Archiv des Autors: Nico Schmidt

15.04.: 10.000 Kilometer entfernte Mondfinsternis live in Bonn

So sah es im übervollen Vortragsraum der Volkssternwarte Bonn (VSB) vergangenen November aus. Damals sollten zwar Kometen im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen, aber die Live-Übertragung der totalen Sonnenfinsternis aus Zentralafrika war der große Publikumsmagnet des Tages. Mit einem anderen Himmelsschauspiel versuchen die Bonner Sternfreunde nun an den Erfolg anzuknüpfen, denn schon am 15. April wird ebenfalls wieder in der Volkssternwarte eine totale Mondfinsternis live auf die Leinwand zu sehen sein. 2014 ist nämlich einer der ganz seltenen Fälle, dass in Mitteleuropa keine Mondfinsternis zu beobachten ist; die bereits in zwei Tagen stattfindene Finsternis wird nämlich nur in Nord- und Südamerika sowie im pazifischen Raum sichtbar sein. Um diese totale Mondfinsternis und somit  den kupferfarbenen Vollmond im Kernschatten der Erde zu erleben muss man also mindestens an die Ostküste der USA reisen, oder einfach am Dienstag zur Volkssternwarte Bonn an der Poppelsdorfer Allee kommen.

Die Veranstaltung zur Live-Übertragung am 15. April beginnt schon um 8:30 Uhr und wird bis mindestens um 10:30 Uhr gehen, durch die Astrotainment-Aktion führen – wie schon bei der November-Sonnenfinsternis – die erfahrenen Bonner Hobbyastronomen Paul Hombach und Stefan Krause. [Nico Schmidt]

05.04.: Drei Veranstaltungen in der Region zum Astronomietag 2014

Ob morgen Abend der Blick durch ein Fernrohr wieder Kinderaugen strahlen lässt, lässt sich wegen der angekündigten wechselnden Bewölkung leider nicht sagen. Stattfinden werden die regionalen Veranstaltungen zum diesjährigen bundesweiten 12. Astronomietag aber auf jeden Fall und diesmal sind engagierte Bonner Sternfreunde sogar an gleich drei Orten unterwegs. Zum einen treffen sich Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) auf einer Wiese nahe des Freibads in Sankt Augustin und parallel findet zur gleichen Zeit eine Veranstaltung am Argelander-Institut (AIfA) in Bonn-Endenich statt. Ab 18:00 Uhr gibt es hier die Möglichkeit zur Sonnenbeobachtung und im Anschluss an einen Vortrag wird dann hoffentlich noch der zunehmende Mond sowie der Riesenplanet Jupiter ins Visier genommen. Dieser Programmpunkt ist zugleich der Startschuss für die große und abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe “Der Himmel über Bonn – Astronomie für jedermann”, die gemeinsam vom astronomischen Institut und der Volkssternwarte Bonn bis Ende Dezember durchgeführt wird. Die dritte Aktion in der Region zum Astronomietag 2014 findet am Observatorium Hoher List (übrigens finden ab sofort bis Ende Oktober regelmäßig wieder die Mittwochsführungen statt) bei Schalkenmehren in der Vulkaneifel statt. Hier gibt es Vorträge für Kinder und Erwachsene sowie die Möglichkeit den Planeten Jupiter durch ein 1-Meter-Teleskop zu beobachten.

Da bleibt mir nur noch zu sagen: clear skies für den Astronomietag 2014! [Nico Schmidt]

Großartige Beobachtungsaktion mitten in Bonn mit 105-Zoll-Power!

