethovens und Schuberts.

14. November um 19:00 Uhr: Der musikalische Himmel – Wilhelm Herschel, Komponist und Astronom

Michael Geffert stellt den in Hannover geborenen Astronomen Wilhelm Herschel vor, der vor seiner Karriere als Himmelsbeobachter, Spiegelschleifer, Instrumentenbauer und Entdecker von Uranus vor allem als Militärmusiker, Komponist, Organist und Musiklehrer bekannt war. Untermalt wird der Vortrag mit von Herschel selbst geschriebenen Musikstücken. Oben sind zwei Eindrücke aus einer Herschel-Musik-Veranstaltung im September 2010 in Bonn-Tannenbusch zu sehen.

04. Dezember um 19:00 Uhr: Der musikalische Himmel – Paul Hombachs Sternenklänge

Sonifikation ist die Vertonung astronomischer Daten und ist zugleich das Stichwort des Abends. Neben Michael Geffert führt Hobbyastronom Paul Hombach, bekannt durch die Museumsreihe „Pauls Portables Planetarium“, mit seinem Keyboard durch den musikalischen Abschluss der Vortragsreihe.

Außerdem: Neben den musikalischen Vorträgen im Herbst kann noch die bis zum 13. Januar 2013 laufende Sonderausstellung über Heinrich Hertz besucht werden. In deren Rahmen finden auch noch die folgenden drei Termine statt:

23. Oktober um 19:00 Uhr: Wie jüdisch war Heinrich Hertz? Die Geschichte einer deutschen Familie

13. Dezember um 19:00 Uhr: Von der elektrodynamischen Wirkung zu elektrischen Wellen – Replikation der frühen Experimente von Heinrich Hertz

10. Januar um 19:00 Uhr: Hertz, Kekulé und Argelander – drei Wissenschaftler und ihre Spuren in Bonn

Rainer Selmanns Vortrag bildet zugleich den Abschluss der Hertz-Sonderausstellung. Er stellt den Physiker Hertz, den Astronomen Argelander und den Chemiker Kekulé vor und folgt ihren Spuren durch Bonn. Wer diesen „virtuellen Spaziergang“ jedoch lieber live mitmachen möchte, hat noch am 31. August, 07. September und 05. Oktober (Treffpunkt jeweils um 17:00 Uhr am Eingang des Uni-Hauptgebäudes) Gelegenheit dazu. Rainer Selmann ist nämlich hauptberuflicher Spaziergänger und bietet noch an diesen drei Terminen die Stadtführung „Her(t)zenssache“ an. Meine Eindrücke zu diesem lohnenswerten wissenschaftsgeschichtlichen Stadtspaziergang kann man hier nachlesen. [Nico Schmidt]