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Mach das Meiste aus Deinem Kometenschweif!

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Nachdem vorgestern mitten in Bonn eine beachtliche Aufnahme von PANSTARRS‘ Staubschweif gelang, hier ein „Kurzlehrgang“ zur weiteren Verarbeitung, der heute Morgen vom österreischen Kometen-Star-Fotografen Michael Jäger eintraf – der die zur Zeit wohl besten PANSTARRS-Schweife der Welt abliefert. Oben ein Summenbild aus 13 Aufnahmen mit einem 4″-Newton f/2.9 und einer FLI 8300 mit 11 x 70 und 2 x 90 Sekunden Belichtung vom Abend des 19. März, das bereits die vom STEREO-Satelliten bekannten Strahlen im Staubschweif zeigt. In der Mitte wurde dies mit dem unter Kometenfans seit einem Vierteljahrhundert populären Larson-Sekanina-Algorithmus alias Rotational Shift-Differencing behandelt: Das Bild wird ein wenig um den Kometenkopf rotiert und von sich selbst abgezogen, so dass radiale Strukturen verstärkt und die diffusen Schweifteile unterdrückt werden. Die lästigen Negativ-Sterne werden dann entfernt und Original und LS-Bild zum Endresultat unten vereinigt, das man durch Anklicken auch in voller Pracht genießen kann. PANSTARRS steigt jetzt immer weiter – wenn auch immer langsamer – aus der Abenddämmerung, in der er ab dem 28. März auch wieder ohne Mond steht, und etwa ab dem 3. April auch beim Ende der astronomischen Dämmerung noch 10° hoch: Für „echte“ Astrofotografen hat jetzt die beste Zeit begonnen, auch wenn die Koma langsam verblasst. [Daniel Fischer]

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