Rund 80 Astronauten diese Woche in der Region (Köln/Aachen/Bonn) zu Gast

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Das Jahrestreffen der Association of Space Explorers – zu der nur gehören kann, wer mindestens einmal die Erde umkreist hat – findet diese Woche und Köln, Aachen & Bonn statt, und zur Eröffnung heute Morgen in der Universität zu Köln hatte man sogar drei rote Teppiche entrollt.

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Unter den rund 80 angereisten Astronauten – etwa jedem vierten ASE-Mitglied – fiel wohl am meisten der Charakterkopf des ersten Spacewalkers der Raumfahrtgeschichte Alexei Leonov auf, hier eingerahmt von Wiktor Sawinych und dem einzigen rumänischen Raumfahrer Dumitru Prunariu, derzeit ASE-Präsident.

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Gruppenbild aller anwesenden ASE-Mitglieder, darunter auch dem ersten chinesischen Raumfahrer und – als einzigem Apollo-Veteranen – Rusty Schweickart. Die ASE-Konferenzen sind eigentlich Veteranentreffen, und dazu geladene Gäste, Medienvertreter oder gar die breite Öffentlichkeit bekommen jeweils nur (andere) Ausschnitte der diversen Veranstaltungen der Woche zu Gesicht. Hier hatten immerhin Scharen von Autographen-Jägern ihren Spaß …

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Gastgeber vor Ort: der deutsche Mir-Besucher Reinhold Ewald, der einst an nämlicher Universität Radioastronomie studiert hatte und in mehreren Festreden als „kölsche Jung“ gefeiert wurde. Erst zum zweiten Mal trifft sich die ASE überhaupt in Deutschland.

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Die mit Abstand meiste „Bühnenerfahrung“ brachte auf dem Festakt der ehemalige deutsche Forschungsminister Heinz Riesenhuber mit, der zuvor für sein segensreiches Wirken (für die bemannte Raumfahrt) unter Kohl den Crystal Helmet Award der ASE erhalten hatte.

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Auf einer Pressekonferenz gelang es diesem Blogger doch glatt, ein kleines Kontroverschen auszulösen: Auf die Frage, was denn wohl in der Zeit nach der ISS kommen möge (die Riesenhuber für unbeantwortbar erklärt hatte), gingen zwei Astronauten auf dem Panel wie selbstverständlich von einer Marsreise in den 2030-er Jahren aus – aber Sawinych wie auch der DLR-Weltraummediziner Rupert Gerzer erklärten dies angesichts v.a. der hohen Strahlenbelastung unterwegs für Unfug.

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In einer wenigen komplett öffentlichen Veranstaltungen des 26. Planetary Congress wurden vornehmlich Kölner Beiträge zur Weltraumforschung vorgestellt, und nur zwei Astronauten kamen zu Wort, um über aktuelle technische Verbesserungen auf der ISS (Kevin Ford, gerade zurücK) bzw. den Vergleich Spacelab/ISS (Hans Schlegel) zu referieren. Für die anschließende Diskussion konnten Fragen ausschließlich per Twitter gestellt werden, die dann Moderator Berndt Feuerbacher von einem Ausdruck ablas. Eine Bemerkung bzgl. Politikern im Orbit provozierte immerhin Jake Garn, auf die Bühne zu eilen: Er war genau solch ein ‚Fall‘ gewesen, betonte aber, dass er damals immerhin die zweimeisten Flugstunden aller Astronauten vorzuweisen gehabt habe und doch nicht ‚als Politiker‘ abgehoben habe. Zahlreiche weitere Bilder aus Köln sind in diesem Album zu finden, weitere Impression einer Schar von Spacetweeps – auch der folgenden vier Tage – hier, hier und hier. [Daniel Fischer. NACHTRAG: ein später Bericht über den Tag]

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Veröffentlicht am 1. Juli 2013 in Bilderstrecke, Forscher der Region, Veranstaltungsbericht und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

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