Archiv der Kategorie: Ankündigungen

18.9.: Tag der offenen Tür der Volkssternwarte Bonn

Am Sonntag, den 18. September 2016 lädt de Volkssternwarte Bonn wieder zu einem Tag der offenen Tür ein. Zwischen 11:00 und 17:00 Uhr werden Besuchern im Refraktorium, Poppelsdorfer Allee 47, interessante Kurzvorträge und ein digitaler Blick auf den Sternhimmel in der Kuppel geboten. Bei klarem Wetter besteht zudem die Möglichkeit, mit geeigneten Teleskopen die Sonne live zu beobachten.

Der Eintritt ist natürlich frei. Das Team der Volkssternwarte freut sich auf Sie!

Sonnenbeobachtung Volkssternwarte

Sonnenbeobachtung vor der Volkssternwarte Bonn, hier beim Merkurtransit am 9. Mai 2016.
Bild: PH

Tag der offenen Tür 2016

 

 

Advertisements

29.02.: Gravitationswellen in Bonn

gravitationswellen_01

Ein enges Paar Schwarzer Löcher strahlt Gravitationswellen ab; Swinburne Astronomy Productions

Die direkte(!) Entdeckung der Gravitationswellen (auch hier) ist auch 2 Wochen nach der großen Verkündung in Washington immer noch in aller Munde. Die empfangenen Schwingungen der Raumzeit, die von einer Verschmelzung von zwei Schwarzen Löchern stammen, öffnen ein völlig neues Fenster in der beobachtenden Astronomie. Diese Entdeckung gelang ziemlich genau 100 Jahre nach Albert Einsteins Formulierung der Allgemeinen Relativitätstheorie, die bis heute unser Verständnis der Schwerkraft umfasst. Diese Gravitationstheorie sagte, wie Einstein im Juni 1916 berechnete, auch die sog. Gravitationswellen voraus. Und wie nun im Februar 2016 verkündet wurde, ist es endlich tatsächlich gelungen mit dem LIGO-Detektor erstmals diese äußerst winzigen Wellen direkt zu messen.

Was Gravitationswellen überhaupt sind, warum sie so schwer nachzuweisen sind und mit welchen Instrumenten man sie aufspürt – das ist das Thema des nächsten Montagsvortrags (der diesmal auf den Schalttag fällt) in der Volkssternwarte Bonn (VSB). Über all das wird dann aus erster Hand Hans-Georg Grothues berichten. Grothues arbeitet beim DLR und ist der deutsche Projektleiter des ESA-Gravitationswellen-Satelliten LISA, der erst kürzlich im Dezember 2015 ins All startete. Denn dort sind noch empfindlichere Messungen möglich, doch die dafür nötige neuartige Technik muss noch erprobt werden. Darum dient der gestartete Satellit LISA-Pathfinder in erster Linie zur Technologieerprobung. Die dabei gewonnenen Resultate fließen dann in den eigentlichen Gravitationswellen-Satelliten eLISA ein, der schließlich um 2034 starten soll und noch empfindlicher Gravitationswellen nachweisen soll.

Der Vortrag in der Volkssternwarte Bonn mit dem Projektleiter von LISA beginnt wie immer um 19:00 Uhr. Für Vereinsmitglieder ist der Vortrag kostenlos, für alle anderen kostet der Eintritt 2 Euro. Wegen der begrenzten Anzahl an Sitzplätzen ist ein frühes Erscheinen zu empfehlen. Da außerdem bis jetzt die Wetterprognose für Montagabend ganz gut aussieht, gibt es auch wieder die Möglichkeit zur Himmelsbeobachtung. [Nico Schmidt]

„Portables Planetarium“ am 9.2. im Deutschen Museum Bonn

d2251d0651

Am Karnevalsdienstag findet im Deutschen Museum Bonn in der Reihe „SternenHimmel Live“ um 19:00 wieder „Pauls Portables Planetarium“ statt. Dem Datum angemessen gibt es einen nicht immer ernst gemeinten Blick auf das himmlische Geschehen. Schwerpunkt diesmal: „Rote und grüne Funken – Polarlichter“. Gezeigt wird spektakuläres Foto- und Videomaterial – oder wie der Rheinländer sagt: Herrrrlische Bilder! Ob Mitglieder der Volkssternwarte Bonn und des Köln- Bonner Astrotreffs (KBA) vorher mit ihren Teleskopen zusätzlich den echten Himmel zeigen können, liegt in Petrus jecken Händen… Egal ob Regen oder Sturm: Der Blick auf die Großleinwand des Museums ist in jedem Fall garantiert!

