Archiv für den Tag 12. Januar 2014

Wie Gagarins Kopf nach Bonn-Bad Godesberg kam

Bastian Ahrens

Juri Gagarin war der erste Mensch im Weltraum. Im April 1961 umrundete er in seiner Raumkapsel Wostok 1 in 108 Minuten einmal den Blauen Planeten, wobei er bis zu 330 Kilometer entfernt über unsere Erde hinwegflog. „Ich sehe Wolken … es ist wunderschön, was für eine Schönheit“, funkte der Kosmonaut zur Erde. Jeder kennt Gagarins Namen, doch die wenigsten Bonner wissen, dass sich sein Kopf immer noch mehr als 10 Meter hoch über Bad Godesberg befindet. Gagarins ungefähr einen Meter großes Abbild war in der damaligen sowjetischen Botschaft im Godesberger Stadtteil Schweinheim ausgestellt und wurde schließlich vor über 20 Jahren mit einem Fiat 500 ins Villenviertel befördert, wo der Kopf des ersten Raumfahrers noch heute in der Beethovenallee von einem Hausdach lugt und sogar Startpunkt für Geocaching-Freunde ist. [Nico Schmidt]

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Riesiger Meteoritenkrater – kleines Flugzeugfenster

Diese Fotos von Paul Hombach, Vereinsmitglied der Volkssternwarte Bonn (VSB), zeigen den größten als solchen sichtbaren Meteoritenkrater der Erde. Paul tritt bei seinen immer unterhaltsamen Veranstaltungen auch gerne mit Keyboard auf, wenn es um sein Thema der astronomischen Sonifikation geht. Seit Jahren macht er das so erfolgreich, so dass er zum Jahresanfang sogar von der deutschen Botschaft in Washington D.C. eingeladen wurde und dort als „Astrotainer“ auftrat. Und schon auf dem Hinflug fiel ihm über der Ostküste Kanadas ein markanter ringförmiger Struktur auf. Dieser 70 Kilometer große ringförmige Manicouagan-See, der sogar aus der Erdumlaufbahn problemlos auffällt, ist der Überrest eines 215 Millionen Jahre zurückliegenden Impaktereignisses. Hier löste der Einschlag eines 5 Kilometer großen Asteroiden eine kosmische Katastrophe in der späten Trias aus. [Nico Schmidt]