Archiv der Kategorie: VSW Bonn in Action

18.9.: Tag der offenen Tür der Volkssternwarte Bonn

Am Sonntag, den 18. September 2016 lädt de Volkssternwarte Bonn wieder zu einem Tag der offenen Tür ein. Zwischen 11:00 und 17:00 Uhr werden Besuchern im Refraktorium, Poppelsdorfer Allee 47, interessante Kurzvorträge und ein digitaler Blick auf den Sternhimmel in der Kuppel geboten. Bei klarem Wetter besteht zudem die Möglichkeit, mit geeigneten Teleskopen die Sonne live zu beobachten.

Der Eintritt ist natürlich frei. Das Team der Volkssternwarte freut sich auf Sie!

Sonnenbeobachtung Volkssternwarte

Sonnenbeobachtung vor der Volkssternwarte Bonn, hier beim Merkurtransit am 9. Mai 2016.
Bild: PH

Tag der offenen Tür 2016

 

 

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Oktober Ausgabe der Sternstunde mit Mondfinsternis!

Die Oktober-Sternstunde ist soeben erschienen. Sie entstand während der totalen Mondfinsternis am 28. September. Gedreht wurde im und am Argelander Institut für Astronomie in Bonn Endenich. Neben der MoFi geht es um neue Bilddaten der Pluto-Sonde New Horizons und um Gravitationslinsen. Viel Spaß beim Gucken! PH

Das war die Bonner Mondfinsternis 2015!

Perfektes Wetter heute früh für die letzte komplett total an dunklem Himmel über Bonn sichtbare Mondfinsternis bis 2029: eine erste Auswahl von Aufnahmen der vielen Phasen des grandiosen Spektakels mit einer alten Bridge-Kamera, 14-mal vom AIfA in Bonn-Endenich bei einer öffentlichen Beobachtung und zum Schluß freihändig vom Bonner Bahnhof aus. [Daniel Fischer. NACHTRÄGE: eine längere Bilderstrecke mit 49 Zeitschritten und weitere Bilder sowie ein dynamischer Zeitraffer ebenfalls vom AIfA aus]

Im Herz des Radioteleskops

Das Team der Astronomiesendung Sternstunde hat die September- Ausgabe am und im Radioteleskop Effelsberg gedreht – mit spektakulären Aussichten. Die Beiträge zur Sendung entstanden u.a. im Kontrollraum, weiteres Bildmaterial konnte in der Primärfokuskabine gedreht werden – dort, wohin keine übliche Führung geht! Mit Gastgeber und Interviewpartner Dr. Norbert Junkes ging es bei einer Neigung des Teleskops zum Südhorizont über einen schmalen Gitterbodensteg  in den Empfängerraum, der sonst schwindelerregend in 30m Höhe über der großen 100m-Schüssel schwebt. Hier ein paar Impressionen, mehr in der nächsten Sendung ab 1.9. , zu sehen auf dem Sternstunde Youtube-Kanal. PH

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Bilder:PH

Juni-Sendung der „Sternstunde“ aus der Volkssternwarte Bonn

Astronomie-TV „made in Bonn“: Die Juni-Ausgabe des kostenlosen Astronomiemagazins „Sternstunde“ entstand anlässlich des Montagsvortrages von Stephan Ulamec vom DLR auf dem Gelände der historischen Bonner Sternwarte. Interviewpartner sind neben Ulamec selbst, der über den Status des Kometen-Landers Philae berichtet, auch zwei aktive Mitglieder der Volkssternwarte: Peter Oden und Wilfried Bongartz mit den Themen Planetenvideos und leuchtende Nachtwolken. Zu sehen ist die Sendung dreimal täglich auf dem Satellitenkanal TecTime und auf Youtube. PH

Wenn der Lander-Mann kommt: Montagsvortrag der VSB vor überfülltem Haus

Für diesen Montagsvortrag war die Volkssternwarte Bonn extra aus dem Refraktorium in die benachbarte Alte Sternwarte Argelanders umgezogen, doch auch deren Hörsaal reichte mit 75 Plätzen bei weitem nicht, um des Ansturms Herr zu werden, als Stephan Ulamec vom DLR über die Landung von Philae vortrug: Ein großer Artikel im Vorfeld hatte enorme Wirkung entfaltet, und rund 30 Interessanten mussten am Ende draußen bleiben! Schade, denn sie verpassten eine außergewöhnlich mitreißende Präsentation des Philae-Projektleiters, die keine Sekunde lang Zweifel aufkommen ließ, dass Weltraumforschung ein Riesenspaß ist. [Daniel Fischer. NACHTRÄGE: was Ulamec zum Status von Philae zu berichten wusste plus der Bericht des Veranstalters des Vortrags]

