Archiv für den Tag 26. April 2013

Animierte Mondfinsternis vom 25.04.2013

Diese Animation entstand aus 740 Einzelaufnahmen die in 185 Minuten aufgenommen wurden. Fotografiert mit einer Canon EOS 400D und einem 300mm Teleobjektiv.

[Wilfried Bongartz]

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Eine Astronomiestunde für Bonner Viertklässler

Die gab es heute Vormittag in der Aula der Till-Eulenspiegel-Schule in der Bonner Südstadt, denn neben den Profiastronomen des Argelander-Instituts (AIfA) werden auch die Hobbyastronomen der Volkssternwarte Bonn (VSB) gerne gefragt. So brachte Peter Oden die Astronomie schon in mehrere Schulen, wenn auch – so wie heute – nur für eine knappe Unterrichtsstunde.Heute stellte er das Sonnensystem mit all seinen Planeten und anderen Objekten vor, wobei die mehr als 20 Kinder vor allem über die Größenverhältnisse hörbar staunten.

Wunderbar war auch die Einbindung der kleinen Schüler, die sich schon zur ersten Powerpoint-Folie (Bild 1) bei Fragen und auch sonst (wie der Junge ganz links) eifrig meldeten, wobei ich wieder über das Wissen von Kindern staunte. Sie kannten schon Jupiters Großen Roten Fleck, konnten fehlerfrei Planetenmerksätze, wussten woraus die Saturnringe bestehen und das die Sonne ein Gasball ist. Zum Abschluss wurde noch etwas zu Merkur- und Venustransits und zu Finsternissen erzählt. Natürlich wurde hier auch ein erst 13 Stunden altes Foto der Mini-Mondfinsternis von gestern Abend eingebaut (Bild 2). Die war nicht nur Ziel von Hobbyastronomen wie Peter Oden (Bilder hier und hier), sondern wurde selbst von einigen Schülern gesehen. [Nico Schmidt]

Die Saturnringe ohne Teleskop fotografieren …?

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P1240725

1/20 Sekunde bei Blende 5.2 und ISO 200 mit 735 mm KB-Äqv.-Brennweite

P1240729

1/50 Sekunde bei Blende 5.2 und ISO 200 mit 735 mm KB-Äqv.-Brennweite

P1240731

1/40 Sekunde bei Blende 5.2 und ISO 200 mit 735 mm KB-Äqv.-Brennweite

P1240719

Schon während der Mondfinsternis gestern Abend hatte sich bei kühnen freihändigen Aufnahmen des nahen Saturn mit maximaler Brennweite der „Superzoom“-Kamera (108 mm, was 735 mm Kleinbild entspricht) der Planet meist ist ungefähr der „richtigen“ Ovalform gezeigt. Das animierte zu systematischeren Versuchen vier Stunden später mit dem Planeten nahe der Kulmination (oben und unten Impressionen der Konstellation mit dem verdeckten Mond), der weit geöffnete und durch den Oppositionseffekt aufgehellte Ringe präsentiert. Jedes der Einzelbilder, aus denen hier jeweils rund 100 Pixel breite Streifen „aufgeblasen“ wurden, sieht anders aus – aber wenn man etwas Abstand (zum Bildschirm) gewinnt, drängt sich der Eindruck auf, dass auch eine Kamera mit eingebautem Zoomobjektiv heute in der Lage sein kann, in einem Sekundenbruchteil mehr aufzunehmen als was Galilei in seinem besten Teleskop sehen konnte … [Daniel Fischer]