Übrigens: Damit das Deutsche Museum auch weiter ein Ort für Vorträge, Ausstellungen und Bildung bleiben kann, sind alle interessierten Bürger aufgerufen, am Mittwoch um 18h ins Stadthaus Bonn zu kommen, um die Präsentation zum Erhalt des Deutschen Museums zu unterstützen. Dort tagt der Bonner Wissenschaftsausschuss – öffentlich. Bekanntermaßen wurde der Vertrag über das  Deutsche Museum seitens der Stadtverwaltung zum Januar 2018 gekündigt. Das ist hoffentlich NICHT das letzte Wort in dieser Angelegenheit… PH

Sternstunde Dezember erschienen

Die vermutlich letzte Ausgabe des kostenlosen Videomagazins Sternstunde ist erschienen. Die Dezember-Sternstunde ist zu Gast beim Science-Fiction-Autor Phillip P. Peterson,  der das Buch „Paradox“ geschrieben hat.
Weitere Themen:
Polarlichtflüge und wie man dort am besten fotografiert – Interview mit Peter Oden von der Volkssternwarte Bonn
– Wie plausibel sind die Aliens aus Star Wars – Interview mit einer Biologin
– Die Astronomie- und Raumfahrthighlights 2016
– Sternstunde Ticker und Astrovorschau Dezember

Viel Vergnügen beim Gucken! PH

 

„Leben in extremen Umgebungen“: das 21. Bad Honnefer Winter-Seminar 2016

Ein Hinweis – auch im Namen des Veranstalters – auf eine ungewöhnliche Veranstaltung im kommenden Januar in Bad Honnef bei Bonn vom 13. bis 16. Januar 2016: das 21. „Winterseminar“ zum Thema „Leben in extremen Umgebungen“. Die meisten der hochkarätigen Referenten stammen dabei aber aus der Weltraumforschung oder ‚Astrobiologie‘, so dass ein starker Weltraumbezug gegeben sein wird.

Diese Bad Honnefer Winterseminare genießen in der deutschen Astroszene jeder Art schon lange Kultstatus und begeistern vom interessierten Laien über Amateurastronomen bis zu Top-Wissenschaftlern so ziemlich jeden; es wird dabei auch kräftig philosophiert, gut gegessen (das Physikzentrum ist einer der Top-Tagungsorte im Land) – und allerhand Wein verköstigt, denn der Veranstalter ist Hobbywinzer und produziert auch selbst einen guten Tropfen …

Zur Motivation ein paar Impressionen und Links zu zahlreichen Detail-Berichten vom BHWS dieses Jahr. Und natürlich das soeben finalisierte Programm für 2016 und das Anmeldeformular – nach der Erfahrung dieses Jahr kann das BHWS nur wärmstens empfohlen werden. Bitte die beiden verlinkten DOCs bzw. diese Einladung auch unter anderen astro- wie biointeressierten weiter verteilen! [Daniel Fischer]

Sternstunde November: Von tollen Transits und kuriosen Daten…

Die November-Sternstunde (und vielleicht vorletzte Ausgabe) ist online. Gedreht wurde sie beim Astrofotografen Julian Weßel, der als einziger bisher einen Transit der Raumstation ISS vor dem Jupiter filmen konnte. Außerdem: Die seltsame Lichtkurve eines Sterns in den Daten des Kepler-Satelliten verlangt nach ungewöhnlichen Erklärungen und ein Interview zum gigantischen Sternkatalog der Gaia-Mission, der die Astronomie auf allen Gebieten enorm voran bringen wird. Im Newticker u.a.: Die Cassini-Sonde fliegt durch die Fontänen des Saturmondes Enceladus. Dazu gibt es wie gewohnt den Blick auf die Himmelshighlights des Monats, Zuschauer-Bilder (u.a. von der Mondfinsternis des 28.9.) und ein Interview in eigener Sache: Ohne eine Finanzierung durch Sponsoren wird die Sendung 2016 nicht weiter erscheinen, wie ja bereits seit Januar immer wieder erklärt. Ein derartiger Produktionsaufwand ist  dauerhaft nicht „für lau“ zu machen… Vorschläge dazu aus dem (erfreulich gewachsenen) Zuschauerkreis werden dankend entgegen genommen: redaktion@sternstunde-online.de  Viel Spaß beim Gucken! PH

26. November: 28. Raumfahrt-Kolloquium in Aachen

So sieht es auf einem Blick aus, das Programm an Fachvorträgen des 28. Raumfahrt-Kolloquiums der Fachhochschule Aachen. Dieses Jahr steht es unter dem Titel „Leben im Universum!?“ und widmet sich somit vielen Aspekten der Astrobiologie. Dabei wird sich vor allem auf das Sonnensystem mit den faszinierenden Eismonden Europa und Enceladus konzentriert, außerdem werden raumfahrttechnische Möglichkeiten vorgestellt. Aber auch über den aktuellen Stand der Suche nach der Erde 2.0 wird berichtet. Das 28. Raumfahrt-Kolloquium wird am 26. November vom Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen veranstaltet und findet im FH-Gebäude Hohenstaufenallee 6 (Raum 00201) statt. Die Teilnahme ist kostenlos, weitere Informationen finden sich im Flyer. [Nico Schmidt]