Deutsches Museum Bonn: Kinder von Astronomie begeistert

Einen Tag, nachdem der Rat der Stadt der Stadt Bonn meinte, entgegen dem Bürgerwillen einem seiner erfolgreichsten Museen den Geldhahn zudrehen zu müssen, fand im eben diesem Deutschen Museum Bonn am 8. Mai das Familien-Special des „portablen Planetariums“ statt. Ein volles Haus mit zahlreichen begeisterten, an Astronomie interessierten Kindern, die hoch motiviert bei der Sache waren und z.T. erstaunliches Vorwissen mitbrachten. Als hätte es noch eines weiteren Beweises bedurft wie fatal es ist, auf diesen Ort für Wissenschaft und Bildung zu verzichten. Für die Kinder und ihre Eltern gab es Bilder von der Sonnenfinsternis am 20. März zu sehen, Aufnahmen aktueller Raumfahrtmissionen wie Rosetta, DAWN oder New Horizons, dazu eine „Sternschnuppe zum Anfassen“. Auch wenn die Sonnenbeobachtung vor der Veranstaltung durch Wolken eingetrübt war: Am digitalen Sternenhimmel über Bonn auf der Großleinwand des Museums konnten die Kinder auf Entdeckungsreise gehen. Vor und nachher tummelten sich große und kleine Besucher mit Vergnügen in der aktuellen Ausstellung „Effekthascherei“, in der sich an 18 Stationen physikalische, technische und mathematische Phänomene spielerisch erleben lassen. Schön, dass es so etwas in Bonn (noch) gibt. Andere Städte können davon nur träumen…  PH

Sonnen- und „Sternstunden über der Heide“ in Sankt Augustin

Begleitet vom kompletten TV-Team der Sternstunde Online und bestem Wetter, nebst spektakulärem Sonnenuntergang inklusive überraschendem Green Flash über dem Wolkenband, …

… fanden am 22. März zum wiederholten Mal die „Sternstunden über der Heide“ außerhalb von Sankt Augustin statt, zu der zahlreiche lokale Sternfreunde ihre Teleskope mitgebracht hatten:

Visuelles Highlight waren in der Abenddämmerung die Mondsichel zwei Tage nach der viel beachteten Sonnenfinsternis mit der Venus darüber und – nur mit Mühe (und so früh noch gar nicht) auszumachen – dem Mars darunter:

Mit einbrechender Nacht kamen dann auch immer mehr Besucher, die dank der vielen Teleskope kaum Wartezeiten in Kauf nahmen mussten:

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Viele weitere Bilder des Abends gibt es hier (auf dem letzten ist tatsächlich der Mars zu erkennen), größere hier und hier, dazu ein weiteres Album – und hier noch ein kurzes Video, das wie auch diese Bilder mit superhoher ISO-Zahl aufgenommen wurde:

Sanfter Machtwechsel bei der VSW Bonn

Die heutige Mitgliederversammlung der Volkssternwarte Bonn wurde vor allem von der neuen Satzung bestimmt, die das Finanzministerium erzwungen hatte: Nachdem nach kurzer Debatte – meist zu Verständnisfragen – der neue Text mit minimalen Veränderungen mit 24:1 Stimmen angenommen worden war, mussten die neuen Regeln zur Vorstandswahl sogleich den Praxistest bestehen. Zum ersten Mal in über 40 Jahren Vereinsgeschichte wurden der erste und zweite Vorsitzende und der Kassierer direkt ‚vom Volk‘ gewählt, was dem jeweils einen Kandidaten (Mitte) auch mit immer großer Mehrheit gelang. Erster erster Vorsitzender (im alten System hatte es nur ein geschäftsführendes Vorstandsmitglied gegeben) wurde Andreas Maul, der übrigens mit Kollegen vor Jahren mit einem Vorschlag zur Reform des Vorstands in einer MV gescheitert war – die der nun vom Gesetz vorgeschriebenen Struktur im Wesentlichen entspricht: So kann’s kommen. Zweiter Vorsitzender wurde der bisherige Geschäftsführer Peter Oden, der nach zwei Jahren anstrengender Reformarbeit etwas in den Hintergrund treten möchte, Kassenwart bleibt Peter Brüggemann.

