ASE XXVI: Shuttle-Nostalgie im Deutschen Museum – mit einem Fünffachflieger (und Astronomen)

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Im Rahmen des XXVI. Planetary Congress sind die 80 Astronauten auf NRW-Tour heute ins ganze Bundesgebiet „ausgeschwärmt“, um auf zahlreichen Veranstaltungen mit Schülern und Studenten zu interagieren. Eine dieser Veranstaltungen fand im Deutschen Museum Bonn statt, wo der fünffache Shuttle-Flieger Jeff Hoffman – oben mit Museumsleiterin Andrea Niehaus – vor drei Schulklassen auftrat. Seine Zeit als Raumfahrer (1985-96) liegt im Schnitt 23 Jahre zurück, und so konzentrierte sich Hoffman – ursprünglich ein Röntgen- und Gamma-Astronom, den es schon aus physikalischen Gründen immer in Sphären jenseits der Atmosphäre zog – ganz darauf, wie der Space Shuttle einerseits und die Besatzungen andererseits auf ihre Missionen vorbereitet wurden. Auf den Inhalt seiner immerhin zusammen 50 Tage im Orbit kam Hoffman – in recht gutem Deutsch – kaum zu sprechen, aber dann gab es natürlich noch die Möglichkeit für Fragen. Der angsteinflößendste Moment aller Flüge sei die falsche Anzeige eines Triebwerksproblems beim Start von STS-75 gewesen (ein rotes Warnlicht – und trotzdem ging es los) und der dramatischste der Ärger mit der ‚Tür‘ von Hubble bei der 1. EVA der 1. Servicing Mission STS-61: Wenn die nicht wieder ordentlich zugegangen wäre, hätte man das Weltraumteleskop unbrauchbar zurücklassen müssen. Seine Schulnoten seien immer die besten gewesen und seine Lieblingsfächer Naturwissenschaften und Mathe. Aber auf eine clevere Frage wusste Hoffman keine Antwort: Warum dauert die Rückanpassung an die Schwerkraft – „Schwerigkeit“ in seiner Diktion – eigentlich länger als die Anpassung an die Schwerelosigkeit (die bei ihm nach mehreren Mission nur noch einen Tag benötigte), wenn sich doch der Mensch auf der Erde entwickelt hat? [Daniel Fischer]

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Astrojournalismus seit 1982

Veröffentlicht am 3. Juli 2013 in Veranstaltungsbericht und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

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