Am 08. März fand bereits zum 7. Mal die Internationale Bürgersteig-Astronomie-Nacht (International Sidewalk Astronomy Night, kurz ISAN 7) statt, bei der weltweit zahlreiche öffentliche Beobachtungsaktionen durchgeführt wurden. Von Australien bis Peru, von Tokio bis Kreta, von Dublin bis Los Angeles – überall standen an diesem Tag Sternfreunde mit ihren Fernrohren bereit, um Passanten auf der Straße die unzähligen Krater des Mondes, Jupiter mit seinen vier hellsten Monden und andere Wunder des Nachthimmels zu zeigen. In Deutschland waren z.b. Hobbyastronomen in Regensburg, Ingolstadt, Hamburg, Aachen und zum ersten Mal auch in Bonn bei der globalen Veranstaltung dabei. Auf eigene Initiative hin hatte ich intern und extern (am Abend erfuhr ich erst, dass es doch eine kleine Ankündigung im General-Anzeiger Bonn gab) die Werbetrommel gerührt. Nahe der alten Argelanger-Sternwarte wollte ich mich zusammen mit anderen Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA; ein großes Dankeschön geht auch an Patrick Cremer von der Volkssternwarte Bonn) mitten in Bonn-Poppelsdorf treffen und letztlich hat alles so wunderbar geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Denn der 08. März fiel mitten in die Schönwetterkatastrophe, die Bonn anderthalb Wochen lang mit blauem Himmel und Sonnenschein pur versorgte. So fuhr ich bei schönstem T-Shirt-Wetter mit dem Alternativ-Programm in der Tasche zur Volkssternwarte, wo an der Einfahrt schon drei Sternfreunde standen. Und als gegen 18:30 Uhr die ersten Teleskope auf der Wiese aufgebaut wurden, kamen schon die ersten neugierigen Fußgänger, so dass schon in der Dämmerung die ersten staunenden Blicke auf die plastischen Krater des Halbmonds geworfen wurden.

Mit Blick auf das Poppelsdorfer Schloss und die Gründerzeitfassenden links und rechts der Wiese waren schließlich 11 Teleskope aufgestellt, was mit Öffnungen von 5 Zoll bis 16 Zoll insgesamt eine Power von 105 Zoll (2,7 Meter Gesamtöffnung) ergab! Und der Ansturm zeigte, dass kein Teleskop zu wenig aufgebaut war, jedes Fernrohr war von fragenden und staunenden Leuten umringt. Wegen des leicht dunstigen Himmels und sowieso wegen der Laternen blieb es meist bei den Mondlandschaften und Jupiter mit seinen hellsten Monden (einmal stellte ich auch den Orionnebel ein), aber sie bieten eh meist die beeindruckendsten Ansichten für Laien, die zum ersten Mal durch ein Okular schauen. Als sich der Andrang an meinem 12-Zöller etwas legte, fuhr ich auch ein paar Deep-Sky-Objekte an, jedoch ohne Erfolg. Lediglich das Galaxienpaar M 81/82 war erkennbar, aber die nachlassende Supernova 2014J war nur etwas für erfahrene Augen. Allerdings ging es auch ganz ohne Teleskop und so zeigte ich ebenso – bei den milden Temperaturen immer noch mit T-Shirt – die Wintersternbilder und erklärte z.b. die Mythologie um Orion, Stier und seinen beiden Jagdhunden. An diesem wunderbaren Abend gab’s viele interessante Gespräche, viele staunende Blicke durch die Fernrohre oder man versuchte sich an Mondfotos mit dem Handy und viele Leute staunten auch immer wieder über die unvorstellbaren Dimensionen am Himmel über Poppelsdorf. Außerdem ließ ich einem 17-jährigen Kölner Sternfreund direkt mal alleine Erfahrungen in der Bedienung eines Dobson-Teleskop sammeln, mit dem Ergebnis, dass er jetzt auf einen 10-Zöller spart. Alles in allem hat diese großartige Aktion ungemein viel Spaß gemacht. Schätzungsweise über 100 Leute schauten in etwa 3 Stunden bei unserem öffentlichen Beobachtungsabend vorbei, die letzten Teleskope wurden erst nach 22:00 Uhr abgebaut. Vielen, vielen Dank an alle Mitwirkenden, ob mit oder ohne Teleskop! Das war wirklich eine wunderbare Star Party mitten in Bonn! Bis zur nächsten Sidewalk-Astronomy-Veranstaltung.

Leider konnte ich zeitlich eingeschränkt nur Fotos von der Aufbauphase machen, aber KBA-Astrofotograf Michael Auster hat ebenso einige Bilder vom Poppelsdorfer Teleskoptreffen gemacht. [Nico Schmidt]

Voller Erfolg für den Flug Köln/Bonn – Polarlicht – Köln/Bonn

Am Samstagabend hob er vom Flughafen Köln/Bonn ab: Der erste deutsche Polarlichtflug, der wie die Eindrücke von Hobbyastronom Wilfried Bongartz zeigen, direkt ein voller Erfolg war. Organisiert wurde er vom Bonner Astro-Reisebüro Eclipse-Reisen.de, das im letzten Jahr bereits erfolgreiche Beobachtungsflüge zu den Kometen PANSTARRS und ISON Lovejoy durchgeführt hat. Der Zielpunkt für den Polarlichtflieger lag dagegen im Nordatlantik über den Färöer-Inseln auf halbem Weg zwischen Schottland und Island. Dort wurden die Polarlichtjäger in einer Boeing 737 auf 11.000 Metern tatsächlich direkt von einem strukturreichen grünen Polarlichtvorhang begrüßt. Viele weitere Fotos zu dem Flug finden sich hier, ein 14-minütiges Video gibt’s vom Bonner Sternfreund Peter Oden und Blogger-Kollege Daniel Fischer fasst alles hier ausführlich zusammen. Übrigens: Der Polarlichtflieger hebt wieder am 22. November 2014 ab und ist noch nicht ausgebucht. [Nico Schmidt]

Im Nationalpark Eifel ist jetzt auch der Nachthimmel geschützt

So sieht es aus: Das Gebiet der Kämpfer gegen die Lichtverschmutzung in der nördlichen Eifel. Auch hier wird durch die künstliche Beleuchtung der Nachthimmel immer heller und heller, mit – was den meisten Menschen nicht bewusst ist – weitreichenden Auswirkungen für Mensch und Tier. Unter der Leitung von Andreas Hänel kämpft seit Jahren die deutsche Vereinigung “Dark Sky” (lichtverschmutzung.de) für den Schutz der Nacht bzw. für einen verantwortungs-volleren Umgang mit dem ältesten Kulturgut der Menschheit. Mitte Februar gab es dann gleich zwei Gründe zu feiern: Der Naturpark Westhavelland und der Nationalpark Eifel wurden zu den ersten Sternenparks in Deutschland. Die Auszeichnungen wurden von der internationalen Organisation “International Dark Sky Association” (IDA) verliehen, wobei sich für die Eifel noch eine Besonderheit ergab. Denn der “Sternenpark Nationalpark Eifel” hat erstmal nur einen “provisorischen Status” erhalten, man ist jedoch schon zuversichtlich, dass die vollständige Anerkennung in den nächsten Jahren möglich ist. Bis dahin will man sogar den Sternenpark (gelbes Zentralgebiet) mit weiteren Gemeinden um eine umliegende und bis nach Belgien reichende Dunkelzone, ein Sternenreservat (gelbe Linie), erweitern. [Nico Schmidt]

Die Wissenschaftsrallye 2014 bei der Volkssternwarte Bonn

Die Uni Bonn lud am vergangenen Samstag bereits zur 7. Wissenschaftsrallye durch zahlreiche Institute in Poppelsdorf ein. Und da das Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) nicht so zentral liegt, richtete sich Astronom Michael Geffert seine Station 1 wie schon im Vorjahr im Gebäude der Volkssternwarte Bonn (VSB) ein. Hier war für etwa 100 Schüler und junge Entdecker unser Mond das große Thema. So konnte man beispielsweise etwas über Mond- und Sonnenfinsternisse, Himmelsmechanik und die Hinterlassenschaften der Apollo-Astronauten lernen. Und obwohl in den ersten 1 ½ bis 2 Stunden der kleine Vortragsraum schon übervoll war, passte doch noch ein dreiköpfiges Fernsehteam des WDR rein. Es begleitete die Entdecker Julius, Paul und Anton auf ihrem Weg durch die Wissenschaftsrallye. Weitere Eindrücke gibt’s hier von Volkssternwarten-Mitglied Wilfried Bongartz.