Ausstellung über spektakuläre Kometen – gezeichnet im 19. Jh. – in Bonn

Ort: Argelander-Institut für Astronomie, Auf dem Hügel 71, 53121 Bonn-Endenich

Datum und Uhrzeit: Ausstellung geöffnet: 5. – 10. Oktober, jeweils von 17 bis 20 Uhr;
Finissage mit Vortrag: 9. Oktober, 19 Uhr

Gestaltung der Ausstellung und Referent des Vortrags: Michael Geffert, Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn

Das Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn zeigt noch heute von jeweils 17 bis 20 Uhr zeichnerische Dokumente der ersten astronomischen Beobachtungen an den damals neuen Sternwarten in Bonn und in Düsseldorf-Bilk. Präsentiert werden Beobachtungen von Kometen und anderen Objekten in der Eingangshalle des Instituts, Auf dem Hügel 71, in Bonn-Endenich. Am Freitag, den 9. Oktober, gibt es am selben Ort um 19 Uhr eine dreißig minütige Einführung zu den Beobachtungen, die der damalige Observator Julius Schmidt (1825-1884) zeichnerisch in seinen Tagebüchern festgehalten hat.

Julius Schmidt

Als vor einigen Jahren im Archiv des Bonner Argelander-Instituts Unterlagen von Julius Schmidt auftauchten, konnte noch niemand erahnen, welches bedeutende Erbe da in den eigenen Kellerräumen lagerte. J. F. Julius Schmidt wurde 1825 in Eutin geboren und fing in Hamburg mit seinen astronomischen Forschungen an. Mit der Übersiedlung nach Düsseldorf im April 1845 begann Schmidt mit intensiven Aufzechnungen in seine Tagebücher. Auch hielt er seine Beobachtungen in Form von zahlreichen kleinen Skizzen und Zeichnungen fest. Im Februar 1846 kam der junge Wissenschaftler dann zu dem Bonner Astronomen F.W.A. Argelander (1799-1875) an dessen neue Sternwarte in der Poppelsdorfer Allee in Bonn und setzte die Aufzeichnungen fort.

Nach 1853 verließ er Bonn und wurde 1858 schließlich Leiter der Sternwarte in Athen, wo er 1884 starb. Schmidt primäres Interesse war das Beobachten astronomischer Phänomene. Seinen großen Ruhm als Zeichner erwarb er sich vor allem durch einen Mondatlas, der 1878 veröffentlicht wurde. Über frühe Zeichnungen war vor dem Bonner Fund nichts bekannt. Unklar ist auch, wie der Nachlass von Julius Schmidt wieder nach Bonn gekommen ist. Die jetzt in Bonn gefundenen Bücher belegen aber eindrucksvoll, mit welcher Intensität sich der junge Astronom in Düsseldorf-Bilk und Bonn der visuellen Himmelsbeobachtung widmete und mit welcher Beständigkeit er die Himmelsereignisse protokollierte. Für Bonn ist dieser Fund einmalig, da es sonst aus dieser Zeit keine Bilder etc. zu astronomischen Beobachtungen gibt.

Astronomische Höhepunkte der Jahre 1845 und 1846

Auf die Arbeit von Julius Schmidt motivierend wirkten sich vermutlich die besonderen astronomischen Höhepunkte der Jahre 1845 und 1846 aus. Im Juni entdeckte Schmidt mit bloßem Auge in Düsseldorf (mit anderen Kollegen in ganz Europa) den großen Junikometen 1845. Er verfolgte einen Merkurdurchgang, ein Sonnenfleckenmaximum und eine besondere Marsopposition. Nach seiner Übersiedlung nach Bonn war es zunächst Komet Biela, dessen spektakuläre Aufspaltung von ihm protokolliert wurde. Neben weiteren Beobachtungen von Kometen galt sein Interesse auch dem neuentdeckten Neptun und den ersten Entdeckungen kleiner Planeten. Etliche dieser Beobachtungen sind jetzt in der Ausstellung in der Eingangshalle des Argelander-Instituts in Endenich zu sehen. [Michael Geffert. NACHTRAG: viele weitere Bilder der Ausstellung im Detail]

Oktober Ausgabe der Sternstunde mit Mondfinsternis!

Die Oktober-Sternstunde ist soeben erschienen. Sie entstand während der totalen Mondfinsternis am 28. September. Gedreht wurde im und am Argelander Institut für Astronomie in Bonn Endenich. Neben der MoFi geht es um neue Bilddaten der Pluto-Sonde New Horizons und um Gravitationslinsen. Viel Spaß beim Gucken! PH

September-Sternstunde – „made in Effelsberg“

Die neue Ausgabe des Astronomiemagazins Sternstunde ist nun online! Gedreht wurde in und am 100m Radioteleskop in Effelsberg (s. auch den Teaser zur Sendung mit spektakulären Einblicken in sonst unzugängliche Bereiche des Teleskops). Themen sind u.a.: Streifen auf dem Saturnmond Tethys, Russischer Milliardär spendet 100 Millionen Dollar für die Suche nach Außerirdischen, Beginn einer Mars-Simulation auf Hawaii und die totale Mondfinsternis vom 28. September. Viel Spaß bei Zuschauen! PH