Turbulent wurde es nur bei der Wahl der drei Beisitzer, denn es gab fünf Kandidaten – und die Frage, ob einer schon gewählt sein würde, wenn er oder sie unter die ersten drei käme aber weniger als die Hälfte der Stimmen erhalten habe. Nachdem auch der neue Satzungstext so oder so gelesen werden konnte, schritt man schließlich zur Wahl, wobei die drei mit den meisten Stimmen – Cremer, Hillen und Beckert – jeweils mehr als die Hälfte der Stimmen bekamen (unten) und sich das Problem von selbst löste. Ansonsten wurde wenig diskutiert – was darüber hinweg täuscht, dass die „VSB“ dieses Jahr tatsächlich zum ersten Mal überhaupt zu einer echten Volkssternwarte werden dürfte, mit dem Ausbau des historischen „kleinen Refraktorraums“ auf dem Poppelsdorfer Campus zu einer festen Sternwarte. Und wie dieses Blog aus gut unterrichteten Kreisen erfahren hat, sind sogar schon die zwei Teleskope dafür ausgeguckt, ein Refraktor für großes Gesichtsfeld und ein SCT für hohe Vergrößerungen. Die Kosten für Sternwarte wie Instrumente kann der Verein dabei problemlos aus Eigenmitteln bestreiten, der überdies an neuen Kommunikationswegen unter den Mitgliedern feilt: Die vor zwei Jahren eingeleitete Renaissance der VSB, die nicht zuletzt mit einer großen Aktion zur SoFi auch verstärkte Wahrnehmung genießt, nimmt wieder Fahrt auf. [Daniel Fischer]

Fantastischer Flug zur schwarzen Sonne


SoFi mit Mondschatten aus 10 km Höhe, links neben der verfinsterten Sonne ist Venus zu sehen.

An Bord des Sonderfluges AB 1000 von / nach Düsseldorf waren etwa 60 SoFi-Fans, darunter Daniel Fischer und Paul Hombach von der Volkssternwarte Bonn. In 10 km Höhe bot das Naturschauspiel einen überwältigenden Eindruck. Der mit mehr als dreifacher Schallgeschwindigkeit rasende Mondschatten überholte das über 800 km/h schnelle Flugzeug nördlich der Färöer-Inseln. Das Resultat waren 3 Minuten und 46 Sekunden Totalität. Die Korona war in voller Pracht zu bewundern, eine helle Protuberanz leuchtete schon mit bloßem Auge sichtbar am Sonnenrand und aus dem Cockpit heraus war sogar der abziehende Mondschatten noch lange zu sehen – unbeschreiblich! Die vorausberechnete Stelle, an dem der Flieger den Kernschatten trifft, wurde auf die Sekunde genau getroffen – ein fliegerisches Meisterstück! Als Vorgeschmack auf weitere Berichte und Bildersammlungen (erste hier und hier, ausführlicher demnächst in der Sternstunde, ein paar Videos schon auf wetteronline.de) hier ein Bild, aufgenommen aus dem Cockpit heraus. Es ist geplant, dass über den Flug (und einige Bonner Teilnehmer desselben)  heute Abend u.a. in den Tagesthemen berichtet wird. [Paul Hombach]

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NACHTRÄGE: Artikel unserer Passagiere in Englisch hier, hier und hier, in Deutsch, Französisch und Spanisch, ein gemeinsames Bilder-Album, die Flugbahn, das Flugzeug in der Luft nach der SoFi, von der zweiten Maschine ab/bis Zürich aus aufgenommen – und hier noch eine Auswahl meiner Bilder von beiden Seiten unseres Flugzeugs. Oben das Nahen des Kernschattens von links hinten, der dann die Maschine überholte …

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… während der Horizont gegenüber der total verfinsterten Sonne glühte …

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… die man hier im Display einer Videokamera sieht und hier nun auch in echt, alles Aufnahmen mit derselben Bridgekamera von Sitz 1 F aus, die schon mal eine ‚Generalprobe‘ mit einer Mondsichel absolviert hatte:

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Die beiden SoFi-Flieger berichten aus erster Hand in dieser Sendung:

Und als Bonus noch unser Totality Run im Weitwinkel in starkem Zeitraffer von einem Passagier gefilmt (wem’s zu hektisch ist: ein anderes Video in Echtzeit mit O-Ton und Musik) – so eilig hatte es der Mondschatten noch nie [Daniel Fischer]: