Sternwarten in Chile: VLT, ELT & ALMA

Ein Besuch auf dem Cerro Paranal am 22. Juni: viele große Bilder – auch von der Anreise durch die Atacama-Wüste von Antofagasta aus – in diesem Album, bei dem die Chronologie grob von unten nach oben fortschreitet.

So sieht das Very Large Telescope vom Besucherzentrum aus gesehen aus – ideale Sicht auf alle vier Unit Telescopes gibt es nur aus der Luft.

Die Plattform ist so großzügig ausgelegt, dass selbst Reisebusse locker hoch fahren können: Man findet sich zwischen den Unit und Auxilliary Telescopes wieder.

Nähere Blicke auf das Unit Telescope Antu, insbesondere die aktive Optik des Hauptspiegels sowie wissenschaftliche Instrumente – im Nasmyth-Fokus die COudé Near Infrared CAmera CONICA in rot auf dem Nasmyth Adaptive Optics System (hellblau).

Auxilliary Telescopes aus der Nähe – das eigentliche VLT-Interferometer war leider nicht zugänglich.

Ein Großraum-Büro der etwas anderen Art … hier die Kontrollpulte für das Unit Telescope 4 (Yepun), die Weitwinkel-Teleskope VST & Vista auf bzw. in der Nähe des Plateaus, das VLT-Interferometer und … das Extremely Large Telescope.

Die Residencia von oben, vorne und innen sowie andere Service-Gebäude unterhalb des Plateaus.

Der Cerro Armazones mit der Baustelle des Extremely Large Telescope, das mittlere Bild automatisch farbkorrigiert.

Ferne Blicke auf die Operations Support Facility (OSF) des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) bei San Pedro de Atacama, von zwei erhöhten Punkten im Valle de la Muerte aus am 23. Juni: mehr in diesem Album.

Wachhund Mylu am Checkpoint, bevor die Auffahrt zur OSF beginnt, die in 2950 m Höhe liegt: Bilder vom 24. Juni in diesem Album.

Ein Live-Blick auf die Array Operations Site (AOS) noch viel höher, Hardware in der OSF und der dortige Hauptkontrollraum – und in einem Hangar eines der „amerikanischen“ (aber in Deutschland gebauten) Teleskope zur Wartung, nebst Transporter „Otto“:

[Daniel Fischer]

Sonnenfinsternis über dem Puclaro-Stausee

Bei reichlich Wind und schlechtem Seeing aber klarem Himmel und spektakulärer Landschaft des mittleren Elqui-Tals in Chiles Region Coquimbo, am Ostende des Stausees und 12 km westlich von Vicuna – die gestrige totale Sonnenfinsternis:

[Daniel Fischer. NACHTRAG: viel mehr & größere Bilder vom Tag]

Der Himmel jenseits von La Serena

Himmelsbeobachtung gestern Abend bei 29°56.8′ Süd 70°57.7° West = östlich von La Serena im Elqui-Tal in Chiles Region Coquimbo (IV) auf einer staubigen Straße zu einer Mine, wo auch zwischen 22 und 23 Uhr noch reger Verkehr herrschte – aber es ging trotzdem eine Menge mit der Panasonic DMC-FZ300 vom Stativ, wobei Ergebnisse in voller Auflösung in diesem Album zu finden sind und eine verkleinerte Auswahl hier:

[Daniel Fischer]

La Serena und Coquimbo im SoFi-Fieber

Die Region Coquimbo Chiles, die in drei Tagen der Kernschatten des Mondes treffen wird, hat sich kurzerhand zum Zentrum des Universums erklärt … Beobachtungen gestern – in diesem Album auch größer – in den zwei größten Küstenstädten:

Eine Auswahl der zahlreichen großen und kleinen Poster, die in Coquimbo und La Serena keinen Zweifel lassen, was bevorsteht – dem Vernehmen nach wird bereits seit mindestens zwei Jahren auf den großen Tag hin gearbeitet.

Von einem großen SoFi-Festival auf der Plaza de Armas in La Serena ein Souvenir-Handel, eine Open-Air-Ausstellung und ein Bier-Stand mit gleich drei Sorten SoFi-Bier.

