Archiv für den Tag 26. März 2013

Vollmond oder Game Over? PANSTARRS nur noch ein Schatten seiner selbst …

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Eine Woche nach den Königswinterer Beobachtungen vom 18. März und 19. März („PANSTARRS ein – leichtes – Objekt für’s bloße Auge“) konnte dieser Blogger den Kometen erstmals wieder an genau demselben Platz sichten: zwar noch ein relativ einfaches Feldstecher-Objekt, aber jetzt arg verblasst – und nicht nur die Koma, die jetzt auf typischerweise 2.8 mag. geschätzt wird [NACHTRAG: oder sind’s eher 3.5 mag.?], sondern leider auch der Staubschweif. Hier auch wieder Bilder mit 5 Sekunden bei Blende 5.2 und ISO 1600 mit 627 mm KB-Äquivalent-Brennweite, mit PANSTARRS in 11° Höhe und 12° Sonnendepression. Ob der zu 99.5% beleuchtete Mond in 152.4° Abstand (1/200 Sekunde bei Blende 5.2 und ISO 100 mit 735 mm Äquivalent-Brennweite) eine – zusätzliche – Rolle bei der Kontrastverschlechterung spielte, wird sich ab in zwei Tagen zeigen, wenn er während des nach wie vor kurzen abendlichen PANSTARRS-Fensters noch gar nicht aufgegangen ist. Und was aus PANSTARRS wohl geworden sein mag, wenn sich am 7. April auch ein mondfreies Morgenfenster öffnet, mit dem Kometen dann 17° hoch am Himmel vor Beginn der Dämmerung …? [Daniel Fischer]

Dreiviertelmond über der Volkssternwarte Bonn

Überraschend klarte es gestern Abend doch noch etwas auf, so dass ich einem Besucher zumindest Mond und Jupiter mit seinen Monden in meinem 80mm-Richfielder zeigen konnte. Während er durch’s Okular schaute und wir uns unterhielten, machte ich freihändig einige Aufnahmen des Dreiviertelmondes über dem Schriftzug auf der Kuppel des Refraktoriums, seit 1976 das Zuhause der Volkssternwarte Bonn (VSB) direkt hinter der alten Argelander-Sternwarte an der Poppelsdorfer Allee. Ein weiterer Interessierter, der aus der Nähe von Rathenow im Westen Brandenburgs kam und gerade in der Gegend war, erzählte mir wie er damals aus seinem Zimmer das Rathenower Riesenteleskop in der Röntgenstraße sehen konnte, als 16-Jähriger den Erbauer Edwin Rolf (1899 bis 1991) kennenlernte und mit ihm dann durch das 10 Meter lange Fernrohr (70cm Öffnung, 20m Brennweite) den Mond beobachtete. Heute steht das Anfang der 50er Jahre erbaute sog. Brachymedialfernrohr im Optikpark Rathenow, beobachtet wird damit aber nicht mehr visuell, sondern nur noch über Projektion. [Nico Schmidt]