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„Monat der Schulastronomie“ im November in Bonn

Mit der ab 03. November beginnenden „Kometenzeit in Bonn“ locken Bonner Astronomen und Hobbyastronomen interessierte Stern- und insbesondere Kometenfreunde z.b. ins Argelander-Institut nach Endenich oder zur Volkssternwarte in Poppelsdorf. Es geht aber auch andersherum, denn im November sind Astronomen der Region auch in Bonner Klasserzimmern unterwegs. Nachdem Anfang des Jahres ein derartige Veranstaltung für Kölner Schulen angeboten wurde, folgt nun ein „Monat der Schulastronomie“ in Bonn. Das Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) und der 2010 gestartete Sonderforschungsbereich (SFB) 956, der sich hauptsächlich mit Fragen der Sternentstehung beschäftigt, bieten dafür ein großes und abwechslungsreiches Veranstaltungsangebot an. Nach einem Blick in die Themenliste sind schließlich hier alle weiteren Infos zu Teilnahme und Ablauf zu finden. Teilnehmen können alle Bonner Schulen – von der Grundschule bis zur Oberstufe. [Nico Schmidt]

Das Observatorium Hoher List ist jetzt ein Kulturdenkmal

Kuppelbau des größten Teleskops am OHL; Michael Geffert

Observatorium Hoher List, südwestlich von Schalkenmehren auf der Kuppe des Hohen List (Denkmalzone): Hauptgebäude mit 3 Kuppeltürmen und Wohnhaus, 1950-54, Staatshochbauamt im Auftrag der Universität Bonn; Erweiterung 1964/65: Wohnhaus, Werkstatt und Labor mit 2 Kuppeltürmen; technische Ausstattung u.a. Teleskope Mitte 19. bis 21. Jh., Messgeräte“

So lautet der Text aus dem am 26. September aktualisierten „Verzeichnis der Kulturdenkmäler“ (PDF) für den Landkreis Vulkaneifel. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe ist in Rheinland-Pfalz für die Aufnahme von Denkmälern in die sog. Denkmalliste verantwortlich. „Die Eintragung erfolgte nach intensiver Recherche vor Ort und auf der Grundlage von entsprechenden Archivalien und Quellen“, heißt es dazu auf Nachfrage von der Denkmalfachbehörde. Michael Geffert vom Argelander-Institut für Astronomie (AIfA), der schon seit Jahren für den Erhalt des Observatorium Hoher List (OHL) kämpft, erhielt die frohe Nachricht am Donnerstagabend auf der Tagung der Astronomischen Gesellschaft (AG) in Tübingen. Der Bonner Astronom hatte 2006 und 2010 zwei verschiedene Konzepte zur Weiterführung der Universitätssternwarte in der Vulkaneifel veröffentlicht, um dort eine Art Bildungszentrum aufzubauen, doch nach jahrelangem Hin und Her erfolgte im Sommer 2012 die Schließung des Observatoriums. Dass die Gebäude jetzt unter Denkmalschutz stehen, ist ein weiterer Lichtblick für die Zukunft des OHL, denn schon Anfang September gab es ein Lebenszeichen. Die Astronomische Vereinigung Vulkaneifel am Hohen List e.V. (ehemals der Förderverein des OHL) bietet nämlich wieder Führungen an und veranstaltete bereits einen Tag der offenen Tür. [Nico Schmidt]

03. Oktober: Eine Maus öffnet das Argelander-Institut für Kinder

Wenn es am 03. Oktober wieder „Türen auf!“ heißt, öffnen wie schon 2011 auch die Bonner Astronomen des Argelander-Instituts (AIfA) wieder ihre Türen zum Maustag 2013. „Das Argelander-Institut für Astronomie in Bonn öffnet am 3. Oktober 2013 für Euch von 10-18 Uhr die Türen in die unendlichen Weiten des Weltalls. Wenn Ihr kleine Abenteurer seid und die Geheimnisse des Universums erkunden wollt, dann müsst Ihr einfach vorbei kommen!“ Wann hat man sonst schon mal die Gelegenheit Astronomen Schwarze Löcher in den Bauch zu fragen? Das astronomische Maustag-Programm richtet sich speziell an Kinder zwischen 5 und 12 Jahren, aufgrund des riesigen Andrangs bei der Veranstaltung 2011 ist jedoch eine Anmeldung nötig. Und bei hoffentlich sonnigem Wetter stehen auch die Bonner Hobbyastronomen mit ihren Sonnenteleskopen wieder bereit. Vor 2 Jahren sah der Himmel über Bonn-Endenich leider nicht nach Sonnenbeobachtung aus, dafür schauten sich aber Kinderreporter des Uni-TV im Institut um (siehe Clip, allerdings war Astronom Argelander kein Komponist). [Nico Schmidt]