Ein SoFi-Konzert vor der Markthalle von und ein Café in La Serena – und in Coquimbo überraschte der Bürgermeister der Stadt Marcelo Peirera (der sich gerne fotografieren lässt) eine Gruppe deutscher SoFi-Reisender mit SoFi-Brillen:

[Daniel Fischer]

Blue Flash bei 100 km/h

Dieser Blue Flash im Moment des Verschwindens der Sonne hinter einem Bergrücken bei sehr klarer Luft wurde gestern Abend (26. Juni) im Norden von Chile aufgenommen – unter ziemlich ungewöhnlichen Umständen. Und das kam so …

Aufnahme-„Stand“-Ort war nämlich ein Reisebus zwischen San Pedro de Atacama und Calama, der sich bei Sonnenuntergang dem großen Windpark für die Energieversorgung der Kupferminen bei letzterer Stadt mit rund 100 km/h näherte, und fotografiert wurde ungefähr senkrecht durch die Frontscheibe mit einer Panasonic DMC-FZ300: in der terminalen Sequenz mit der kürzestmöglichen Belichtung, 1/16000 Sekunde bei Blende 8 und ISO 100, und maximaler Brennweite.

Die letzten Sekunden, in voller Auflösung und nicht weiter verarbeitet: Je weniger der Sonne „übrig“ ist, desto stärker dominieren Grün und schließlich Blau von ihrem durch die Atmosphäre spektral zerlegten Oberrand, wie übrigens auch schon drei Tage zuvor dokumentiert (unten), wenn auch lange nicht so deutlich. Ganz oben das letzte Bild aufgehellt – und hier die Situation kurz danach viel länger belichtet:

[Daniel Fischer]

Auf der Sternwarte von Alain Maury

Während einer privaten Version der Star Tours der San Pedro de Atacama Space Explorations etwas außerhalb des nordchilenischen Städtchens am südlichen Wendekreis am Abend des 23. Juni ein paar Impressionen de Südhimmels – mehr und größer in diesem Album – mit stehender Kamera, wie die Umgebung des Kreuzes des Südens …

… und darunter die beiden Magellanschen Wolken in unterer Kulmination.

Drei Zoomschritte auf den Eta-Carinae-Nebel zu – währenddessen erläutert Maury äußerst unterhaltsam die Grundlagen des Sternhimmels unter heftigem Einsatz eines grünen Lasers.

Dann geht es zu den zahlreichen Teleskopen bis 72 cm Durchmesser auf einer ausgedehnten Plattform, die von mehreren Betreuern auf ausgewählten Objekten gehalten werden: Besonders beeindruckten die Kugelsternhaufen Omega Cen und – trotz nur sehr geringer Höhe – der konzentriertere 47 Tuc.

Die Milchstraße über den Teleskopen, insbesondere einem noch nicht ganz fertigen mit 1.15 Metern Durchmesser. Und als Bonus noch die Magellanschen Wolken viel höher am Himmel am folgenden Morgen auf der Fahrt zu den Geysiren, allerdings in hellem Mondschein:

[Daniel Fischer]

Pazifischer Sonnenuntergang … mit ein wenig Grün

Dieser Sonnenuntergang an der chilenischen Küste in Antofagasta gestern – in diesem Reise-Album noch mehr Zeitschritte – hatte zumindest für das Kamera-Auge immer wieder schmale Grüne Segmente zu bieten:

Die erste große NLC-Show über Bochum 2019 – schon Mitte Juni


23:10 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.2°


23:12 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.4°


23:15 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 9.6°


23:25 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.4°


23:26 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.5°


23:27 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.6°


23:28 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.7°


23:29 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.7°


23:31 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.9°


23:31 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 10.9°


23:33 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.0°


23:34 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.1°


23:35 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.2°


23:36 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.2°


23:40 MESZ am 12. Juni – Sonnendepression 11.5°


0:00 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.8°


0:02 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:03 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:03 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.9°


