Weltraum-Oper „Solaris“ in der Oper Köln

„Solaris“ in Köln; Bernd Uhlig

Stanislaw Lems Roman „Solaris“ von 1961 ist ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur, zu dem es bereits zwei bekannte Verfilmungen gibt und im Juli 2012 als Auftragsarbeit für die Bregenzer Festspiele seine Uraufaufführung auf der Opernbühne feierte. Im November kann man sich nun auch in der Domstadt am Rhein auf diese psychologische Reise zum alptraumhaften Wasserplaneten Solaris des Hamburger Komponisten Detlev Glanert machen. Gestern Abend fand die deutsche Erstaufführung der Oper „Solaris“ in Köln (weitere Artikel hier, hier und hier) statt, wobei wegen der laufenden Sanierung des Kölner Opernhauses auf den Musical Dome ausgewichen werden musste. Vordergründig geht es zwar um Schein und Sein angesichts eines Ozeans traumatischer Erinnerungen, aber für Glanert enthält der Stoff auch eine philosophische Komponente, „denn dahinter steht aber die Frage: Wie kommunizieren wir, warum suchen wir auch immer die andere Zivilisation im Weltraum und warum betreiben wir diese Neugiersforschung, warum halten wir das Alleinsein nicht aus?“ Die Reise in die unendlichen Weiten des Kosmos ist somit eigentlich eine Reise in unser Innerstes.

Die weiteren November-Vorstellungen der Oper Köln von Lems komplexem Weltraumdrama: 06., 08., 12., 14. (jeweils um 19:30 Uhr) und 16. November (um 18 Uhr). [Nico Schmidt]

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Veröffentlicht am 3. November 2014, in Ankündigungen, Astronomie & Musik. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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