Übrigens finden für Schüler der Oberstufe bereits in einer Woche die Bonner Hochschultage statt, wobei am Freitag, 21. Februar, auch das Argelander-Institut in Bonn-Endenich wieder zu einer Informationsverstaltung mit Einblicken ins Studium einlädt. [Nico Schmidt]

08. März: Öffentliche Beobachtung an der Poppelsdorfer Allee

Am 15. Januar 2014 starb im hohen Alter von 98 Jahren ein ganz Großer der Hobbyastronomie: John Dobson (kleiner Nachruf, deutsche Berichte von 2006 hier, hier und hier). Eigentlich kennt heute jeder Amateurastronom seine in den 1950er Jahren gemachte Erfindung des Dobson-Teleskops (Foto rechts), doch außerdem hat er wie kein Zweiter die Astronomie in die Öffentlichkeit gebracht. Er wollte nie etwas anderes machen, als seine ganze Faszination für den Nachthimmel mit den Leuten auf der Straße teilen und heute kann man sich gar nicht vorstellen, wievielen staunenden Fußgängern er die Sterne, Mond und Planeten näher brachte. John Dobson ist Mitbegründer der Organisation mit dem deshalb so treffenden Namen “Sidewalk Astronomers”. Wie der Begriff “Sidewalk Astronomers” schon ahnen lässt, nehmen diese Hobbyastronomen die Bezeichnung Öffentlichkeitsarbeit wortwörtlich und kommen mit ihren Teleskopen in die Stadt, um auf dem Bürgersteig den Fußgängern einen kurzen Blick auf den Mond oder die Planeten zu ermöglichen. Jedes Jahr ruft die Vereinigung außerdem zu einem globalen Bürgersteig-Astronomie-Abend (ISAN, International Sidewalk Astronomy Night) auf, der nun am 08. März bereits zum 7. Mal stattfindet.

Ich als Besitzer eines Dobson-Teleskops finde es sehr wichtig (darum auch mein Aufruf), dass wir Bonner Sternfreunde uns diesmal an der weltweiten öffentlichen Beobachtungsaktion der “Sidewalk Astronomers” beteiligen. Wir werden unsere Teleskope am 08. März auf der Wiese der Poppelsdorfer Allee in Höhe der Alten Sternwarte (Poppelsdorfer Allee 47) aufbauen, da dort schon einige öffentliche Beobachtungen durchgeführt wurden; die Aktion soll um 19:00 Uhr beginnen. Beobachtungsziele an diesem Abend werden der Halbmond mit seinen unzähligen Kratern, Jupiter mit seinen vier hellsten Monden, der helle Orionnebel und andere Hingucker des Frühjahrshimmels sein, vielleicht ist sogar auch noch eine aktuelle Supernova beobachtbar.

Und auch wenn der Himmel bedeckt sein sollte, wird an diesem Tag die Volkssternwarte Bonn (VSB; Foto links) auf dem Gelände der Alten Sternwarte geöffnet sein. Hier können sie Hobbyastronomen buchstäblich Schwarze Löcher in den Bauch fragen und außerdem wird im Kuppelraum in Erinnerung an John Dobson eine Präsentation zu sehen sein, die sich mit seinem Leben und vor allem mit der Bedeutung für die astronomische Öffentlichkeitsarbeit befasst. Denn Dobsons Idee, seine Vision und das Engagement werden weiter leben; nach seinem Vorbild bzw. der bereits Jahrezehnte alten Tradition wird es auch in Bonn weiterhin öffentliche Beobachtungen geben. [Nico Schmidt]

Observatorium Hoher List lockt mit einwöchigem “Sternensommer”