0:20 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 13.8°


0:21 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 13.8°


1:05 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 15.2°


1:07 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 15.2°


3:09 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.4°


3:11 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.2°


3:11 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 12.2°


3:27 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.2°


3:29 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.0°


3:30 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 11.0°


3:40 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 10.2°


3:53 MESZ am 13. Juni – Sonnendepression 9.2°

Der Verlauf des ganznächtlichen großen Displays vom 12./13. Juni 2019 (3 Postings) von Witten-Herbede (Ruhrhöhe) Richtung Bochum (mit der Universität prägnant am NNW-Horizont), mit Sonnendepressionen von mindestens 9.2° (die Wolken waren aber für’s Auge auch schon kurz vor 23:00 MESZ bei nur 8° Depression klar zu sehen gewesen): viele große Bilder in diesem Album (ungefähr in umgekehrter zeitlicher Abfolge) und Bilder auch vieler anderer in diesem Thread. [Daniel Fischer]

Experimente mit dem Mond

Nach einem kurzen Blick auf den Merkur, der aber schon verschwand bevor die anderen Akteure auftauchten, der Mond mit zunehmender Dämmerung:

1/60 Sekunde bei Blende 4.5 und ISO 200, KB-Äquivalent 735 mm

Mit IrfanViews Sharpen-Funktion geschärfte Version dieses Bildes der Panasonic DMC-FZ300 bei maximalem Zoom in voller Auflösung. Und dann mit Erdschein, Castor & Pollux und Kappa Geminorum (AWB und Autofokus, unterschiedlich gecroppt):

1 Sekunde bei Blende 3.5 und ISO 400, KB-Äquivalent 83 mm

1 Sekunde bei Blende 3.5 und ISO 800, KB-Äquivalent 735 mm

1.6 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 200, KB-Äquivalent 735 mm

3.2 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 91 mm

3.2 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 94 mm

2.5 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400, KB-Äquivalent 152 mm

1.6 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 800, KB-Äquivalent 735 mm

[Daniel Fischer. NACHTRAG: Drei Sternfeld-Bilder in größer, auf dem ersten auch schwach der Mars]

Goethe(-Ausstellung) für Nerds

Die kürzlich in der Bonner Bundeskunsthalle eröffnete Ausstellung „Goethe. Verwandlung der Welt“ (noch bis 15. September), die einen riesigen Bogen von den Einflüssen auf den Dichter und Naturforscher und sein historisches Umfeld über Leben und Werk bis zur Rezeption bis in die Gegenwart hinein spannt, hat natürlich nur wenig Raum für Goethes naturwissenschaftliche Arbeiten – aber ein paar spannende Facetten gibt es durchaus:

Da wären z.B. eine Handvoll wichtige wissenschaftliche Bücher aus der Zeit vor Goethes Geburt (1749), so wie hier die Einleitung zur Erkenntnis und Gebrauch Der Erd- und Himmels-Kugel aus dem Jahre 1734 von Johann Ludwig Hocker

… oder aber Monografien zur Optik von Robert Boyle von 1665 und Isaac Newton in einer Auflage von 1730.

Mit dem konnte es Goethe bekanntlich gar nicht: Newtons – wie bereits damals ziemlich klar war – korrekter Erklärung der weißen Farbe als Summe des Regenbogens setzte er eine eigene Farbenlehre entgegen, zu der er auch viele Experimente durchführte: oben die von Goethe 1797 selbst gemalte Wirkung eines Prismas nach Newtwon (oben) und in seiner alternativen Sichtweise, darunter ein großer Schirm für seine Farbstudien von 1791 bis 1806 und unten ein Faksimile der „Temperamentenrose“ von Goethe und Schiller von 1799.

Und ein wenig Astronomie aus der Ausstellung, jedenfalls indirekt: „Die Sentimentale“ von 1846 ist durch die Lektüre der vor ihr liegenden Leiden des jungen Werther in „tränenselige Stimmung“ gekommen, und der Vollmond gibt ihr den Rest. Ein astronomisches Exponat gibt es übrigens auch gleich nebenan in der Wanderausstellung Michael Jackson: On the Wall der britischen National Portrait Gallery, wo Cosmic Speakers von Todd Gray von 2015 die Bekanntheit von MJ noch im hintersten Dorf von Ghana thematisiert:

[Daniel Fischer]