Harald Simon

Im Observatorium Hoher List (OHL) brennt wieder Licht. Nachdem zum 01. Juli 2012 die Uni Bonn ihre Universitätssternwarte in der Vulkaneifel geschlossen hat, gab es schließlich vergangenen Herbst wieder positive Nachrichten, vor allem dadurch, dass die Sternwartengebäude unter Denkmalschutz gestellt wurden. Nun plant die Astronomische Vereinigung Vulkaneifel (AVV), vormals Förderverein des OHL, zusammen mit der Verbandsgemeinde Daun einen siebentägigen “Sternensommer” unter dunklem Landhimmel. Für bis zu 80 Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren soll hier vom 14. bis 20. Juli ein großes Sommerlager stattfinden. “Die Woche der Fantasie und des Miteinanders soll die Möglichkeiten im Eifel-Kosmos aufzeigen. Das wird eine spannende Woche”, verspricht die Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin Ruth Ratter (Bündnis 90/Die Grünen), die maßgeblichen Anteil an dem Denkmalschutz für die Bonner Eifel-Sternwarte hat. Für das Jugendcamp ist u.a. derzeit eine Musikaufführung und ein Foto-Workshop eingeplant, als Theater-Vorstellung soll außerdem “Der kleine Prinz” in einem Zirkuszelt aufgeführt werden. Um den “Sternensommer” auch so stattfinden zu lassen wie geplant, ist man allerdings noch auf der Suche nach Sponsoren, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Die Gesamtkosten belaufen sich 39.000 Euro, wobei die Hälfte immerhin das Land Rheinland-Pfalz übernimmt. [Nico Schmidt]

Die größte schmalste Venussichel 2014

Alex Tudorică

Während am vergangenen Freitagabend mit einer großen Parallelveranstaltung der Abschluss der “Kometenzeit in Bonn” sowie das Winter-Planetenseminar der Volkssternwarte Bonn (VSB) am Argelander-Institut in Bonn-Endenich stattfand, wurde zuvor tagsüber mit dem 50cm-Teleskop auf dem Institutsdach diese hauchdünne Venussichel aufgenommen. Die Venus wechselt aktuell vom Abendhimmel zum Morgenhimmel und zog dabei am Wochenende genau zwischen Erde und Sonne vorbei. Dabei ereignete sich jedoch kein Venustransit wie 2004 oder 2012, unser strahlender Nachbarplanet wanderte rund 5 Grad oberhalb der Sonne vorbei. Die Venus hatte zudem ihren geringsten Abend zur Erde, so dass letzten Freitag Alex Tudorică die größte schmalste Venussichel 2014 mit dem Institutsteleskop fotografieren konnte. Der 39,8 Millionen Kilometer ferne Nachbar erschien zu diesem Zeitpunkt am Himmel 1 Bogenminute groß. [Nico Schmidt]

Wie Gagarins Kopf nach Bonn-Bad Godesberg kam

Bastian Ahrens

Juri Gagarin war der erste Mensch im Weltraum. Im April 1961 umrundete er in seiner Raumkapsel Wostok 1 in 108 Minuten einmal den Blauen Planeten, wobei er bis zu 330 Kilometer entfernt über unsere Erde hinwegflog. “Ich sehe Wolken … es ist wunderschön, was für eine Schönheit”, funkte der Kosmonaut zur Erde. Jeder kennt Gagarins Namen, doch die wenigsten Bonner wissen, dass sich sein Kopf immer noch mehr als 10 Meter hoch über Bad Godesberg befindet. Gagarins ungefähr einen Meter großes Abbild war in der damaligen sowjetischen Botschaft im Godesberger Stadtteil Schweinheim ausgestellt und wurde schließlich vor über 20 Jahren mit einem Fiat 500 ins Villenviertel befördert, wo der Kopf des ersten Raumfahrers noch heute in der Beethovenallee von einem Hausdach lugt und sogar Startpunkt für Geocaching-Freunde ist. [Nico Schmidt]

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 39 Followern an